Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 23:51 Afrikaner in China nach Infektionen bedroht +++

Asiaten in Europa und den USA berichten, dass ihnen seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie vermehrt Rassismus entgegenschlägt. In China dagegen verzeichnet die Afrikanische Union zunehmenden Rassismus gegenüber Afrikanern. Zuletzt hatten Afrikaner aus der Metropole Guangzhou im Süden der Volksrepublik beklagt, sie seien Opfer von Diskriminierung, Vertreibungen und Hausverboten, nachdem mehrere Corona-Infektionen innerhalb der nigerianischen Community bestätigt worden waren. Mehrere Menschen sagten sollen aus ihren Wohnungen und Häusern vertrieben worden sein, andere berichteten, ihnen sei der Zugang zu Hotels verweigert worden.

+++ 22:57 Bulgarien führt Bedeckungspflicht ein +++
Die Bulgaren müssen ab Sonntag Mund und Nase bedecken, wenn sie in der Öffentlichkeit unterwegs sind. Das hat die Regierung in Sofia eine Woche vor den orthodoxen Osterfeierlichkeiten angeordnet. Die Regelung soll bis zum 26. April gelten. In Bulgarien sind die Kirchen im Gegensatz zu vielen anderen europäischen Ländern noch geöffnet. Allerdings sind die Menschen dazu aufgerufen, zu Hause zu beten. Atemmasken sind auch in Bulgarien knapp, deshalb solle es auch keine Bußgelder geben, wenn Menschen ohne eine Maske in der Öffentlichkeit angetroffen werden, erklärte Ministerpräsident Boiko Borissow. Allerdings würden sie angewiesen, Mund und Nase dann beispielsweise mit Schals zu bedecken. Bulgarien hatte als eines der ersten europäischen Länder am 13. März Ausgangsbeschränkungen erlassen.

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+++ 22:25 USA erstes Land mit mehr als 20.000 Corona-Toten +++
In den USA sind nun mehr als 20.000 Menschen an der Covid-19 gestorben. Damit sind in dem Land mehr Menschen der Krankheit erlegen als in jedem anderen Land. Selbst in Italien wurde die Marke noch nicht überschritten. Allerdings handelt es sich hier nur um offiziell bestätigte Fälle. Da es eine unterschiedlich hohe Dunkelziffer in den Ländern geben dürfte, sind die Zahlen nur bedingt vergleichbar.

+++ 21:54 Maas sauer über Beschimpfung von Franzosen im Saarland +++
Außenminister Heiko Maas verurteilt das aggressive Verhalten mancher Deutscher, das Franzosen in einigen Grenzregionen angesichts der Corona-Krise entgegenschlägt. "Corona kennt keine Nationalität. Genauso ist es mit der Menschenwürde", schrieb Maas bei Twitter. "Es tut weh zu sehen, wie unsere französischen FreundInnen wegen Covid-19 bei uns teils beleidigt und angegangen werden." Ein solches Verhalten gehe "gar nicht". Laut der saarländischen Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger wurden Franzosen an den weitgehend geschlossenen Grenzen beschimpft und mit Eiern beworfen. "Wer sowas tut, versündigt sich an der Freundschaft unserer Völker", schrieb Rehlinger. Während es im Saarland laut Robert-Koch-Institut bislang nur 41 Coronavirus-Todesfälle gab, sind Grenzregionen in Frankreich besonders von der Pandemie betroffen.

+++ 21:22 Zahl der Genesenen könnte am Sonntag Zahl der Infizierten übersteigen +++
An Ostersonntag könnte es ein Signal für eine mögliche Trendwende in der Corona-Epidemie in Deutschland geben. Die Zahl der Genesenen könnte dann erstmals die Zahl der akut Infizierten übertreffen, wenn sich der Trend der vergangenen Tage fortsetzt. Aktuellen Zahlen zufolge sind derzeit rund 61.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, während mehr als 57.000 genesen sind. Die beiden Kurven haben sich zuletzt stetig angenähert. Als dies in China passierte, ging die Zahl der Erkrankten immer weiter herunter, während die der Genesenen stetig wuchs. Es bleibt aber abzuwarten, ob das auch in Deutschland der Fall sein wird, zumal immer wieder Zweifel an der Korrektheit der chinesischen Zahlen geäußert werden.

+++ 21:05 Den Vatikan erwartet die ungewöhnlichste Ostermesse seit langem +++
Papst Franziskus feiert am Sonntag die Ostermesse, wegen der Coronavirus-Pandemie in diesem Jahr nicht mit zehntausenden Gläubigen auf dem Petersplatz. Stattdessen wird das Oberhaupt der katholischen Kirche die Messe am Altar des Petersdoms weitgehend alleine zelebrieren. Die Gläubigen müssen sich mit einer Übertragung per Livestream begnügen. Um 12 Uhr spendet der Papst dann den Ostersegen "Urbi et Orbi" ("Der Stadt und dem Erdkreis"). Traditionell wird der Segen "Urbi et Orbi" in dutzenden Sprachen erteilt. Es dürfte eine der ungewöhnlichsten Ostermessen in der langen Geschichte der katholischen Kirche werden.

+++ 20:40 Toskanischer Bürgermeister schreibt Merkel, Erinnerung an Nazi-Massaker +++
Der Bürgermeister des italienischen Ortes Stazzema, in dem es 1944 ein Nazi-Massaker gab, und der dortige Friedenspark wenden sich per Brief an Kanzlerin Angela Merkel: "Das nächste Opfer von Covid-19 wird Europa sein, wenn es keine Solidarität mehr zwischen den Staaten gibt", steht in dem Schreiben. Bürgermeister Maurizio Verona sagte der dpa, er sei ernsthaft besorgt, dass in Europa das ökonomische Denken stark Überhand nehme. Im Brief wird der Widerstand Berlins und anderer Länder gegen gemeinsame europäische Anleihen, genannt Corona-Bonds, kritisiert. "Wir sind wieder Italiener und Deutsche geworden und keine Europäer mehr", heißt es darin. In dem toskanischen Bergdorf Sant'Anna di Stazzema hatten SS-Soldaten im Zweiten Weltkrieg, am 12. August 1944, mehr als 500 Menschen umgebracht, darunter viele Frauen, Kinder und Alte.

