Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 23:59 Gewerkschaft kritisiert mögliche Impf-Abfrage von Schulbeschäftigten +++

Eine mögliche Impfstatus-Abfrage von Schulbeschäftigten in Niedersachsen stößt auf Kritik bei der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). "So etwas würde den Datenschutz aushebeln und ist angesichts der schon bekannten Impfquote von mehr als 95 Prozent bei den Schulbeschäftigten völlig überflüssig", sagt die GEW-Landesvorsitzende Laura Pooth in einer Mitteilung. Das Kultusministerium in Hannover wies auf Anfrage darauf hin, dass es keine Pflicht zu dieser Abfrage gibt, sondern die Möglichkeit. Diese sei ausdrücklich nur für Schulen vorgesehen, an denen vulnerable Schüler unterrichtet würden.

+++ 23:00 Schweiz bietet kostenlose Tests zehn Tage länger an +++
Die Schweiz bietet länger als geplant kostenlose Covid-Tests an. Statt wie bisher bis zum 1. Oktober übernimmt die Regierung die Kosten für die Tests nun bis zum 10. Oktober. Personen, die bereits eine Impfdosis erhalten haben, sollen sich sogar bis Ende November gratis testen lassen können. Die meisten großen Parteien hatten sich zuvor dafür ausgesprochen, weiterhin kostenlose Tests anzubieten, unter anderem um Konflikte in der Bevölkerung zu vermeiden. Die Regierung bleibe aber bei der Einschätzung, dass es nicht Aufgabe der Allgemeinheit sei, die Testkosten für Personen zu übernehmen, die sich nicht impfen lassen wollten. Das Land hat eine der niedrigsten Durchimpfungsraten Westeuropas.

+++ 22:20 Städte in NRW bereiten Wahllokale auf Maskengegner vor +++
Vor der Bundestagswahl am Sonntag bereiten sich viele nordrhein-westfälische Städte auf Maskenverweigerer in den Wahllokalen vor. In Köln werden mobile Urnen außerhalb der Gebäude aufgestellt für "diejenigen, die partout keine Maske tragen wollen", sagte ein Stadtsprecher. In Städten wie Aachen, Duisburg oder Essen liegen in den Wahllokalen Masken bereit. Falls sich Wahlberechtigte dennoch weigern, einen Mund-Nasen-Schutz aufzusetzen, soll etwa in Aachen der Betrieb für sie kurz unterbrochen werden, wie eine Stadtsprecherin mitteilte. Auch in Essen muss der Raum nach Angaben der Stadtverwaltung leer sein, damit Menschen ohne Maske ihre Stimme abgeben können. Danach werde desinfiziert und gelüftet. Städte wie Duisburg oder Münster halten sich eng an die "Handreichung des Bundeswahlleiters": Demnach können Menschen unter bestimmten Voraussetzungen im Ausnahmefall auch ohne Maske wählen - etwa, wenn kein Andrang herrscht und die Größe des Wahlraums berücksichtigt wird.

+++ 21:40 Bolsonaro hinterfragt Quarantäne-Anordnung +++
Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro hat die ihm auferlegte Quarantäne nach dem positiven Corona-Test seines Gesundheitsministers während einer Dienstreise in New York in Frage gestellt. Er habe deswegen bei der Gesundheitsüberwachungsbehörde Anvisa nachgefragt, sagte Bolsonaro in einer Übertragung in sozialen Medien. Bolsonaro befindet sich nach der Rückkehr aus den USA laut brasilianischen Medienberichten derzeit für fünf Tage in Isolation im Regierungspalast in der Hauptstadt Brasília. Danach wolle er einen neuen Test machen.

+++ 21:00 Neun Bundesländer verzeichnen steigende Inzidenz +++
Während bundesweit die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt, melden heute neun von 16 Bundesländern steigende Werte im Vergleich zum Vortag: Mit einer Ansteckungsquote von 115,7 liegt Spitzenreiter Bremen weiterhin als einziges Bundesland über der 100er-Marke. Zuwächse verzeichnen auch Bayern, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, das Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. In sechs Ländern sinkt der Wert, in Berlin stagniert er. Die geringste Ansteckungsquote pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen weist nur noch hauchdünn Mecklenburg-Vorpommern mit 30,6 vor Schleswig-Holstein mit 30,7 auf.

