Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 23:55 Mehr als 220.000 Tote in den USA +++

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat sich am Abend selbst zu seiner Corona-Infektion geäußert. "Danke für die vielen guten Wünsche", twitterte er. "Ich bin in häuslicher Isolation und erhole mich mit aktuell nur Erkältungssymptomatik." Er wünsche allen, mit denen er Kontakt hatte, dass sie gesund blieben. "Geben wir weiter aufeinander acht!" Auf den Tweet antworten binnen einer Stunde mehr als 1000 Nutzer. Bereits zuvor hatten viele Politiker über Twitter Genesungswünsche übermittelt, darunter auch Friedrich Merz, der für den CDU-Vorsitz kandidiert. Spahn war heute als erster Minister der Bundesregierung positiv auf Corona getestet worden.

+++ 22:12 Negativer Schnelltest bei Familienministerin Giffey +++
Familienministerin Franziska Giffey ist negativ auf Corona getestet worden. Wie eine Sprecherin sagte, handelte sich um einen Schnelltest. Ein weiterer werde folgen. Zuvor war Bundesgesundheitsminister Jens Spahn als erster Minister der Bundesregierung positiv getestet worden. Er hatte am Vormittag noch an der Kabinettssitzung im Bundeskanzleramt teilgenommen und dort am Rande auch mit Giffey gesprochen, wie Fotos zeigen. Grund für den Test der Familienministerin sei aber vor allem die gemeinsame Pressekonferenz am vergangenen Freitag zur Lage der Kitas in der Pandemie gewesen, hieß es. Giffey hatte da sehr lange gemeinsam mit dem Gesundheitsminister auf dem Podium gesessen.

+++ 21:40 Erstmals mehr als 9000 Neuinfektionen in Deutschland +++
Die deutschen Gesundheitsämter haben einen neuen Höchststand bei den täglichen Neuinfektionen gemeldet. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben von 15 Landesbehörden hervorgeht, kamen damit binnen 24 Stunden 9411 neue Fälle hinzu. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 30 auf 9886 . Als aktuell infiziert gelten rund 76.000 Personen. Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,09 angegeben (Vortag: 1,25). Das bedeutet, dass im Durchschnitt 100 Infizierte rund 109 weitere Menschen mit Sars-CoV-2 anstecken. Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 1,17 (Vortag: 1,23).

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+++ 20:48 Toter bei Impfstoff-Studie von Astrazeneca +++
Während der Studie zu einem Corona-Impfstoff des Pharmakonzerns Astrazeneca in Brasilien ist ein Proband gestorben. Dies bestätigte die brasilianische Überwachungsbehörde für Gesundheit, Anvisa. Den Impfstoff hatte der britisch-schwedische Konzern in Zusammenarbeit mit der Universität Oxford entwickelt. Nach eigenen Angaben war die Anvisa bereits am Montag darüber informiert worden. Die Empfehlung laute, die Tests fortzusetzen. Der Fall werde derzeit geprüft, Daten über Freiwillige müssten vertraulich behandelt werden. Dem Fernsehsender "CNN Brasil" zufolge handelt es sich bei dem Toten um einen 28 Jahre alten Mann aus Rio de Janeiro, der wegen Komplikationen im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben sei. Die brasilianische Zeitung "O Globo" berichtete dagegen unter Berufung auf Quellen, die aus rechtlichen Gründen nicht genannt werden wollten, dass der betreffende Freiwillige nicht den Impfstoff, sondern ein Placebo bekommen habe. Offiziell äußerten sich zu dieser Frage zunächst weder das Labor noch die Testzentren oder die Anvisa. AstraZeneca hatte die klinische Studie für seinen vielversprechenden Corona-Impfstoff im September vorübergehend gestoppt - offenbar nicht zum ersten Mal.

+++ 20:30 Fast 27.000 neue Infektionen in Großbritannien +++
In Großbritannien sind innerhalb von 24 Stunden fast 27.000 Corona-Neuinfektionen registriert worden. Damit steigt die Gesamtzahl der Ansteckungen auf mehr als 789.000 und die Zahl der Todesfälle auf über 44.000, wie die Regierung mitteilte. Experten gehen von einer hohen Dunkelziffer wegen Mangel an Tests aus. Jeder Landesteil in Großbritannien entscheidet über seine eigenen Maßnahmen im Kampf gegen die zweite Ausbruchswelle. Besonders stark betroffen ist der Norden Englands, Teile von Wales, Schottland und Nordirland. In europäischen Statistiken zählt Großbritannien mit seinen knapp 67 Millionen Einwohnern zu den am schlimmsten von der Corona-Pandemie betroffenen Ländern.

+++ 19:59 Virologe Streeck: "Jetzt ist die Zeit, umzuschwenken" +++

+++ 19:41 Italien meldet neuen Höchststand bei Infektionen +++
Das Gesundheitsministerium in Rom teilt mit, in Italien ist mit über 15.000 neuen Infektionen innerhalb von 24 Stunden ein Rekord registriert worden. 127 Menschen sterben nach der Ansteckung. Das sind 89 mehr Todesfälle als am Dienstag. 16.18 Uhr - Ein Sprecher der polnischen Regierung teilt mit, dass zeitnah neue Maßnahmen im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus zu erwarten sind.