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+++ 20:18 Zahl der Intensivpatienten in Frankreich sinkt den dritten Tag in Folge +++
In Frankreich ist die Zahl der Covid-19-Patienten, die auf der Intensivstation behandelt werden, den dritten Tag in Folge rückläufig. Derzeit befänden sich 6883 Menschen auf der Intensivstation, sagte Gesundheitsdirektor Jerôme Salomon am Abend. Das sind 121 Menschen weniger als am Vortag. Auch die Zahl der Menschen, die innerhalb von 24 Stunden in Folge von Covid-19 gestorben sind, ist zurückgegangen.

+++ 20:06 Queen Elizabeth hält erstmals Osteransprache +++
Die britische Königin Elizabeth II. hat sich erstmals mit einer Osterbotschaft an die Öffentlichkeit gewandt. "Ostern ist nicht abgesagt, tatsächlich brauchen wir Ostern so sehr wie eh und je", sagte die Monarchin in einer Audiobotschaft, die auf Twitter veröffentlicht wurde. Die Geschichte über die Auferstehung Christi vom Tod könne nun Hoffnung geben, so die beinahe 94-Jährige. "Wir wissen, dass uns das Coronavirus nicht bezwingen wird. So düster der Tod sein kann - vor allem für Trauernde - Licht und Leben sind größer." Es ist bereits das zweite Mal, dass sich die Königin innerhalb kurzer Zeit mit einer Botschaft an die Öffentlichkeit wendet. Bereits an Palmsonntag hatte sie ihren Landsleuten in einer Ansprache im Fernsehen Mut gemacht.

+++ 20:00 Erneut gut 150 Tote in Deutschland +++
In Deutschland legt die Zahl der offiziellen Corona-Infektionen weiter zu. Insgesamt ist inzwischen bei 121.324 Menschen das Virus nachgewiesen, wie ntv-Berechnungen auf Grundlage der Angaben der Bundesländer ergeben. Dabei zeichnet sich ein geringerer Anstieg ab als am Vortag. Gleichzeitig erhöhte sich die Zahl derer, die an den Folgen einer Infektion gestorben, sind auf 2689 - das sind 152 mehr als Vortag. Die Zahlen sind jedoch noch nicht endgültig. Wegen der Feiertage und des Wochenendes ist zu Beginn der kommenden Woche mit Korrekturen der Angaben zu rechnen.

Einen Überblick über die Fallzahlen in anderen Brennpunkten finden Sie hier.

+++ 19:30 Öffentliche Schulen in New York bleiben bis September geschlossen +++
In New York bleiben die staatlichen Schulen bis September geschlossen. In diesem Schuljahr würden sie nicht wiedereröffnet, kündigt Bürgermeister Bill de Blasio an. In NewYork, einem Schwerpunkt der Coronavirus-Epidemie, sind die Schulen seit dem 16. März zu. Der Unterricht sollte ursprünglich am 20. April wieder aufgenommen werden.

Update: Die Ankündigung des New Yorker Bürgermeisters Bill de Blasio, die Schulen bis zu den Sommerferien geschlossen zu lassen, hat keinen Bestand mehr - Gouverneur Andrew Cuomo kassierte diese: "Das ist meine rechtliche Autorität in dieser Situation", sagte er.

+++ 19:15 Steinmeier ruft zu Geduld, Disziplin und Solidarität auf +++

Die gesamte Rede Steinmeiers können Sie hier im Wortlaut nachlesen.

+++ 18:57 Doch keine Immunität? WHO untersucht Covid-19-Rückfälle +++
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) untersucht Rückfälle von Covid-19-Patienten, die nach negativen Virus-Tests als geheilt galten. "Wir stehen in enger Verbindung mit unseren klinischen Experten und arbeiten hart daran, mehr Informationen über diese individuellen Fälle zu erhalten", heißt es in einer WHO-Stellung gegenüber Reuters zu ungewöhnlichen Fällen in Südkorea. Es sei sehr wichtig, dass bei der Beurteilung der Patienten der vorgeschriebene Ablauf eingehalten werde. Nach den WHO-Richtlinien kann ein Patient erst aus dem Krankenhaus entlassen werden, wenn zwei Coronavirus-Tests im Abstand von 24 Stunden negativ ausgefallen sind. In Südkorea sind nach Angaben von Behörden knapp Hundert von einer Infektion genesene Menschen erneut positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden.

+++ 18:15 USA haben nun weltweit meiste Corona-Todesfälle +++
Die USA sind nun vor Italien das Land mit den meisten Corona-Todesfällen weltweit. Wie die in Baltimore ansässige Johns-Hopkins-Universität mitteilte, starben in den USA mindestens 18.860 Menschen nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus. In Italien starben mindestens 18.849 Infizierte.

Update: Nach ntv-Informationen hat die Johns-Hopkins-Universität noch nicht die heutige Meldung der Zahlen Italiens berücksichtigt. Demnach gab es in Italien nun schon 19.468 Verstorbene. In den USA werden am Abend (Ortszeit) ebenfalls noch weitere Zahlen bekanntgegeben. Insofern stimmt die hier verbreitete Meldung zwar, ist aber noch nicht der finale Stand für den Tag.

Update 22:24 Uhr: Mittlerweile wurden in den USA alle Zahlen gemeldet - sie überschritten die Marke von 20.000 Toten, damit gibt es in keinem Land der Welt mehr Opfer zu beklagen als in den Vereinigten Staaten.

+++ 18:05 Interne E-Mail: Tour de France wird verschoben +++
Das berühmteste Radrennen der Welt - die Tour de France - soll verschoben werden. Das geht aus einer Email der Veranstalter hervor, die Reuters einsehen konnte. Bislang ist das Rennen für den 27. Juni bis 19 Juli terminiert. Überlegt wird, die Tour später im Sommer starten zu lassen.