+++ 20:25 Datenlage in Deutschland: 70 neue Todesfälle +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 4.184.454 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 9457 neue Fälle hinzu. Bei den Infektionen ist das ein Rückgang um 9,3 Prozent zum vergangenen Freitag, als 10.429 Fälle gemeldet worden waren.

Während der Negativtrend bei den Fallzahlen bereits seit zwei Wochen anhält, zeigt sich bei der Anzahl der übermittelten Todesfälle weiterhin keine Entspannung: Im Laufe des Tages wurden bundesweit insgesamt 70 Todesfälle an die Länder übermittelt. Am Freitag der Vorwoche waren es zwar 71, aber der Wert liegt klar über dem aktuellen Wochenmittel von 62 Toten: In der Vorwoche lag der Wochendurchschnittswert noch bei 45. Die Zahl der Corona-Toten seit Pandemiebeginn steigt damit auf 93.306. Als aktuell infiziert gelten rund 152.500 Personen.

Die Ansteckungsrate (Sieben-Tage-R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,96 angegeben (Vortag: 0,91). Damit liegt der Wert noch unter 1, was bedeutet, dass das Infektionsgeschehen abflaut. Laut DIVI-Register werden in Deutschland derzeit 1434 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 825 davon werden beatmet. Rund 3950 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.

+++ 19:40 "Lassen Sie das nicht Ihre Tragödie werden": Biden mahnt zur Impfung +++
Nach der Zulassung von Corona-Auffrischungsimpfungen für bestimmte Bevölkerungsgruppen in den USA hat Präsident Joe Biden dringend dazu aufgerufen, das Angebot zu nutzen. Biden appellierte bei einer Ansprache im Weißen Haus an die Berechtigten, sich eine dritte Impfung geben zu lassen, sobald sie an der Reihe seien. Es sei eine Tragödie, dass noch immer Menschen sterben müssten, weil sie ungeimpft seien. "Bitte lassen Sie das nicht Ihre Tragödie werden", mahnte der Präsident. Die US-Arzneimittelbehörde FDA hatte Corona-Auffrischungsimpfungen mit dem Mittel von Biontech/Pfizer für ältere Menschen und Risikogruppen am Mittwochabend genehmigt. Am späten Donnerstag sprach sich schließlich auch ein Beratergremium der US-Gesundheitsbehörde CDC dafür aus.

+++ 19:10 Amnesty kritisiert Biontech: "Menschenrechtsverletzung" +++
Amnesty International wirft reichen Ländern und Pharmafirmen im Zusammenhang mit der Impfstoffbeschaffung Menschenrechtsverletzungen vor. Dass reiche Länder Corona-Impfstoffe auf Lager hielten, während Millionen Menschen in ärmeren Ländern dringend auf eine Impfchance warteten, sei inakzeptabel, sagte Generalsekretärin Agnes Callamard bei einem Briefing der Journalistenvereinigung ACANU in Genf. Sie kritisierte namentlich die Pharmafirmen Biontech, Pfizer, Moderna und Johnson und Johnson. Sie warf ihnen vor, aus Gier und Profitgründen die Impfstoffe extra knapp zu halten, um hohe Preise erzielen zu können

+++ 18:40 Sputnik nicht überall akzeptiert: Russische Delegation droht Europarat mit Absage +++
Aus Ärger über Corona-Beschränkungen hat die russische Delegation ihre persönliche Teilnahme an einer anstehenden Sitzung eines Europarat-Gremiums im französischen Straßburg in Frage gestellt. "Unter dem Vorwand von Hygienemaßnahmen" seien die mit dem russischen Präparat Sputnik V geimpften Politiker in Straßburg in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt, schrieb der Leiter der Delegation, Pjotr Tolstoj, auf Telegram. Sputnik V ist in der EU bislang nicht zugelassen. Die Russen würden in eine "diskriminierte Position" gebracht, schrieb Tolstoj. Die viertägige Sitzung der Parlamentarischen Versammlung des Europarats soll am Montag beginnen. In Frankreich sind Restaurant- und Barbesuche nur mit Test-, Impf- oder Genesungsnachweis möglich. Für den Impfnachweis gelten nur in der Europäischen Union zugelassene Impfstoffe. Ein Sprecher des Europarats sagte, dass für die Teilnahme an der Sitzung selbst jedoch jedes Vakzin akzeptiert werde.