+++ 19:00 Spanien überschreitet als erstes EU-Land Millionen-Schwelle +++
In Spanien überschreitet die Zahl der Coronafälle zum ersten Mal in Europa die Schwelle von einer Million. Das geht aus am Mittwoch veröffentlichten Daten des Gesundheitsministeriums hervor.

+++ 18:42 Erste Region Sachsen-Anhalts zum Risikogebiet erklärt +++
Als erste Region Sachsen-Anhalts hat sich der Landkreis Jerichower Land zum Corona-Risikogebiet erklärt. Die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen habe einen Wert von 68,89 erreicht, teilte der Kreis mit. Ab einem Wert von 50 gilt ein Landkreis bundesweit als Risikogebiet. "Die Bevölkerung muss wissen, dass das Risiko sich anzustecken aktuell im Landkreis so hoch ist wie noch nie", teilte Landrat Steffen Burchhardt mit. "Wir müssen jetzt eine weitere Ausbreitung so schnell wie möglich stoppen." Der Anstieg der vergangenen Tage sei unter anderem auf private Feiern zurückzuführen. Die Kreisverwaltung reagierte mit verschärften Regeln. So sind im Jerichower Land ab sofort private Feiern auf 20 Teilnehmer begrenzt, unabhängig von Ort und Anlass. An fachkundig organisierten Feiern dürfen in geschlossenen Räumen 100 Menschen teilnehmen, draußen 150.

+++ 18:12 Brasiliens Gesundheitsminister positiv auf Corona getestet +++
Brasiliens Gesundheitsminister Eduardo Pazuello hat sich mit dem Coronavirus angesteckt. Pazuello sei positiv auf das Virus getestet worden, teilt sein Ministerium mit. Er ist bereits der dritte Gesundheitsminister des südamerikanischen Landes seit Beginn der Coronavirus-Pandemie.

+++ 17:37 In der Lombardei startet nächtliches Ausgangsverbot +++
Die italienische Region Lombardei hat wegen der stark steigenden Corona-Zahlen nächtliche Ausgangsverbote für die rund zehn Millionen Bürger erlassen. Die verschärften Regeln in der norditalienischen Region, zu der auch Mailand und Bergamo gehören, gelten nach dem Erlass ab Donnerstagabend. Die Menschen dürfen dann zwischen 23 Uhr und 5 Uhr ihr Haus nur noch aus wichtigem Grund wie Arbeit oder Krankheit verlassen. Nach Angaben der Zeitung "Corriere della Sera" können die Behörden bei Verstößen Strafen zwischen 400 und 3000 Euro verhängen.

+++ 17:10 Gesundheitsminister Spahn positiv auf Corona getestet +++

+++ 16:58 EU will Kanada von Liste sicherer Staaten streichen +++
Die EU will Kanada, Georgien und Tunesien von ihrer Liste jener Länder streichen, aus denen Einreisen ohne Auflagen erlaubt sind. Bei einem EU-Botschaftertreffen wird als Grund ein starker Anstieg der Infektionen genannt. Sollte kein EU-Land Einwände erheben, wird die Liste bis Ende der Woche entsprechend aktualisiert, wie zwei EU-Diplomaten sagen. Weil sich die Lage in Singapur entspannt hat, soll der südostasiatische Stadtstaat demnach neu aufgenommen werden. Zusätzlich gehören dann auch noch Australien, Japan, Neuseeland, Südkorea, Thailand, Uruguay, Ruanda sowie China zu den als sicher eingestufen Ländern. Einreisen aus der Volksrepublik werden allerdings trotzdem erst erlaubt, wenn China auch Reisende aus der EU ins Land lassen.

+++ 16:18 RKI: Neun Städte und Kreise können Infektionsschutz nicht vollständig leisten +++
Neun Städte und Landkreise in Deutschland sind nach Angaben des Robert-Koch-Instituts derzeit nicht in der Lage, den vorgeschriebenen Infektionsschutz in der Corona-Pandemie vollständig zu leisten. Die Engpässe umfassten zum Beispiel die Ermittlung von Fällen und die Nachverfolgung von Kontaktpersonen, teilte Sprecherin Susanne Glasmacher am Mittwoch mit und bestätigte einen Bericht der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Welche Regionen genau betroffen sind, könne die Behörde nicht sagen. Dazu seien Anfragen in den einzelnen Bundesländern nötig.

+++ 15:49 Briten starten Impfstoffstudie mit freiwillig Infizierten +++

+++ 15:13 NRW führt Maskenpflicht für Schüler auch im Unterricht wieder ein +++
Schüler ab der 5. Klasse müssen in Nordrhein-Westfalen nach den Herbstferien auch an ihrem Sitzplatz im Unterricht wieder Maske tragen. Die Regelung soll bis zu den Weihnachtsferien gelten, teilte das Schulministerium in einer Mail an alle Schulen mit.

+++ 14:56 Niederlande melden Rekordanstieg bei Infektionen +++
Die Niederlande erreichen mit 8500 Fällen einen Höchststand an Neuinfektionen, teilt das Nationale Institut für Öffentliche Gesundheit mit. Erst vor einer Woche wurden von der Regierung in Den Haag neue Maßnahmen zur Eindämmung der Viruspandemie beschlossen.