+++ 17:39 Stein, Hantel, Dachlatte - Polizei bei Corona-Kontrolle attackiert +++
Bei einer Corona-Kontrolle in Frankfurt werden Polizisten von einer Gruppe mit Steinen attackiert. Eine Streife stieg aus dem Wagen und wurde gleich von einem Steinwurf empfangen, der ein Fenster des Streifenwagens zu Bruch gehen ließ. Eine zweite Streife sei dann von etwa 20 Personen angegriffen worden. "Die Männer waren zum Teil mit Steinen, Dachlatten und Eisenstangen bewaffnet und bewegten sich drohend auf die Beamten zu", so die Polizei. Die Streife zog sich zurück, die Gruppe sei dann weggelaufen. Die Beamten nahmen die Verfolgung auf - und wurden mit einer Fünf-Kilo-Hantelscheibe beworfen. Diese habe aber ihr Ziel verfehlt. Verletzt wurde niemand. Die Polizei fahndete anschließend sogar mit einem Hubschrauber. In einer Wohnung trafen die Beamte sechs Verdächtige im Alter zwischen 23 und 31 Jahren an. Sie stellten verschiedene Waffen wie Samurai-Schwerter, Dolche oder Schlagringe sowie Feuerwerkskörper sicher. Die Verdächtigen erwarten nun Strafverfahren unter anderem wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung und besonders schweren Landfriedensbruches.

+++ 17:07 Große Mehrheit bislang ohne Einkommenseinbußen +++
In Deutschland müssen laut einer Umfrage 17 Prozent der Haushalte Einkommenseinbußen wegen der Corona-Krise hinnehmen. Nach der Erhebung des Leibniz-Instituts sind Selbstständige mit 41 Prozent besonders betroffen, berichtet die "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" vorab. "Die Schere scheint sich nicht zwischen arm und reich zu öffnen, sondern zwischen angestellt und selbstständig", sagte der Ökonom des Instituts, Andreas Hackethal, dem Blatt. Nur ein Teil der Deutschen hat der Umfrage zufolge sein Konsumverhalten wegen der Krise verändert. Demnach haben 16 Prozent derer, die Anschaffungen über 250 Euro planten, die Vorhaben fallen gelassen. 28 Prozent hätten ihre Pläne verschoben, 54 Prozent keine Änderung an ihren Plänen vorgenommen. Das Blatt berichtete, 7000 Haushalte seien für die Erhebung befragt worden.

+++ 16:52 Mehr als 900 Tote in Großbritannien seit Freitag, fast 10.000 insgesamt +++
In Großbritannien sterben innerhalb von 24 Stunden mehr als 900 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion. Das Gesundheitsministerium in London meldet 917 Tote seit Freitag, wodurch die Gesamtzahl der Corona-Toten in dem Land auf fast 10.000 anstieg. Gleichzeitig wurden von den Behörden 5234 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert. Die Gesamtzahl der Infektionsfälle lag demnach bei 78.991.

+++ 16:26 Schweden hat meiste Corona-Fälle Skandinaviens +++
In Schweden sind mittlerweile mehr als 10.000 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus nachgewiesen worden. Das geht aus Zahlen der schwedischen Gesundheitsbehörde hervor. 887 Menschen mit Covid-19-Erkrankung sind demnach bislang gestorben. Damit hat Schweden in Skandinavien bisher die meisten Infektions- und Todesfälle zu verzeichnen - allerdings ist das Land gemessen an seiner Bevölkerungszahl von rund 10,3 Millionen Einwohner auch das mit Abstand größte der Region. In Dänemark (5,8 Millionen Einwohner) wurden bis Samstag rund 6000 Infektionsfälle und 260 Tote gemeldet. In Norwegen (5,4 Millionen) wurde Sars-CoV-2 bislang rund 6300 Mal nachgewiesen, hier gab es bislang 114 Todesopfer. Das ähnlich bevölkerungsreiche Finnland steht bei rund 2600 Infektionen und 42 Toten. Auf der Nordatlantik-Insel Island gibt es bislang knapp 1700 Infektions- und sieben Todesfälle von Menschen mit Covid-19-Erkrankung.

+++ 16:04 Italiens Polizei greift an Ostern besonders hart durch +++
In Italien verschärft die Polizei über Ostern die Kontrollen. Allein am Karfreitag wurden landesweit mehr als 10.400 Anzeigen gegen Menschen verhängt, die gegen die Regeln verstießen, wie das Innenministerium in Rom berichtet. Die verschiedenen Polizeibehörden hätten an dem Tag gut 300.000 Menschen kontrolliert. In Italien sind die Ausgangsbeschränkungen noch strenger als in Deutschland. Die 60 Millionen Bürger dürfen seit dem 10. März - und noch bis zum 3. Mai - nur ausnahmsweise das Haus verlassen, etwa wenn sie zur Arbeit, zum Arzt oder zum Einkaufen müssen. Spazierengehen und Joggen, außer nahe am Haus, ist weitgehend verboten. Für ihre Wege benötigen die Leute eine Bestätigung mit Angaben zur Person und den Gründen, warum sie unterwegs sind.

+++ 15:47 Johnson guckt "Herr der Ringe" im Krankenhaus +++
Der britische Premierminister Boris Johnson macht nach Angaben der Regierung in London weiter "gute Fortschritte" bei der Genesung von seiner Covid-19-Erkrankung. Wie die britische Nachrichtenagentur PA unter Berufung auf Regierungskreise berichtete, erhielt Johnson im Krankenhaus täglich Briefe und Baby-Ultraschallbilder von seiner schwangeren Verlobten Carrie Symonds, sowie Tausende Karten mit Genesungswünschen. Er habe zudem einen Tablet-Computer, mit dem er sich Filme wie "Kevin - Allein zu Haus" und "Herr der Ringe" anschauen könne. Außerdem vertreibe er sich die Zeit mit Sudoku-Rätseln.