+++ 18:10 Gericht bestätigt Maskenpflicht im Wahllokal +++
Auch Kritiker der staatlichen Corona-Maßnahmen müssen bei der Bundestagswahl an diesem Sonntag im Wahllokal eine Maske tragen. Das hat das Oberverwaltungsgericht (OVG) für das Land Nordrhein-Westfalen nun klargestellt. Das Gericht in Münster wies den Eilantrag eines Mannes aus Ennigerloh im Kreis Warendorf ab. Der Antragsteller sieht durch die Maske sein allgemeines Wohlbefinden und seine Konzentration beeinträchtigt. Außerdem wollte er mit dem Verweigern der Maske seine kritische Haltung gegenüber den staatlichen Corona-Maßnahmen ausdrücken, heißt es in einer Mitteilung des OVG. Die Maskenpflicht verletze ihn in seinem Wahlrecht, so der Mann. Dieser Sicht folgte das Gericht nicht: Die Maskenpflicht sei verhältnismäßig und hindere nicht an der Stimmabgabe. Der Beschluss ist unanfechtbar (Az.: 13 B 1534/21.NE).

+++ 17:39 Côte d'Azur kein Hochrisikogebiet mehr +++
Frankreich ist nach Einschätzung der Bundesregierung ab Sonntag bis auf einige Überseegebiete kein Corona-Hochrisikogebiet mehr. Wie das Robert-Koch-Institut mitteilte, wird auch die entsprechende Einstufung für die südostfranzösische Region Provence-Alpes-Côte d'Azur zurückgenommen. Sie war als letztes Gebiet des französischen Kernlands noch Hochrisikogebiet. Zudem nimmt die Bundesregierung die Länder Japan und Senegal ab Sonntag von der Liste der Hochrisikogebiete. Neu hinzu kommt in Europa Slowenien. Im Falle Frankreichs bleiben folgenden Übersee-Territorien noch auf der Liste der Hochrisikogebiete: Guadeloupe, Martinique, St. Barthélemy, St. Martin, Französisch-Guayana und Französisch-Polynesien. Neu hinzu kommt am Sonntag auch Neukaledonien im Pazifik. Einreisende aus Hochrisikogebieten müssen für zehn Tage in Quarantäne.

+++ 17:09 Urteil: Fitnessstudio darf Vertrag nicht wegen Lockdown verlängern +++
Ein Fitnessstudio darf einen Vertrag nicht um die Zeit der coronabedingten Schließung verlängern. Dies untersagte das Landgericht Würzburg einem Betreiber von Fitnessstudios und gab damit einer Klage des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) statt. Der Verband hatte E-Mail-Anschreiben des Betreibers als irreführend kritisiert. Das Urteil ist für Verbraucher „ein positives Signal", erklärte vzbv-Rechtsreferentin Jana Brockfeld. Das Gericht sehe weder eine rechtliche Grundlage für die Zahlung von Beiträgen während der behördlich angeordneten Schließmonate noch für die einseitige Vertragsverlängerung. (Az. 11 O 684/21 UWG)
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+++ 16:35 Hinweis auf Tankstellen-Mord: Maskengegnerin bedroht Bahnreisende +++
In Rheinland-Pfalz soll eine Maskenverweigerin eine Mitfahrerin im Zug bei Bad Kreuznach getreten haben. In Anspielung auf die tödlichen Schüsse in Idar-Oberstein bedrohte sie die Frau auch, wie die Polizei mitteilte. Die Geschädigte sei am Donnerstagnachmittag in die Regionalbahn eingestiegen, als sie von der anderen Reisenden von hinten in den Oberschenkel getreten worden sei. Die Frau fragte nach dem Grund des Angriffs und forderte die Mitreisende auf, eine Maske aufzusetzen. Daraufhin habe die Mitreisende die Frau beleidigt und gesagt, sie wisse ja, was in Idar-Oberstein passiert sei. Weil sie sich weigerte, sich gegenüber der Frau auszuweisen, schoss diese ein Foto von ihr und kontaktierte die Bundespolizei. Dort liefen aktuell die Ermittlungen. Die Behörde veranlasste auch die Videoauswertung in der Regionalbahn, auf welcher die Angreiferin gut zu erkennen sei.