+++ 14:38 Frankreich will Gesundheits-Notstand verlängern +++
Frankreich will wegen der sich verschärfenden Coronavirus-Pandemie den Gesundheits-Notstand bis zum 16. Februar des kommenden Jahres verlängern. Ein Regierungssprecher kündigt an, am Donnerstag sollen die Warnungen in mehreren Regionen hochgestuft werden. Das bedeute, dass mehrere Departements Ausgangssperren erlassen müssten.

+++ 14:07 Söder: Testpflicht für Berufspendler aus Hotspots im Ausland +++
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder will im Freistaat eine Testpflicht für Berufspendler aus ausländischen Corona-Hotspots einführen. Wer sich binnen 14 Tagen vor der Einreise in einem Risikogebiet aufgehalten hat und nach Deutschland zum Arbeiten pendelt, soll künftig einmal pro Woche einen negativen Corona-Test vorweisen müssen. Das sagte Söder in einer Regierungserklärung zur Corona-Krise im Landtag in München.

+++ 13:54 Bundeswehr ist mit 1750 Soldaten im Virus-Einsatz +++
Die Bundeswehr stellt aktuell 1750 Soldatinnen und Soldaten für die Hilfe bei der Bewältigung der Corona-Krise in der zivilen Verwaltung ab. 1360 von ihnen seien in den Gesundheitsämtern bei der Kontaktverfolgung eingesetzt, sagt ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums. Einsatzort seien 127 Gesundheitsämter über alle Bundesländer verteilt. Etwa 400 Soldaten würden an Teststationen, in Altenheimen oder bei der Logistik unterstützen. Insgesamt ist die Bundeswehr den Angaben zufolge darauf eingerichtet, bis zu 15.000 Soldaten für die Corona-Hilfe einzusetzen.

+++ 13:45 Österreich meldet Höchstwert bei Neuinfektionen +++
In Österreich meldet mit 1958 Neuinfektionen binnen 24 Stunden einen Höchstwert seit dem Ausbruch der Pandemie. Insgesamt gab es bisher 69.409 Infektionen und 925 Todesfälle. 960 Personen werden derzeit aufgrund des Coronavirus im Krankenhaus behandelt, 147 davon auf Intensivstationen. Die meisten neuen Corona-Fälle wurden mit 524 Infizierten in der Hauptstadt Wien gezählt.

+++ 13:37 Tschechien kehrt in Lockdown zurück +++
Angesichts sprunghaft steigender Corona-Zahlen greift Tschechien zu drastischen Maßnahmen, die einem landesweiten Lockdown gleichkommen. Das Gesundheitssystem sei an den Grenzen seiner Kapazität, sagt Minister Roman Prymula. Die meisten Geschäfte und Dienstleistungen werden demnach ab morgen geschlossen. Zudem werden Ausgangsbeschränkungen wie im Frühjahr verhängt: Die Menschen sollen ihre Kontakte mit anderen auf die "absolut notwendige Zeit" begrenzen. Das gilt nicht für den Weg zur Arbeit, notwendige Einkäufe, Arzt- und Familienbesuche. Erlaubt sind auch Spaziergänge in Parks und der freien Natur.

+++ 13:16 Altmaier: Massive Welle von Investitionen kommt jetzt +++
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier mahnt Schnelligkeit bei öffentlichen Aufträgen an. "Eine massive Welle von Investitionen kommt jetzt", sagt der CDU-Politiker mit Blick auf die riesigen Corona-Hilfsmaßnahmen für die Wirtschaft. Sie müssten schnell und unbürokratisch umgesetzt werden. Dabei solle der Klimaschutz im Fokus stehen.

+++ 12:38 AfD-Fraktion stellt Schäuble Maskenpflicht-Ultimatum +++
Mehrere Abgeordnete und Mitarbeiter der AfD-Fraktion im Bundestag wollen ab der kommenden Woche im Parlament keinen Mund-Nasen-Schutz mehr tragen. Sie haben Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble deshalb eine Abmahnung mit der Aufforderung geschickt, die Allgemeinverfügung zur Maskenpflicht wieder aufzuheben. Dem CDU-Politiker wird dafür ein Ultimatum bis Freitag, 8 Uhr gesetzt. In dem Schreiben wird zwar Schäubles Hausrecht im Bundestag anerkannt, jedoch wird die Vorgabe einer Kleiderordnung abgelehnt. Demnach sei allein der Gesetzgeber ermächtigt gewesen, eine Maskenpflicht in den Räumen des Parlaments verbindlich anzuordnen.

+++ 12:02 Höchstwert: Polen verzeichnet mehr als 10.000 neue Ansteckungen +++
Die Zahl der Neuinfektionen in Polen steigt erneut auf einen Höchststand: Die Behörden melden 10.040 neue Fälle in den vergangenen 24 Stunden. Der Wert an täglichen Neuansteckungen hat sich demnach innerhalb von weniger als drei Wochen verdoppelt. Insgesamt verzeichnet das deutsche Nachbarland seit März 202.579 Ansteckungen. Zudem registrierte das Gesundheitsamt 130 neue Todesfälle. Die Zahl der im Zusammenhang mit Covid-19 Verstorbenen in Polen erhöhte sich auf insgesamt 3851.