+++ 15:20 Pakistan verbietet Ausfuhr von möglichem Medikament +++
Pakistan verbietet den Export aller Medikamente zur Malariaprophylaxe, die möglicherweise auch gegen die Lungenkrankheit Covid-19 helfen. Das Exportverbot wurde bereits am Donnerstag eingeführt, heißt es in einem Erlass des pakistanischen Handelsministeriums. In mehreren Ländern laufen derzeit Analysen dazu, ob sich Medikamente mit Anti-Malaria-Wirkstoffen auch zur Behandlung von Covid-19 einsetzen lassen könnten. Auch der deutsche Pharma- und Chemiekonzern Bayer produziert ein Medikament zur Malariaprophylaxe in Pakistan. Das Mittel Resochin mit dem Wirkstoff Chloroquin wird bisher nur an einem Standort in dem südasiatischen Land hergestellt. Bayer hatte vor mehr als einer Woche angekündigt, Resochin auch in Europa produzieren lassen zu wollen. Der Virologe Christian Drosten von der Berliner Charité sieht in Chloroquin allenfalls eine geringe Hilfe im Kampf gegen Covid-19.

+++ 15:04 So will VW seine Arbeiter schützen +++
Die Belegschaft des Autobauers VW wird nach Angaben von Gesamtbetriebsratschef Bernd Osterloh bei einem Neustart der Produktion durch genaue Gesundheitsregeln geschützt. Einen Zeitpunkt für das Wiederanfahren nannte er aber nicht. "Wichtiger als ein Datum ist für mich, dass sich alle Kolleginnen und Kollegen in unseren Werken gut vor einer Ansteckung geschützt fühlen und das auch tatsächlich sind, wenn wir wieder loslegen", sagte Osterloh. In der Fertigung würden "Abläufe so geändert, dass der Schutz vor einer Übertragung des Virus an allererster Stelle steht", sagte Osterloh. Dazu würden Umwege in Kauf genommen. Im Zweifel werde eher weniger produziert, "als irgendwo ins Risiko zu gehen". Er sagte: "Wo sich der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht einhalten lässt, tragen die Kolleginnen und Kollegen Masken."

+++ 14:41 Halle erlässt Mundschutz-Pflicht für Wochenmarkt +++
Besucher und Händler des Wochenmarktes in Halle müssen von kommendem Dienstag an einen Mundschutz tragen. Das ordnet Oberbürgermeister Bernd Wiegand an. Wer gegen die Pflicht zum Tragen eines Mundschutzes verstoße, müsse mit einem Bußgeld rechnen. Zuvor hätten Kontrollen der Behörden ergeben, dass der vorgeschriebene Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen Menschen beim Marktgeschehen in der Innenstadt nicht eingehalten wird, begründete Wiegand die Maßnahme. Auch mündliche Ansagen des Ordnungsamts hätten nicht den gewünschten Effekt gebracht, so das parteilose Stadtoberhaupt. In Dresden müssen Kunden und Händler schon seit einigen Tagen einen Mundschutz tragen, wenn sie auf den größten Wochenmarkt der Stadt wollen.

+++ 14:21 Dutzende Verstöße gegen Ausgangsbeschränkungen in Bremen und Niedersachsen +++
Am sonnigen Karfreitag haben viele Menschen in Niedersachsen und Bremen auf ihren Ausflügen gegen das Kontaktverbot verstoßen. Allein in den Landkreisen Emsland und Grafschaft Bentheim erstattete die Polizei 80 Anzeigen wegen Verstößen gegen das Versammlungsverbot und die Kontaktbeschränkungen. Anders als befürchtet habe sich die Autotuner-Szene nicht zu einem "Car-Freitag" blicken lassen, sagte ein Polizeisprecher. Aber auf den Wander- und Radfahrrouten der Ausflugsregion Emsland sei es "supervoll" gewesen. Auch aus dem Kreis Cloppenburg wurden 36 Anzeigen gemeldet.

+++ 13:55 Thailand will mit Alkoholverbot Virus-Ausbreitung stoppen +++
Die meisten thailändischen Provinzen verbieten den Verkauf von alkoholischen Getränken. Das für zehn Tage geltende Verbot soll die Lust zu feiern während des thailändischen Neuen Jahres dämpfen und damit die Ausbreitung des Virus verhindern. Normalerweise findet das mit rituellen Waschungen verbundene traditionelle Neujahrsfest vom 13. bis 15. April statt. Die Regierung hat den Termin für den üblichen Neujahrs-Urlaub bereits verlegt.

+++ 13:37 Siemens will niemanden wegen der Krise entlassen +++
Siemens will keine Stellen wegen der Corona-Krise abbauen. "Wegen einer vorübergehenden Beschäftigungsschwankung wird bei Siemens niemand das Haus verlassen", sagte der scheidende Konzernchef Joe Kaeser der "Passauer Neuen Presse". "In einer vorübergehenden Krise steht außerfrage: Wir stehen das miteinander durch! Und wenn die Krise vorbei ist und es wieder aufwärtsgeht, dann packen wir miteinander an." Er könne aber nicht ausschließen, dass mehr Mitarbeiter in Kurzarbeit müssten, sagte Kaeser. Bislang sei das bei Siemens mit derzeit etwa 1600 von mehr als 120.000 Beschäftigten in Deutschland aber nur in sehr geringem Umfang der Fall. Den Konzern sieht Kaeser zur Bewältigung der Krise gut gerüstet. "Wir haben Produkte, die die Welt auch nach Corona braucht - von Gesundheitstechnik bis Energie."