+++ 16:05 STIKO rät zu Grippe-Covid-Kombi-Impfung +++
Impfungen gegen Corona und Grippe können nach einer Empfehlung der Ständigen Impfkomission (STIKO) nun an einem Termin erfolgen. Geraten wird dabei zu einem Zeitpunkt ab Oktober. Voraussetzung sei, dass es sich beim Influenza-Vakzin um einen Totimpfstoff handele, teilte die STIKO mit. Totimpfstoffe enthalten inaktivierte Viren oder Bestandteile der Viren. Bei den in Deutschland zugelassenen Influenza-Impfstoffen für Kinder und Erwachsene handelt es sich nach Angaben des Robert-Koch-Instituts meist um Totimpfstoffe.
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+++ 15:35 STIKO gibt keine Booster-Empfehlung für alle Senioren +++
Die Ständige Impfkommission (STIKO) spricht sich in ihrer aktuellen Empfehlung bislang nicht für generelle Auffrischungsimpfungen bei Senioren aus - obwohl ältere Menschen diese in Deutschland bereits bekommen können. Empfohlen wird eine Booster-Dosis mit einem mRNA-Impfstoff aber für Menschen mit Immunschwäche, heißt es in einem vom Robert Koch-Institut veröffentlichten Papier. Die STIKO arbeite derzeit die Studienlage für eine Auffrischimpfung anderer Bevölkerungsgruppen auf. Eine Entscheidung soll es in den kommenden Wochen geben. Die STIKO ist mit ihrer Empfehlung damit zurückhaltender als die Gesundheitsministerkonferenz. Diese hatte Anfang August beschlossen, dass ein Booster ab 60 Jahren wahrgenommen werden könne - frühestens sechs Monate nach der vollständigen Impfung und nach "individueller Abwägung, ärztlicher Beratung und Entscheidung".

+++ 15:00 "Mehrere Faktoren": Spahns Ministerium erklärt sinkende Inzidenz +++
Der derzeitige Rückgang der Corona-Infektionszahlen ist nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums auf mehrere Faktoren zurückzuführen. Ein Grund sei der Rückgang des Sommerreiseverkehrs, sagte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums. Auch eine Abnahme der zum Schulanfang festgestellten Infektionen sei zu verzeichnen. Zudem trügen die erreichte Impfquote sowie die vielerorts eingeführten 2G- beziehungsweise 3G-Regelungen wahrscheinlich zu einer Abnahme der Infektionen bei. "Grundsätzlich ist es aber noch zu früh, von einer Entwarnung oder von einem anhaltenden Trend zu sprechen", betonte der Ministeriumssprecher zugleich. Laut Robert-Koch-Institut liegt der Wert derzeit bei 62,5.

+++ 14:30 Lohneinbußen für Ungeimpfte: Beamte müssen weiter bezahlt werden +++
Spätestens ab dem 1. November sollen Ungeimpfte für ihre Quarantänezeit keinen Lohn mehr bekommen. Das gilt für Angestellte, ist aber für Beamte nicht einfach übertragbar. Der Grund ist ein arbeitsrechtlicher: So handelt es sich bei der Besoldung von Beamten um eine Alimentation, nicht um einen Verdienst. "Wir prüfen derzeit das weitere Vorgehen", sagte ein Sprecher des bayerischen Finanzministeriums der "Berliner Zeitung". Für eine "möglichst einheitliche Lösung in Deutschland" seien weitere Abstimmungsgespräche mit Bund und Ländern erforderlich. Die "Anwendung der Regelung auf das Beamtenrecht" werde derzeit beim bayerischen Finanzministerium geprüft. Die Gesundheitsminister hatten am Mittwoch beschlossen, dass die Lohnfortzahlung für Arbeitnehmer mit Impfempfehlung im Falle einer Quarantäne ausgesetzt werden soll.