+++ 11:32 Pandemie trieb britische Regierung zu Rekordverschuldung +++
Die britische Regierung hat sich wegen der schweren wirtschaftlichen Krise infolge der Corona-Pandemie eine Rekordsumme leihen müssen. Im ersten Halbjahr summierte sich die Kreditaufnahme auf 208,5 Milliarden Pfund (gut 228 Milliarden Euro), teilte das nationale Statistikamt mit. Das Bruttoinlandsprodukt war wegen der Pandemie im Frühjahr um rund ein Fünftel eingebrochen, was zu enormen Steuerausfällen führte. Zugleich versucht die Regierung, mit Mehrausgaben in Milliardenhöhe die wirtschaftlichen Folgen der Krise zu dämpfen.

+++ 11:19 Zwei Drittel der NRW-Bevölkerung leben in Risikogebiet +++
Rund 12 Millionen Einwohner Nordrhein-Westfalens leben in Städten oder Kreisen, die über der kritischen Schwelle von 50 Neuinfektionen liegen. Das geht aus dem jüngsten Datenstand des Robert Koch-Instituts (RKI) hervor. Das bevölkerungsreichste Bundesland NRW hat knapp 18 Millionen Einwohner. Mehrere Regionen des Landes verzeichnen mehr als 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche - darunter die Millionenstadt Köln mit einem Wert von 104,5.

+++ 10:56 Weil erwartet "knackige" Erhöhung der Kassenbeiträge +++
Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil warnt wegen der wachsenden Ausgaben für Corona-Tests vor Beitragssteigerungen der gesetzlichen Krankenversicherung. Zu erwarten seien "knackige Beitragserhöhungen" im kommenden Jahr, sagte der SPD-Politiker dem "Tagesspiegel". "Jetzt kommt ein richtiger Griff in die Kassen, das hält das System nicht aus." Er kritisierte Pläne der Bundesregierung, die Finanzreserven der gesetzlichen Krankenkassen von acht Milliarden Euro für die Bewältigung der Corona-Kosten heranzuziehen. Werden die Rücklagen aufgebraucht, könnten viele gesetzliche Krankenkassen in die roten Zahlen rutschen und die Zusatzbeiträge am Ende daher deutlich stärker steigen. "Beitragserhöhungen sind letztlich für die allermeisten Zahler verdeckte Steuererhöhungen", sagte Weil.

+++ 10:40 Russland meldet so viele Tote wie nie zuvor +++
In Russland hat die Zahl der täglichen Corona-Todesfälle einen neuen Höchststand erreicht. Binnen 24 Stunden sind dem Gesundheitsministerium zufolge 317 Verstorbene registriert worden. Die Gesamtzahl der amtlich gemeldeten Todesfälle im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion stieg somit auf 24.952. Zudem meldeten die russischen Behörden 15.700 Neuinfektionen. In dem Land, in dem rund 145 Millionen Menschen leben, wurden somit 1.447.335 Millionen Ansteckungsfälle registriert.

+++ 10:22 Steinmeier in Quarantäne erneut negativ getestet +++
Auch ein zweiter Corona-Test bei Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist negativ ausgefallen. Das teilte eine Sprecherin des Bundespräsidialamts mit. Das zuständige Gesundheitsamt habe festgelegt, dass das Staatsoberhaupt noch bis zum 29. Oktober in Quarantäne bleiben müsse, hieß es weiter. Steinmeier hatte sich am Wochenende selbst in Quarantäne begeben, nachdem einer seiner Personenschützer positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Ein erster Test bei ihm fiel negativ aus.

+++ 09:51 Infektionszahlen in Tschechien schießen auf neuen Höchstwert +++
Fast 12.000 neue Fälle an einem Tag: In Tschechien ist die Zahl der Neuinfektionen auf einen neuen Höchstwert gestiegen. Das Gesundheitsministerium meldete 11.984 neu erkannte Ansteckungen binnen 24 Stunden, nachdem gestern ein Tagesanstieg von 8075 Fällen registriert worden war. Insgesamt verzeichnet das deutsche Nachbarland seit März 193.946 Ansteckungen. Die Zahl der registrierten Todesfälle in Tschechien erhöhte sich um 42 auf insgesamt 1619.

+++ 09:35 Söder: "politisch-mentales Problem" im Virus-Kampf +++
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat zu einer "nationalen Kraftanstrengung" im Kampf gegen die Corona-Krise aufgerufen. Deutschland habe bei der Bewältigung der Pandemie derzeit kein logistisches, sondern ein "politisch-mentales" Problem, sagte der CSU-Chef im ZDF. "Seit Monaten wird das Thema zerredet, kleingeredet, es wird schöngeredet", sagte Söder. Es sei aber wichtig, die Pandemie wieder als Herausforderung zu verstehen. Zudem bekräftigte er seine Forderung, das Infektionsschutzgesetz an das aktuelle Pandemiegeschehen anzupassen sowie mehr nationale Regeln im Kampf gegen die Krise zu haben. Er glaube ein "grundlegender Durchgriff", der in einem nationalen Pandemieplan erfolge, würde auch vor Ort helfen.

+++ 09:21 Zahl der Neuinfektionen in Indien steigt wieder an +++
Der Abwärtstrend bei den täglichen Corona-Fallzahlen in Indien hält an, jedoch verzeichnet das Land wieder einen Anstieg der täglich registrierten Ansteckungen. Das Gesundheitsministerium meldete 54.044 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Noch gestern war mit 46.790 Neuansteckungen der geringste Wert seit rund drei Monaten registriert worden. Insgesamt haben sich nun mehr als 7,65 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Die Zahl der Menschen, die mit oder an dem Virus starben, stieg um 717 auf 115.914.