+++ 12:56 Kretschmann: Die meisten werden nach der Krise erstmal ärmer sein +++Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann erwartet für die Zeit nach der Corona-Krise harte Verteilungskämpfe. "Machen wir uns nichts vor: Das wird eine harte Debatte geben, wer die Kosten für die Rettungspakte trägt", sagte der Grünen-Politiker der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Letztlich werde die gesamte Bevölkerung dafür bezahlen: "Die meisten Menschen werden nach der Corona-Krise erstmal ärmer sein." Baden-Württemberg zum Beispiel spanne für fünf Milliarden Euro einen Schutzschirm, der Betrag sei binnen zehn Jahren zu tilgen. "Das heißt: Eine halbe Milliarde im Jahr muss im Haushalt anderswo eingespart werden. Das Geld fällt ja nicht vom Himmel."

+++ 12:35 Spanien meldet niedrigste Corona-Totenzahl seit drei Wochen +++
In Spanien schwächt sich der Anstieg bei den Todesfällen infolge einer Coronavirus-Infektion weiter ab. Ihre Zahl stieg um 510 auf 16.353, wie das Gesundheitsministerium mitteilt. Das ist der geringste Zuwachs seit dem 23. März. Die Zahl der Infektionen legte um 4830 auf 161.852 zu. Das ist zwar etwas mehr als tags zuvor. Doch insgesamt zeichnete sich auch hier zuletzt eine Abflachung des Anstiegs ab.

+++ 12:10 500 Polizisten kontrollieren Ausgangsbeschränkungen in Berlin +++
Die Berliner Polizei kontrolliert am Karsamstag mit rund 500 Beamten die Einhaltung der Corona-Regeln in der Hauptstadt. Bei dem Frühlingswetter werden insbesondere Parks und andere Grünanlagen in den Blick genommen, wie eine Polizeisprecherin sagte. Es sollen auch Zivilkräfte unterwegs sein. Um die Verbreitung des Virus einzuschränken, müssen Menschen einen Mindestabstand von 1,50 Meter halten. Gruppen mit mehr als zwei Personen dürfen nicht zusammen spazieren gehen, es sei denn, sie leben in einem Haushalt. Um eine Übersicht zu möglichen Ansammlungen von Menschen zu bekommen, sei der Einsatz des Polizeihubschraubers vorgesehen.

+++ 11:42 Hofreiter kritisiert Regierung wegen Schutzausrüstungs-Mangel +++
Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter hat der Bundesregierung vorgeworfen, im Kampf gegen den Mangel an medizinischer Schutzausrüstung in der Corona-Krise noch zu wenig auf den Ausbau der Produktion in Deutschland zu setzen. Sie fokussiere sich noch zu sehr auf die Beschaffung aus dem Ausland, sagt Hofreiter dem Nachrichtenportal "t-online". Dabei herrsche weltweit Knappheit an diesen Gütern. Deutschland sei aber ein hochindustrialisiertes Land mit starkem Maschinenbau. "Wir müssen in der Lage sein, Schutzmasken in relevanter Zahl selbst zu produzieren." Da habe die Bundesregierung vieles lange schleifen lassen. Sie müsse nun der Industrie verlässliche Anreize bieten, um in die Produktion zu investieren. "Nur zu sagen, dass man die Artikel vier oder sechs Wochen lang abkauft, reicht nicht."

+++ 11:09 Verbraucherschützer fordern zeitliche Befristung einer Corona-App +++
In der Debatte um eine Corona-App zur Nachverfolgung von Infektionsketten knüpft Deutschlands oberster Verbraucherschützer den Einsatz an Bedingungen. "Schnelle, pragmatische Lösungen zum Schutz von Gesundheit und Leben sind nötig", sagt der Chef des Verbrauchzentrale Bundesverband (VZBV), Klaus Müller, dem "Handelsblatt". Eine Anti-Corona-App könne hier helfen, müsse aber "freiwillig, geeignet, nötig, verhältnismäßig und zeitlich befristet sein". Müller warnte zugleich vor den Risiken einer solchen digitalen Lösung. "Die Corona-Krise darf nicht als Einfallstor dienen, um Unternehmen neue Zugriffe auf private Daten zu geben."

+++ 10:45 Bundesregierung besorgt über mögliche "Isolationsmüdigkeit" +++
Die Bundesregierung sorgt sich einem Medienbericht zufolge angesichts der strengen Kontaktsperren wegen der Coronavirus-Pandemie um die Stimmung in der Bevölkerung. Nach Ostern könnte eine "Isolationsmüdigkeit" auftreten, heißt es laut "Tagesspiegel" in einem Strategiepapier des Bundesinnenministeriums (BMI). Es sei damit zu rechnen, dass die derzeit bestehende hohe Zustimmungsrate für die Maßnahmen "massiv" sinke und die Notwendigkeit, Sinnhaftigkeit und rechtliche Zulässigkeit der Maßnahmen "deutlich" hinterfragt werde.

+++ 10:21 Vor allem Ansteckungen von Reisenden belasten China +++
China macht bei der Abwehr einer zweiten Coronavirus-Welle erneut vor allem eine Infektion von Einreisenden zu schaffen. Die Zahl der nachgewiesenen Ansteckungen sei am Freitag um 46 gestiegen, nach einem Zuwachs von 42 am Tag zuvor, teilten die Behörden mit. Bei allein 42 der neuen Fälle handele es sich um Personen, die aus dem Ausland eingereist seien. Vor allem Heimkehrer aus Russland seien betroffen. Die Provinz Hubei, in der das neuartige Virus Ende 2019 ausgebrochen war, meldete dagegen den siebten Tag in Folge keine neuen Fälle.

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+++ 10:00 Australier und Neuseeländer dürfen Kreuzfahrtschiff verlassen +++
112 auf dem Kreuzfahrtschiff "Greg Mortimer" gestrandete Australier und Neuseeländer können in ihre Heimatländer zurückkehren, nachdem das Schiff im Hafen von Montevideo angelegt hat. Reisende aus den beiden Staaten wurden mit Bussen zum Flughafen gebracht und sollen am Samstag nach Melbourne fliegen. Passagiere aus anderen Ländern müssen zunächst an Bord bleiben, bis Uruguay auch für sie eine Lösung mit ihren Heimatländern ausgehandelt hat. Unter anderem sollen sich noch Passagiere aus den USA, Großbritannien und anderen europäischen Ländern auf dem Schiff aufhalten. Die meisten Reisenden sind mit dem Coronavirus infiziert.