+++ 14:00 "Wieder normal leben": Norwegen hebt Beschränkungen auf +++
Norwegen beendet seine Einschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Die Restriktionen würden am Samstagnachmittag aufgehoben, kündigt Ministerpräsidentin Erna Solberg heute an. "Es ist 561 Tage her, dass wir die härtesten Maßnahmen in Norwegen in Friedenszeiten eingeführt haben. Jetzt ist die Zeit gekommen, zu einem normalen Alltag zurückzukehren." Mehrere Maßnahmen waren bereits gelockert worden, nun fällt auch das Abstandsgebot weg. Restaurants können damit wieder ihre volle Kapazitäten ausschöpfen, ebenso wie Nachtclubs, Sportarenen und andere Veranstaltungshäuser. "Kurz gesagt: Wir können jetzt wieder normal leben", so Solberg. Zugleich betont sie, dass die Pandemie noch nicht vorbei sei. "Menschen werden immer noch erkranken und darum ist es notwendig, dass sich alle impfen lassen." Wer sich infiziere, müsse nach wie vor in Isolation, um eine Ausbreitung des Virus zu verhindern.

+++ 13:25 Impftempo lahmt auch kurz vor der Bundestagswahl +++
Das deutsche Impftempo nimmt kurz vor der Bundestagswahl nicht zu. Im Lauf des gestrigen Tages wurden den offiziellem Angaben aus dem Impfquoten-Monitoring zufolge bundesweit insgesamt 256.635 Impfdosen verabreicht. Die Tagesleistung liegt damit um knapp 18.000 Infektionen unter dem Niveau von Donnerstag der Vorwoche. Die einfache Impfquote steigt von 67,5 auf 67,6 Prozent. Damit sind insgesamt rund 56,198 Millionen Menschen in Deutschland mindestens einmal geimpft. Die harte Impfquote der Komplettgeimpften klettert von 63,6 auf 63,7 Prozent. Rund 53 Millionen Einwohner Deutschlands sind vollständig geimpft. Mehr als 543.000 Menschen haben bereits eine Booster-Impfung erhalten.

+++ 12:54 Hospitalisierungsinzidenz sinkt in den meisten Bundesländern +++
Die Zahl der Krankenhauseinweisungen - der wesentliche Parameter für eine Verschärfung der Corona-Einschränkungen - geht in den meisten Bundesländern zurück. So sind die aktuellen Werte von Freitag in 11 von 16 Ländern laut Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) kleiner als die Vergleichszahl der Vorwoche. In vier Bundesländern war diese Hospitalisierungsinzidenz etwas höher als vor sieben Tagen (Hamburg, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Thüringen), in Mecklenburg-Vorpommern blieb sie stabil. Bundesweit gab das RKI die Zahl der Krankenhauseinweisungen pro 100.000 Einwohner und Woche am Freitag mit 1,58 an - ein Rückgang um 0,3 im Vergleich zur Vorwoche. Besonders hoch ist diese Inzidenz demnach in Bremen (3,38), Hessen, Rheinland-Pfalz (je 1,88) und Bayern (1,84). Niedrige Werte melden das Saarland (0,81), Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg (beide 0,87).

+++ 12:19 Russland meldet so viele Corona-Tote wie noch nie an einem Tag +++
Russland meldet 828 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus, so viele wie nie zuvor binnen 24 Stunden. Zugleich haben die Behörden nach eigenen Angaben 21.379 Neuinfektion innerhalb eines Tages verzeichnet. Am Vortag waren es 21.438.

+++ 11:43 Saarland will Maßnahmen ab 1. Oktober weiter lockern +++
Die saarländische Landesregierung plant ab dem 1. Oktober weitere Lockerungen von Corona-Maßnahmen in verschiedenen Bereichen. "Wir wollen unser Saarland-Modell für die Phase der dank hoher Impfquote und erfolgreicher Teststrategie abklingenden Pandemie mutig weiterentwickeln", teilt Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans mit. Der Ministerrat werde die neue Verordnung voraussichtlich am Dienstag (28. September) beschließen. Anschließend werde über Details informiert. "Unser Ziel ist es, für mehr Klarheit und eine Vereinfachung der Regeln zu sorgen und eine Perspektive für Veranstaltungsbranche, Gastronomie, Clubs, Kultur und Hotellerie zu ermöglichen. So viel Beschränkung wie nötig - so viel Freiheit wie möglich: Das ist und bleibt unser Leitmotiv", so Hans.