+++ 09:10 Unions-Fraktionsvize pocht auf Bundestagsentscheidung zu Lockdown +++
Der stellvertretende Unions-Fraktionsvorsitzende Carsten Linnemann fordert im Falle eines erneuten bundesweiten Lockdowns, statt der Ministerpräsidentenrunde das Parlament entscheiden zu lassen. Er sei zwar gegen einen solchen Lockdown, sagte Linnemann im "Frühstart" von RTL und ntv. "sollte es dennoch zu so einer Entscheidung kommen, dann muss die meines Erachtens im Deutschen Bundestag gefällt werden und nicht durch diese Runde." Zudem erneuerte der CDU-Politiker seine Forderung, keine "Drohkulisse" gegenüber den 95 Prozent der Bürger aufzubauen, die sich an die Corona-Regeln hielten. "Wo immer noch mit Hunderten von Familienmitgliedern Hochzeiten gefeiert werden, wo Partys gemacht werden, dort sollte man ansetzen", sagte er.

+++ 08:48 EU erwägt weitere Hilfen für Mitgliedsstaaten +++
Die EU will notfalls weitere Maßnahmen zur Unterstützung der Mitgliedsstaaten genehmigen, sollte deren Volkswirtschaft unter einem weiteren Anstieg der Infektionszahlen leiden. Man beobachte die Situation weiterhin genau, sagt EU-Kommissionsvize Valdis Dombrovskis der italienischen Zeitung "La Stampa" auf die Frage nach einem neuen Wiederaufbaufonds. Demnach sei die EU notfalls "bereit, mit neuen Vorschlägen zu reagieren". Eine neue Corona-Welle werde sich sicherlich auf die Herbstprognose der EU-Kommission auswirken.

+++ 07:57 Fast jede dritte Region ist Virus-Brennpunkt +++
Den achten Tag in Folge verzeichnet Deutschland so viele Coronavirus-Problemzonen wie nie zuvor. Dem jüngsten Datenstand (21. Oktober, 0 Uhr) des Robert-Koch-Instituts (RKI) zufolge überschreiten 133 Regionen die zwischen Bund und Ländern vereinbarte Obergrenze von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Das entspricht einem Zuwachs von vier Regionen im Vergleich zum Vortag. Damit gilt fast jede dritte Region unter den 400 Städten und Landkreisen sowie den vom RKI separat ausgewiesenen zwölf Berliner Bezirken als Corona-Hotspot. Am stärksten betroffen bleibt der bayerische Landkreis Berchtesgadener Land mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 262,4 (Vortag: 236,0 | Montag: 252,1) Neuinfektionen je 100.000 Einwohner. Seit gestern befindet sich der Brennpunkt im sogenannten Lockdown. Am zweitstärksten bleibt die niedersächsische Stadt Delmenhorst mit einem Wert von 205,0 (Vortag: 211,5 | Montag: 127,6) betroffen. Mehr dazu lesen Sie hier.

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+++ 07:47 Nur eine deutsche Region ohne Neuinfektionen +++
Die Gesamtzahl der deutschen Regionen, die in den vergangenen sieben Tagen keine neuen Fälle gemeldet haben, verharrt dem jüngsten Datenstand (21. Oktober, 0 Uhr) des Robert-Koch-Instituts (RKI) zufolge auf dem niedrigen Stand von eins. Demnach verzeichnet bundesweit nur noch der niedersächsische Landkreis Wittmund null Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Der ebenfalls in Niedersachsen liegende Landkreis Lüchow-Dannenberg, der gestern noch als einzige deutsche Region eine Sieben-Tage-Inzidenz von Null verzeichnet hatte, weist nun den Wert von 18,6 auf.

+++ 07:22 Deutschland sagt Nato Soldaten für mögliche Corona-Einsätze zu +++
Deutsche Soldaten könnten während der zweiten Welle der Pandemie zu Kriseneinsätzen in andere Nato- und Partnerländer geschickt werden. Wie ein Sprecher des Verteidigungsministeriums sagt, hat die Bundesregierung der Nato Unterstützung für deren Notfallplan "Allied Hand" zugesagt. Demnach würden bei Bedarf medizinisches Personal, Pioniere und Experten aus der Truppe für die Abwehr von atomaren, biologischen oder chemischen Gefahren für Auslandseinsätze bereitgestellt. Insgesamt soll die Entsendung von rund 160 Spezialisten möglich sein. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 06:46 RKI meldet 7595 Neuinfektionen +++
Im Lauf des Dienstags sind den Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) zufolge (Datenstand: 21. Oktober, 0 Uhr) 7595 neue Corona-Infektionsfälle gemeldet worden. Damit steigt die Gesamtzahl der Menschen, die sich mit dem Virus angesteckt haben, auf 380.762. Weitere 39 Menschen sind laut den RKI-Angaben unter Berufung auf die Landesgesundheitsämter binnen 24 Stunden im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Damit klettert die Zahl der Todesfälle auf 9875. Die Zahl der Genesenen liegt laut RKI bei etwa 302.100.