+++ 09:35 Altmaier verteidigt schnelle Auszahlung von Corona-Hilfen +++
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat die nahezu ungeprüfte Auszahlung von Corona-Hilfen verteidigt. "Es ist wichtig, dass das Geld schnell auf dem Konto ist, bevor Menschen entlassen oder Unternehmen insolvent gehen", sagte der CDU-Politiker der "Augsburger Allgemeinen". Vor dem Hintergrund der Betrugsfälle in Nordrhein-Westfalen deutete der Wirtschaftsminister an, dass dies in Kauf genommen werden müsse. "Eine sehr ausführliche Prüfung könnte da zu einem monatelangen Warteprozess führen, den wir uns in der derzeitigen Lage nicht leisten können", sagte Altmaier. Inzwischen seien rund 1,7 Millionen Anträge von Kleinunternehmern und Solo-Selbstständigen, Freiberuflern und Handwerkern eingegangen. Mehr als 5 Milliarden Euro seien bereits bewilligt worden.

+++ 09:12 Schulen in China könnten Ende April wieder öffnen +++
Die Schulen in China könnten bis Ende April wieder den Unterricht aufnehmen. Diese Einschätzung gab der Chef der Expertenkommission der Regierung im Kampf gegen das neue Coronavirus, Zhong Nanshan, nach Angaben der Zeitung "Global Times". Solange es keine neuen großen Ausbrüche mehr gebe, sei eine Öffnung der Schulen möglich. Bis auf die besonders geschützte Hauptstadt Peking und die schwer betroffene Provinz Hubei haben alle Provinzen und Metropolen bereits konkrete Pläne angekündigt, den Schulbetrieb in den nächsten Wochen wieder aufnehmen zu wollen. China habe die Krankheit unter Kontrolle gebracht, sehe sich jetzt aber mit dem Risiko durch importierte Infektionen konfrontiert, sagte der Professor.

+++ 08:43 New Yorker Ärzte und Pfleger halten Nachtwache für verstorbene Kollegen ab +++
In New York haben Mitarbeiter im Gesundheitswesen eine Nachtwache für ihre im Kampf gegen das Coronavirus gestorbenen Kollegen abgehalten. "Wir sind hier, um unsere gefallenen Helden zu ehren, für sie zu beten und an sie zu erinnern", sagte die Krankenschwester Joanne Mee Wah Loo vor den Teilnehmern der kleinen Versammlung im Stadtteil Manhattan. Trotz der winterlichen Temperaturen, die New York am gestrigen Freitag erfassten, beteiligten sich mehrere Krankenhaus-Mitarbeiter an der Nachtwache vor der Zentrale der Krankenhaus-Kette Mount Sinai.

+++ 07:53 Karliczek fordert gemeinsame Linie bei Schulöffnung +++
Bundesbildungsministerin Anja Karliczek hat die Bundesländer zu einer gemeinsamen Linie bei der Wiederöffnung der Schulen aufgerufen. "Der Staat sollte in dieser Krise möglichst abgestimmt vorgehen", sagte sie. Die Länder sollten möglichst einheitliche Kriterien für eine Rückkehr in den normalen Schulbetrieb entwickeln. Damit teilt sie die Auffassung des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet. Der CDU-Politiker hatte einen Konsens aller 16 Bundesländer beim Zeitplan für die Wiedereröffnung von Schulen und Kitas gefordert.

+++ 07:35 USA zählen mehr als 500.000 Infektionen +++
In den USA gibt es inzwischen mehr als eine halbe Million nachgewiesene Infektionen mit dem Coronavirus. Das geht aus Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervor. Knapp 18.700 Infizierte starben demnach. In den USA, einem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern, gibt es deutlich mehr bekannte Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2 als in jedem anderen Staat der Welt.

 

+++ 07:20 Studie: Virus könnte auch das Nervensystem schädigen +++
Eine Infektion mit dem Coronavirus kann sich nicht nur mit Fieber, Husten und Atembeschwerden äußern, sondern auch neurologische Symptome verursachen. Laut einer Studie in Wuhan zeigt ein gutes Drittel der untersuchten 214 Patienten Anzeichen dafür, dass das Virus das Nervensystem geschädigt hatte. Zu den häufigsten Symptomen gehörten Schwindel und Kopfschmerzen sowie Riech- und Geschmacksstörungen. In den vergangenen Tagen hatten sich bereits Berichte darüber gehäuft, dass Corona-Patienten zumindest zeitweise ihren Geruchs- und Geschmackssinn verloren.

+++ 06:55 4133 Neuinfektionen in Deutschland +++
Die Zahl der bestätigten Infektionsfälle in Deutschland ist dem Robert-Koch-Institut (RKI) zufolge um 4133 auf 117.658 gestiegen. Das sind etwas weniger als in den vergangenen Tagen, als es etwa 5000 Neuinfektionen waren. Allerdings wurden zuletzt am Wochenende häufig Fälle zeitlich verzögert gemeldet. Die Zahl der Todesfälle wuchs um 171 auf 2544. Zugleich legte die Zahl der genesenen Patienten binnen 24 Stunden um 3530 auf 57.443 zu.

+++ 06:21 Trump: USA sollen Italien in Corona-Pandemie helfen +++
US-Präsident Donald Trump hat seine Regierung angewiesen, Italien im Kampf gegen das Coronavirus zu unterstützen. So solle etwa in Italien stationiertes Militärpersonal beim Bau von Feldlazaretten und dem Transport von Lebensmitteln helfen, heißt es in einem Memorandum. Nicht an Covid-19 erkrankte italienische Patienten könnten in medizinischen Einrichtungen des US-Militärs behandelt werden. Wirtschaftsminister Wilbur Ross solle zudem US-Unternehmen ermutigen, benötigtes Material wie etwa medizinische Ausrüstung an Italien zu liefern.