+++ 11:08 Schleswig-Holsteins Impfzentren kosteten 66 Millionen Euro +++
Der Aufbau und Betrieb der 28 Impfzentren in Schleswig-Holstein hat nach Angaben des Gesundheitsministeriums rund 66 Millionen Euro gekosten. Davon tragen das Land und der Bund jeweils die Hälfte. "Alle Beteiligten haben in einem beispiellosen Kraftakt effizient, unkompliziert und bürgernah den Betrieb der Impfzentren sichergestellt", sagt Gesundheitsminister Heiner Garg. Er spricht von einer "logistischen Mammutaufgabe". In den vergangenen Monaten hatten knapp 940.000 Menschen in einem Impfzentrun ihre Erstimpfung erhalten. Insgesamt verabreichten die Mitarbeiter dort 1.796.963 Spritzen. Derzeit werde von Kosten in Höhe von 32 Euro pro Impfung ausgegangen, so Garg.

+++ 10:36 Japans Gesundheitsminister will Einschränkungen aufheben +++
Japans Gesundheitsminister Norihisa Tamura stellt angesichts einer Verbesserung der Corona-Lage eine baldige Aufhebung von Eindämmungsmaßnahmen in den meisten Teilen des Landes in Aussicht. Ende des Monats könne es so weit sein, sagt er vor Journalisten. "Das Kabinett wird eine endgültige Entscheidung nach Anhörung von Expertenmeinungen treffen." Die hochansteckende Delta-Variante hatte in Japan eine fünfte Corona-Welle ausgelöst. Die Regierung weitete darum Restriktionen aus. Unter anderem wurde an Restaurant-Betreiber appelliert, früher zu schließen und keinen Alkohol auszuschenken. Zudem sollen die Japaner soweit wie möglich von zu Hause aus arbeiten und auf Reisen verzichten.

+++ 10:02 Militär unterstützt stark belastete Krankenhäuser in Nordirland +++
Das britische Militär will in Nordirland mehrere Krankenhäuser unterstützen, die wegen Corona-Patienten stark belastet sind. Rund 100 Militärmediziner sollen in bis zu drei Krankenhäusern in nordirischen Städten zum Einsatz kommen, wie der Sender Sky News unter Berufung auf das britische Verteidigungsministerium am Freitag berichtet. Auch mehrere schottische Krankenhäuser werden Berichten zufolge vom Militär unterstützt. Nordirland gehört mit Wales und Teilen von Schottland derzeit zu den am stärksten von der Pandemie betroffenen Teilen des Vereinigten Königreichs. Die Sieben-Tage-Inzidenz der britischen Provinz liegt aktuell bei 431. In den vergangenen Monaten hat trotz einer hohen Impfquote im Land auch der Druck auf die Krankenhäuser wieder zugenommen.

+++ 09:49 Laschet hätte Quarantäne mit Lindner und Baerbock verbracht +++
Corona-Quarantäne mit anderen Spitzenkandidaten? Wenn es dazu gekommen wäre, hätte Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet seine Kontrahenten Christian Lindner von der FDP und Grünen-Chefin Annalena Baerbock als Begleiter ausgewählt. Das sagte der CDU-Chef im ZDF-"Morgenmagazin". "Wenn es so gewesen wäre, glaube ich, dass mit Christian Lindner - mit dem ich befreundet bin - ich gerne in der Quarantäne wäre. Wir hätten eine Menge zu streiten, aber auch sich auszutauschen", so Laschet. An zweiter Stelle nannte er die Kanzlerkandidatin der Grünen. "Annalena Baerbock muss ich noch besser kennenlernen, und ich glaube, in so einer Quarantäne könnte man eine Menge miteinander diskutieren."

+++ 09:21 Umfrage: Mehrheit der Deutschen gegen Ende aller Auflagen +++
Die meisten Deutschen sind gegen ein rasches Ende aller Corona-Auflagen. Bei einer Online-Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Yougov wandten sich 61 Prozent der Befragten gegen eine sofortige Aufhebung aller Beschränkungen. 33 Prozent wären hingegen dafür. "In Deutschland waren zuletzt rund 62 Prozent der Menschen vollständig geimpft", lautete die Frage. "Sollten in Deutschland jetzt alle Beschränkungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie aufgehoben werden?" 33 Prozent lehnten dies kategorisch ab, 28 Prozent antworteten mit "eher nein". 19 Prozent sind entschieden für eine Aufhebung, 14 Prozent wählten "eher ja". Die stärkste Ablehnung eines sofortigen Endes aller Beschränkungen gab es bei alten Menschen.