+++ 06:31 Infektionsangst: Uruguays Ex-Präsident gibt Senatssitz auf +++
Aus Furcht vor einer Infektion mit dem Coronavirus gibt Uruguays populärer Ex-Präsident José Mujica seinen Sitz im Senat auf. "Ich gehe, weil die Pandemie mich rauswirft", sagt der 85-Jährige in seiner Abschiedsrede. "Senator zu sein bedeutet, mit den Menschen zu sprechen und überall hinzugehen. Ich bin doppelt gefährdet: wegen meines Alters und wegen meiner chronischen Immunerkrankung." Mit Mujica zog sich auch der frühere Präsident Julio María Sanguinetti aus dem Senat zurück. Mujica ist ein Idol der lateinamerikanischen Linken. In seiner Amtszeit galt er als ärmster Präsident der Welt.

+++ 06:11 Esken: Maßnahmen nötigenfalls in Parlamenten überarbeiten +++
SPD-Chefin Saskia Esken betont die Bedeutung der Parlamentsbeteiligung an den Corona-Maßnahmen. Sie sagt zugleich aber auch: "Für die Corona-Krise gibt es kein Drehbuch, wie Olaf Scholz einmal gesagt hat. Deshalb müssen Politik und Verwaltung unter Umständen schnell auf Entwicklungen reagieren können, ohne dabei die Geeignetheit und die Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen aus dem Auge zu verlieren." Viele der Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung griffen jedoch tief in die Freiheitsrechte der Bürgerinnen und Bürger ein, erläutert Esken. "Ich finde es deshalb wichtig, dass wir ihre Legitimität in den Parlamenten immer wieder debattieren und nötigenfalls überarbeiten, um die Akzeptanz und Gerichtsfestigkeit der Pandemiebekämpfung zu stärken. Wenn es darum geht, die zweite Infektionswelle bewältigen und mit Zuversicht auf die Adventszeit blicken zu können, dann braucht es genau diese Akzeptanz und die Einhaltung der Maßnahmen."

+++ 05:47 Kassenärzte kritisieren "Angsterzeugung" +++
Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) kritisiert den Ton im Zusammenhang mit der Verschärfung von Corona-Maßnahmen. "Wir glauben, dass etwas mehr Ruhe und Sachlichkeit und etwas weniger Bedrohlichkeit vielleicht helfen könnten, die nächsten eineinhalb Jahre auch noch zu überstehen", sagt der stellvertretende KBV-Vorsitzende und Allgemeinmediziner Stephan Hofmeister. Drohungen und Angsterzeugung seien immer ein schlechter Ratgeber und nicht nachhaltig.

+++ 05:22 Fluggesellschaft Cathay Pacific streicht 8500 Stellen +++
Mit drastischen Einschnitten reagiert die Hongkonger Fluggesellschaft Cathay Pacific auf die Folgen der Krise. Das Unternehmen kündigt die Streichung von 8500 Stellen an - das entspricht rund einem Viertel der Gesamtbelegschaft. 5900 Jobs sollen demnach direkt wegfallen, 2600 derzeit offene Stellen werden nicht nachbesetzt. Die zum Konzern gehörende Regionalfluggesellschaft Cathay Dragon muss als Teil der Maßnahmen komplett den Betrieb einstellen. Eigentlich ist Hongkong eines der geschäftigsten Drehkreuze für Langstreckenflüge weltweit. Die Pandemie hat jedoch dazu geführt, dass das tägliche Passagieraufkommen von Cathay Pacific um 99 Prozent gesunken ist. Der Großteil der Flugzeuge muss als Reaktion auf Grenzschließungen und Quarantäneregeln am Boden bleiben.

+++ 04:59 Amazon verlängert Home-Office-Option +++
US-Mitarbeiter des Online-Riesen Amazon, deren Arbeit von zu Hause aus erledigt werden kann, dürfen bis Ende Juni 2021 im Home-Office bleiben. Die Verlängerung sei eine Richtlinie für alle Länder, in denen Amazon tätig sei, sagt eine Unternehmenssprecherin. Zuvor war das Arbeiten vom heimischen Schreibtisch aus bis Januar möglich.

+++ 04:26 Lombardei verhängt nächtliche Ausgangssperre +++
Die norditalienische Region Lombardei verhängt wegen der Ausbreitung des Coronavirus eine nächtliche Ausgangssperre. Ab Donnerstag müssen die Menschen von 23 Uhr bis 5 Uhr zu Hause bleiben, wie die Behörden mitteilten. Ausnahmen sind aus medizinischen oder beruflichen Gründen möglich. Die Maßnahme soll bis zum 13. November dauern. Auch in der süditalienischen Region Kampanien soll ab Freitag eine nächtliche Ausgangssperre gelten.

+++ 03:53 Spahn nennt strikte Ausgangsbeschränkungen in Berchtesgaden "genau richtig" +++
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn begrüßt die rigorosen Ausgangsbeschränkungen im bayerischen Landkreis Berchtesgadener Land begrüßt. Für die dortigen Einwohner bringe der neue Corona-Lockdown "zwar harte zwei, drei Wochen", sagte Spahn im ZDF. Doch helfe die Maßnahme, um die Ausbreitung des Virus "auch wirklich effizient wieder unter Kontrolle zu bringen". Dies sei besser als mit innerdeutschen Reisebeschränkungen zu reagieren. Er finde das Vorgehen der bayerischen Landesregierung "genau richtig".