 

+++ 05:59 China meldet 46 neue Covid-19-Erkrankungen +++
China meldet 46 Neuinfektionen und drei weitere Todesfälle. Zudem gebe es 42 importierte und 34 asymptomatische Fälle. Am Vortag war die Zahl der bestätigten Ansteckungen um 42 gestiegen.

+++ 05:14 Steinmeier hält Fernsehansprache +++
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird heute Abend eine Fernsehansprache zur Corona-Krise halten. Mitte März hatte sich bereits Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in einer Fernsehansprache an die Bürger gewandt und an sie appelliert, die Auflagen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie einzuhalten. Dass sich der Bundespräsident in dieser Form zu Wort meldet, ist ungewöhnlich. Zuletzt hatte Steinmeier aber schon mehrere Videobotschaften zur Corona-Krise veröffentlicht. Darin stimmte er die Bevölkerung auf weiter schwierige Zeiten ein und lobte zugleich Solidarität und Zusammenhalt.

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+++ 04:27 Kreuzfahrtschiff mit über 100 Infizierten legt in Montevideo an +++
Ein Kreuzfahrtschiff mit zahlreichen Coronavirus-Infizierten an Bord ist in den Hafen der uruguayischen Hauptstadt Montevideo eingelaufen. Nach dem Anlegen sollen 112 Passagiere der "Greg Mortimer" in einem mit medizinischen Gerät ausgestatteten Flugzeug in die australische Stadt Melbourne ausgeflogen werden. Fast 60 Prozent der mehr als 200 Menschen an Bord waren zuvor positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Acht Erkrankte wurden bereits in Krankenhäuser in Montevideo verlegt. Auf dem Schiff haben sich ursprünglich mehr als 210 Menschen befunden, die meisten Passagiere stammten aus Australien und Neuseeland.

+++ 03:59 Trump will Abschiebungen trotz Pandemie +++
US-Präsident Donald Trump will mit Sanktionen gegen Länder vorgehen, die während der Corona-Pandemie die Abschiebung ihrer Staatsangehörigen blockieren. Trump wies das Heimatschutzministerium an, das Außenministerium über derartige Vorfälle zu informieren. Das Außenministerium soll seinerseits innerhalb von sieben Tagen nach einer solchen Benachrichtigung einen Plan für die Verhängung von Visa-Sanktionen ausarbeiten. Staaten, die die Rücknahme von Staatsangehörigen während der Pandemie verweigern oder unnötig verzögerten, verursachten "inakzeptable Gesundheitsrisiken für die Amerikaner", hieß es. Die Anordnung soll zunächst bis Ende des Jahres gelten und beschränkt sich nicht auf bestimmte Länder.

+++ 03:13 Bankenverband fordert Hilfe von EZB +++
Der Bundesverband deutscher Banken fordert von der Europäischen Zentralbank (EZB) eine direkte Unterstützung europäischer Kreditinstitute in der Corona-Krise. Seit Mitte 2014 habe die EZB den europäischen Banken Negativzinsen in Höhe von fast 26,5 Milliarden Euro "abgenommen", sagte der Verbandspräsident Hans-Walter Peters der "Süddeutschen Zeitung". Dieses Geld sollte die EZB nun sozusagen zurückzahlen, forderte Peters. "Die Negativzinsen müssen abgeschafft werden. Die EZB muss in der Krise dieses Geld wieder an die Banken zurückgeben."

+++ 02:48 Über 1000 Tote in Brasilien +++
Als erstes Land Lateinamerikas hat Brasilien mehr als 1000 Todesfälle durch das Coronavirus bestätigt. Nach den jüngsten Zahlen des Gesundheitsministeriums lag die Zahl der Gestorbenen inzwischen bei 1056. Fast 20.000 Infektionen wurden demnach inzwischen registriert. Am 26. Februar war in Brasilien als erstem Land Süd- und Lateinamerikas ein Mensch positiv auf den Erreger Sars-CoV-2, der die Lungenkrankheit Covid-19 auslöst, getestet worden. Der rechte Präsident des portugiesischsprachigen Staates, Jair Bolsonaro, geriet in den vergangenen Wochen immer wieder in die Schlagzeilen, weil er die Gefährlichkeit des Virus herunterspielte.

+++ 01:50 Kliniken für Ostern gewappnet +++
Die Krankenhäuser in Deutschland rechnen an Ostern mit ausreichend Kapazitäten für die Behandlung von Corona-Patienten. "Mit überfüllten Notaufnahmen aufgrund von Corona-Verdacht rechnen wir nicht", sagte der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Er sei "optimistisch, dass die Versorgung der Covid-19-Patienten auch über Ostern ohne Engpässe gesichert ist". Die Kapazitäten der Kliniken seien "nach wie vor nicht ausgeschöpft". Gaß betonte, Bedingung sei aber immer, "dass die Infektionskurve weiterhin niedrig gehalten wird".

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+++ 00:56 Frankreich zählt jetzt 13.200 Tote +++
In Frankreich ist die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 auf rund 13.200 gestiegen. Die französischen Behörden melden 987 neue Todesopfer. Zuvor hatte Großbritannien schon mit 980 neuen Todesfällen mehr Tote binnen eines Tages gemeldet, als es das am stärksten von der Pandemie betroffene Italien bisher getan hat. In Frankreich wurden zuletzt vor allem verstärkt Todesfälle in Altenheimen registriert.