+++ 08:55 US-Behörde CDC gibt grünes Licht für Booster-Shots +++
Nach der US-Arzneimittelbehörde FDA gibt auch die amerikanische Seuchenschutzbehörde CDC grünes Licht für Auffrischungsimpfungen mit dem Vakzin von Biontech und Pfizer. Sie empfiehlt sogenannte Booster-Shots frühestens sechs Monate nach der ersten Impfserie für bestimmte Personengruppen. Dazu zählen den Angaben nach mindestens 65-Jährige und Langzeit-Bewohner von Pflegeheimen sowie zwischen 50- und 64-Jährige, die medizinisch vorbelastet sind. 18- bis 49-Jährige können eine Auffrischung erhalten nach Abwägung des individuellen Nutzen und Risikos. Infrage kommen außerdem 18- bis 64-Jährige, die einem erhöhten Ansteckungsrisiko ausgesetzt sind. Die FDA hatte das Biontech-Mittel als ersten Impfstoff für Auffrischungen zugelassen.

+++ 08:19 Dutzende Verstöße bei Gastro-Kontrollen in Berliner Bezirk festgestellt +++
Polizei und Ordnungsamt haben bei Gaststätten-Kontrollen in Berlin-Tempelhof mehrere gefälschte Corona-Bescheinigungen entdeckt sowie etliche Verstöße gegen die Infektionsschutzverordnung festgestellt. Das berichtet der "Tagesspiegel" unter Berufung auf das zuständige Bezirksamt. Die Kontrollen betrafen demnach sieben Betriebe und fanden den Angaben zufolge verdachtsunabhängig in der Nacht vom vergangenen Sonnabend auf Sonntag statt. Neben den allgemeinen Gewerbekontrollen habe der Schwerpunkt bei der Kontrolle der 3G-Regel in der Innengastronomie gelegen. Dabei hätten sich eine Reihe von Testbescheinigungen als Fälschungen herausgestellt. 56 Personen seien angetroffen und kontrolliert worden, wobei 45 Verstöße gegen die Berliner Infektionsschutzverordnung festgestellt worden seien.

+++ 07:47 Ökonomen: Ungeimpfte kosten Gesundheitssystem 120 Millionen Euro +++
Ökonomen haben vor den immensen Kosten durch die Behandlung von ungeimpften Covid-Patienten für das Gesundheitssystem gewarnt. Wie die "Welt" berichtet, zeigen Berechnungen des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW), dass durch die medizinische Behandlung von Ungeimpften seit Juli Kosten von mindestens 120 Millionen Euro entstanden sind. Grundlage der Berechnungen waren Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) sowie die von der AOK angegebenen durchschnittlichen stationären Behandlungskosten für Corona-Patienten von 10.200 Euro.

+++ 07:10 WHO empfiehlt erstmals vorbeugende Therapie bei Covid-Risikopatienten +++
Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt erstmals ein Medikament als Vorbeugung gegen eine schwere Covid-19-Erkrankung bei infizierten Risikopatienten. Sie verweist auf Studien, wonach die Antikörper-Kombination aus Casirivimab und Imdevimab von der US-Firma Regeneron und dem Schweizer Unternehmen Roche deren Überlebenschancen verbessern kann. In Deutschland wird diese Antikörper-Kombination bereits in speziellen Fällen für Corona-Patienten eingesetzt. Viele Länder, die selbst keine Risikobewertungen machen können, warten aber auf solche WHO-Empfehlungen. Auch Hilfsorganisationen setzen in der Regel nur von der WHO empfohlene Mittel ein.

+++ 06:39 Kinderschutzbund kritisiert Vorstoß zur Aufhebung aller Beschränkungen +++
Der Deutsche Kinderschutzbund äußert sich empört über den Vorstoß, zu einem Stichtag alle Corona-Eindämmungsmaßnahmen zu beenden. "Die Debatte um das Fallenlassen aller Maßnahmen ignoriert völlig die Belange der Bevölkerungsgruppen, die sich nicht impfen lassen können, und das sind insbesondere alle Kinder unter zwölf Jahren", sagt der Bundesgeschäftsführer der Organisation, Daniel Grein, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Die Anliegen von Kindern fanden in der Pandemie ohnehin zu wenig Gehör", so Grein. Die aktuelle Debatte reihe sich in diese Erfahrung ein. Die Langzeitfolgen einer Covid-Erkrankung seien gerade auch bei Kindern noch nicht ausreichend klar. "Deshalb ist es zynisch, die Kinder jetzt diesem Risiko unkontrolliert aussetzen zu wollen."