+++ 03:22 Städtetag kritisiert Förderkonzept zur Belüftung an Schulen +++
Schulen profitieren nach Meinung des Städtetags in Nordrhein-Westfalen kaum von der Förderung des Bundes für Belüftungsanlagen. Das berichtet die "Rheinische Zeitung" unter Berufung auf den Hauptgeschäftsführer des Städtetages NRW, Helmut Dedy. "Viele Schulgebäude haben gar keine Anlage, über die sich Lufttemperatur, Luftfeuchte und Luftqualität beeinflussen lassen und die sich mit zusätzlichen Filtern weiter verbessern ließe", sagt Dedy dem Bericht zufolge. Die Anschaffung mobiler Lüftungsanlagen werde aber nicht gefördert, fügt er hinzu. Deshalb sei die Förderrichtlinie höchstens für einige öffentliche Gebäude, nicht jedoch für Schulgebäude relevant.

+++ 02:34 Lauterbach und Bouffier rechnen mit lokalen Shutdowns +++
Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach und der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier rechnen in der näheren Zukunft mit weiteren regionalen Beschränkungen wie in Berchtesgaden. "Dinge wie in Berchtesgaden werden wir jetzt häufiger sehen", sagt Lauterbach den Zeitungen der "Funke Mediengruppe". "Wir können nur reagieren durch lokale Shutdowns, insofern sind die auch angemessen." Bouffier spricht sich daher gegen die Forderung des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder aus, mehr Zuständigkeiten bei der Pandemiebekämpfung von der Landes- auf die Bundesebene zu verlagern. "Gerade die föderale Struktur der Bundesrepublik macht es möglich, zielgerichtete Maßnahmen zu ergreifen und so deren Wirksamkeit zu erhöhen", sagt Bouffier der Zeitungsgruppe in einem separaten Interview.

+++ 01:52 Insgesamt fast 155.000 Tote in Brasilien +++
Das Coronavirus breitet sich in Brasilien weiter aus. Das Gesundheitsministerium meldet 23.227 Neuinfektionen. Damit steigt die Gesamtzahl der Ansteckungen auf knapp 5,3 Millionen. Die Zahl der Todesfälle legte binnen 24 Stunden um 661 auf 154.837 zu. Brasilien weist in der Pandemie nach den USA und Indien weltweit die meisten Infektionen und Todesfälle auf.

+++ 01:10 Erste Corona-Anleihe der EU stößt auf große Nachfrage +++
Die erste Kreditaufnahme der Europäischen Union zur Bewältigung der Corona-Krise ist nach Angaben der Finanzagentur Bloomberg auf enorme Nachfrage gestoßen. Während eines Verkaufs zweier Anleihen im Gesamtwert von 17 Milliarden Euro seien insgesamt Gebote über 233 Milliarden Euro eingegangen, berichtete Bloomberg unter Berufung auf informierte Personen. Die Nachfrage war damit fast 14-mal so hoch wie das Emissionsvolumen, was ein außergewöhnlich hoher Wert ist. Mit dem Geld soll das sogenannte SURE-Programm der EU-Kommission finanziert werden. Es ist Teil des Corona-Aufbaupakets und soll vor allem der Finanzierung von Kurzarbeit in den Mitgliedstaaten dienen.

+++ 00:46 First Lady sagt Wahlkampfauftritt an Trumps Seite wegen Husten ab +++
First Lady Melania Trump sagt den ersten Wahlkampfauftritt an der Seite von US-Präsident Donald Trump seit fast zwei Monaten ab. Melania Trump leide unter einem "anhaltenden Husten" und werde aus Vorsicht nicht reisen, teilt ihre Sprecherin Stephanie Grisham mit. Ihr gehe es nach ihrer Genesung von Covid-19 aber jeden Tag besser. Melania Trump sollte ihren Ehemann zu dessen Wahlkampfveranstaltung am Dienstagabend (Ortszeit) in Erie im umkämpften Bundesstaat Pennsylvania begleiten.

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+++ 00:34 Fed-Vertreter: Zweite Welle belastet Wirtschaft nicht so sehr +++
Die US-Wirtschaft wird nach Einschätzung eines Vertreters der Notenbank Federal Reserve weniger durch eine zweite Infektionswelle belastet als zunächst angenommen. "Es sieht so aus, als würden wir uns da durchkämpfen, egal wie schrecklich die Konsequenzen für Haushalte und Familien im ganzen Land auch sind", sagt der Chef des Fed-Ablegers in Chicago, Charles Evans.

+++ 00:07 Bulgariens Präsident muss in Selbstisolation +++
Der bulgarische Präsident Rumen Radew muss sich nach Einschätzung des heimischen Gesundheitsministeriums in Selbstisolation begeben. Radew sei in Kontakt mit einem Militärvertreter gekommen, der später positiv auf Corona getestet worden sei, erklärt Gesundheitsminister Kostadin Angelow. Radew habe heute nach einer abgebrochenen Reise nach Estland zwar ein negatives Testergebnis vorgelegt, es müsse aber noch ein zweiter Test abgewartet werden. Der Termin eines zweiten Tests sowie die voraussichtliche Dauer einer möglichen Quarantäne bleiben zunächst unklar. Der Präsident selbst betont, er habe sich immer strikt an Regeln zum Gesundheitsschutz gehalten, sei bei bester Gesundheit und symptomfrei.