+++ 00:09 Juncker kritisiert Grenzschließungen +++
Der ehemalige EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker kritisiert die Einreisbeschränkungen, die Deutschland und viele andere Länder im Zuge der Corona-Krise erlassen haben: "Dass Deutschland seine Grenzen zu einem Land wie dem meinen einfach geschlossen hat, zu Luxemburg, wohin 200.000 Deutsche jeden Tag zur Arbeit pendeln, das hat einen sehr bitteren Nachgeschmack hinterlassen", sagte Juncker der "Welt" und weiteren europäischen Zeitungen. Juncker äußerte sein Unverständnis darüber, dass "Staaten, die vor 25 Jahren das erste Schengener Abkommen unterzeichnet haben, über Nacht auf die Idee kommen, dass eine simple Grenzschließung reicht, um einer so großen Herausforderung zu begegnen". Der frühere Kommissionspräsident forderte dem Bericht zufolge, der Gesundheitsschutz - speziell bei Epidemien - müsse künftig in die Zuständigkeit der EU fallen.

+++ 23:35 Bulgarien verlängert Maßnahmen bis Mitte Mai +++
Auch Bulgarien verlängert die Einschränkungen im Zuge der Corona-Krise. Die Schutzmaßnahmen sollen nun bis zum 13. Mai gelten. Dann soll auch der seit dem 13. März geltende Ausnahmezustand enden. Die Bulgaren dürfen unter anderem die Hauptstadt Sofia und die anderen 26 Regionalzentren ohne Passierschein und triftigen Grund nicht verlassen. Nur Lebensmittelläden, Apotheken, Banken und Tankstellen haben geöffnet. Bei einer Bevölkerung von knapp sieben Millionen Menschen hat das ärmste EU-Land mit rund 300 Krankenhäusern relativ viele Kliniken - in der Provinz fehlt es aber vielerorts an Geld, Ausstattung und Personal.

+++ 22:50 Papst vergleicht gestorbene Pfleger mit gefallenen Soldaten +++

Die Osterfeierlichkeiten im Vatikan finden dieses Jahr weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Papst Franziskus ist aber im Fernsehen zu sehen. In einer Live-Sendung bei Rai 1 hat er die im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie gestorbenen Pflegekräfte mit Soldaten im Krieg verglichen. Die in Ausübung ihrer Tätigkeit gestorbenen "Ärzte, Pfleger, Pflegerinnen, Ordensschwestern und Priester" seien "gefallen wie Soldaten an der Front", sagte Franziskus. "Sie haben ihr Leben aus Liebe gegeben."Am frühen Abend feierte Franziskus dann das Passionsamt im menschenleeren Petersdom.

+++ 22:14 Experte: Covid-19-Medikament kommt vielleicht noch 2020 +++
Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte rechnet bis zum Spätsommer mit ersten belastbaren Ergebnissen aus derzeit laufenden Studien zu Medikamenten gegen Covid-19. "Wenn die Daten es hergeben, bin ich sehr zuversichtlich, dass wir noch in diesem Jahr eine Zulassung erteilen können", sagt Institutschef Karl Broich dem Bonner "General-Anzeiger". "Klar ist aber auch: Bisher haben wir für kein Arzneimittel ausreichende Wirksamkeitsbelege."

+++ 21:55 Türkei verhängt Ausgangverbot für 31 Städte +++
Die türkische Regierung hat wegen der Corona-Krise für dieses Wochenende ein Ausgangsverbot in 31 Städten verhängt. Das beinhaltete auch die größte Stadt des Landes, die Millionenmetropole Istanbul, wie Gouverneur Ali Yerlikaya in einem Tweet bestätigte. Dem Innenministerium zufolge sind auch die Hauptstadt Ankara sowie die Großstädte Izmir und Antalya betroffen. Das Verbot gelte ab Mitternacht und bis Mitternacht in der Nacht zum Montag, hieß es in dem Tweet. Ob und inwieweit es Ausnahmen von dem angekündigten Ausgangsverbot gibt, war zunächst unklar.

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+++ 21:33 Bolsonaro ignoriert erneut Corona-Maßnahmen +++
Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro ist erneut durch Missachtung der Empfehlungen zur sozialen Distanz in der Corona-Krise aufgefallen. Der Sohn des Staatschefs, Eduardo Bolsonaro, twitterte ein Video von einem Besuch seines Vaters in einer Bäckerei in der Hauptstadt Brasília. Darauf ist zu sehen, wie der Präsident isst, trinkt und sich mit mehreren Menschen fotografieren lässt, die sich direkt neben ihn stellen. Manche der Personen tragen einen Mundschutz, Bolsonaro nicht. Bäckereien in Brasília dürfen nach den örtlichen Bestimmungen wegen des neuartigen Coronavirus derzeit ihre Produkte nur zum Außer-Haus-Verzehr verkaufen, wie das Nachrichtenportal "G1" berichtete.

+++ 21:03 Mehr als 13.000 Coronavirus-Tote in Frankreich +++
Mehr als 13.000 Menschen sind in Frankreich inzwischen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. In den vergangenen 24 Stunden seien 987 Todesfälle gemeldet worden, sagte der Generaldirektor für Gesundheit, Jérôme Salomon. Die Gesamtzahl der Toten sei damit auf 13.197 gestiegen. Unter den Opfern sei auch ein mit dem neuartigen Coronavirus infiziertes Kind, sagte Salomon. Allerdings sei noch unklar, ob es tatsächlich an der Covid-19-Erkrankung gestorben sei. "Die Gründe für seinen Tod scheinen vielschichtig."

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+++ 20:39 Trump rechnet mit weniger als 100.000 Toten in USA +++
US-Präsident Donald Trump geht davon aus, dass die USA weniger Todesopfer in Folge von Covid-19 zu beklagen haben werden als zunächst befürchtet. Es werde weniger als 100.000 Todesopfer geben, sagt Trump. Er deutete an, dass sich die Infektionsrate in den USA ihrem Höhepunkt nähere. Die Lage in den besonders betroffenen Städten New Orleans und Detroit stabilisiere sich. Nach Reuters-Berechnungen überstieg die Zahl der Todesopfer in den USA am Freitag 18.100.

Hinweis: Die wichtigsten Entwicklungen des Vortages zur aktuellen Lage rund um die weltweite Coronavirus-Pandemie können Sie hier nachlesen.

Quelle: ntv.de, vpe/ino/hny/dpa/AFP/rts