+++ 23:31 Virologin Ciesek: Zwei Faktoren entscheiden, wie wir durch den Winter kommen +++
Wie gut Deutschland durch den Winter kommt, hängt nach Ansicht der Frankfurter Virologin Sandra Ciesek vor allem von zwei Faktoren ab: "Das eine ist der öffentliche Gesundheitsdienst - wie klappt die Nachverfolgung", sagt sie im NDR-Podcast "Coronavirus-Update": "Wenn die Gesundheitsämter das nicht mehr schaffen, dann führt das zu diesem berühmten Kipppunkt und die Dynamik der Verbreitung würde sich schlagartig ändern können." Der andere wichtige Baustein sei die Kontaktbeschränkung - also das Verhalten jedes Einzelnen. "Wir machen es dem Gesundheitsamt viel schwerer, wenn wir viele Kontaktpersonen haben." Wichtig findet es Ciesek auch, beim Testen nicht nachzulassen. "Wenn Sie nur noch die Symptomatischen testen, würde das schneller voranschreiten. Das halte ich für keine gute Idee."

+++ 22:56 Übersterblichkeit: Rund 300.000 mehr Tote in den USA als gewöhnlich +++
Während der Pandemie sind in den USA knapp 300.000 mehr Menschen gestorben als im Durchschnitt der vergangenen Jahre, teilen die US-Seuchenbehörden CDC mit. Etwa zwei Drittel der zusätzlichen Todesfälle zwischen dem 26. Januar und dem 3. Oktober seien wahrscheinlich auf das Coronavirus zurückzuführen. Die sogenannte Übersterblichkeit ist Epidemiologen zufolge die beste Möglichkeit, die tatsächliche Zahl der Toten bei einem Krankheitsausbruch zu ermitteln. Laut den CDC sind übermäßig viele Menschen mit hispanischen und afroamerikanischen Wurzeln an dem Virus gestorben. Auch in der Gruppe der 25- bis 44-Jährigen sei die Zahl der Todesfälle höher gewesen als in der Vergangenheit.

+++ 22:28 Intensivmediziner: Kein Engpass bei Betten, aber beim Personal +++
Den Kliniken in Deutschland droht durch den Anstieg der Covid-19-Patienten kein Kollaps, es könnte aber zu Engpässen in anderen Bereichen kommen. Diese Auffassung vertritt Stefan Kluge, der Chef der Intensivmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf im NDR-Podcast "Coronavirus-Update". Er sprach dort neben der Frankfurter Virologin Sandra Ciesek. Aktuell würden sechs Prozent der "Testpositiven" stationär im Krankenhaus aufgenommen, sagte Kluge.

Ungefähr zwei Prozent der Infizierten müssten auf eine Intensivstation. Die Gesamtzahl der Intensivpatienten mit Covid-19 sei derzeit "noch relativ moderat". Auch auf weiter steigende Patientenzahlen sei das Gesundheitswesen vorbereitet. "Es wird keiner in Deutschland sterben, weil er kein Beatmungsbett bekommt. Das wird nicht passieren", sagt Kluge. Freie Intensivbetten gebe es derzeit genug - der Engpass sei das Personal. "Der Pflegemangel ist unser Hauptproblem." Das sei schon vor Corona so gewesen. Wenn mehr Covid-Patienten auf Intensivstationen behandelt werden müssen, müsse man Personal innerhalb der Klinik umverteilen "und das führt zu einer Leistungseinschränkung der übrigen Bereiche, das muss uns ganz klar sein".

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+++ 22:06 Wieder mehr als 20.000 neue Fälle in Frankreich +++
Frankreich registriert wieder deutlich mehr Neuinfektionen. Das Gesundheitsministerium beziffert die bestätigten Ansteckungen der vergangenen 24 Stunden mit 20.468, nachdem es am Montag noch 13.243 waren. Allerdings sind die Zahlen am Montag tendenziell niedriger, weil am Sonntag weniger getestet wird. Die Gesamtzahl der Fälle erreichte mit den Zahlen vom Dienstag 930.745. Wenn der gegenwärtige Trend anhält, könnte die Marke von einer Million noch vor dem Wochenende überschritten werden. Die Zahl der Todesopfer erhöhte sich um 262 auf 33.885.

+++ 21:32 Zwei Bundesländer erreichen Höchstwerte +++
Gleich zwei Bundesländer verzeichnen Höchstwerte an Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Berlin meldet 822 neue Fälle, Mecklenburg-Vorpommern 72 - so viel wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Ebenfalls zwei Bundesländer übermittelten vierstellige Zahlen: In Bayern kamen 1166 und in Nordrhein-Westfalen 2151 Neuinfektionen hinzu.

+++ 21:03 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 7570 Neuinfektionen gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 376.488 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit binnen 24 Stunden 7570 neue Fälle hinzu. Bei den Zahlen vom Dienstag fließen Nachmeldungen einiger Bundesländer vom Wochenende mit ein. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 56 auf 9856. Als aktuell infiziert gelten rund 70.300 Personen.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,25 angegeben (Vortag: 1,35). Das bedeutet, dass im Durchschnitt 100 Infizierte rund 125 weitere Menschen mit Sars-CoV-2 anstecken. Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 1,23 (Vortag: 1,25). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 879 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 411 davon werden beatmet. Rund 8870 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

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Quelle: ntv.de, cri/fzö/dpa/rts/AFP