+++ 06:15 Auch nach Corona planen Deutsche weniger Geschäftsreisen +++
Trotz fortschreitender Impfkampagne planen die Menschen in Deutschland weniger Geschäftsreisen als vor der Pandemie. Das zeigt eine Yougov-Umfrage im Auftrag der NUMA Group. Nur zehn Prozent der Befragten gaben an, während der Pandemie auf Geschäftsreise gewesen zu sein. Gerade einmal fünf Prozent gaben an, nach der Pandemie wieder erheblich öfter verreisen zu wollen. Dagegen wollen 55 Prozent der Umfrageteilnehmer ihr geschäftliches Reiseverhalten auch nach der Pandemie nicht ändern.

+++ 05:44 Australien: Jeder zweite Erwachsene geimpft +++
Australien meldet, dass mehr als die Hälfte aller Erwachsenen nun vollständig gegen das Corona-Virus geimpft ist. Australien kämpft derzeit noch mit einer dritten Welle. Die beiden größten Städte des Landes Sydney und Melbourne sowie die Hauptstadt Canberra befinden sich deswegen immer noch im Lockdown. Weil das Land lange durch eine rigorose No-Covid-Strategie das Virus aussperren konnte, ist die Impfkampagne nur angsam angelaufen.

+++ 05:03 RKI meldet 9727 Neuinfektionen, Inzidenz weiter rückläufig +++
Die Gesundheitsämter haben dem Robert-Koch-Institut 9727 Neuinfektionen gemeldet, 1295 weniger als am vergangenen Donnerstag. Die Sieben-Tage-Inzidenz geht von 63,1 am Vortag auf 62,5 zurück. Steigend ist die Zahl der Todesfälle. 65 weitere Menschen sind im Zusammenhang mit dem Virus gestorben, vor einer Woche waren es 20.

+++ 04:09 Lauterbach: "Gegen Grippe und Corona gleichzeitig impfen" +++
Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach plädiert für eine gleichzeitige Impfung gegen Grippe und Corona, um die Impfquote zu erhöhen. "Es wäre gut, wenn die Hersteller sehr schnell mit einem Kombi-Impfstoff für Grippe und Corona auf den Markt kämen. Aber selbst ohne gekoppelten Impfstoff sollten die Menschen bei einer Grippe-Impfung sich auch direkt gegen Corona impfen lassen", sagte Lauterbach der "Rheinischen Post". Die bisherige Praxis einer 14-tägigen Pause zwischen den Impfungen sei aus seiner Sicht nicht mehr nötig. Mögliche Impfwirkungen nach einer Corona-Impfung könnten Ärzte auch bei gleichzeitiger Grippe-Impfung erkennen, so der SPD-Politiker.

+++ 03:24 Urteil: Schlachtbetrieb zu Recht geschlossen +++
Der Kreis Coesfeld hat einen Schlachtbetrieb von Westfleisch in der ersten Phase der Corona-Pandemie zu Recht geschlossen. Für die befristete Maßnahme seien die Vorgaben des Infektionsschutzgesetzes erfüllt gewesen. Das entschied das Verwaltungsgericht Münster. Geklagt hatte die Firma Westfleisch mit Sitz in Münster. Der Kreis hatte den Schlacht- und Zerlegebetrieb in Coesfeld am 8. Mai 2020 vorübergehend stillgelegt, nachdem 171 Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden waren. Das Gericht ließ keine Berufung zu.

+++ 02:20 Kubas Präsident beklagt ungleiche Impfstoff-Verteilung +++
Der kubanische Präsident Miguel Díaz-Canel hat bei der UN-Generaldebatte die ungleiche Verteilung von Coronavirus-Impfstoffen angeprangert. Mehr als 80 Prozent der bisher eingesetzten Dosen seien in Ländern mit mittlerem bis hohem Einkommensniveau verabreicht worden, deren Einwohner weit weniger als die Hälfte der Weltbevölkerung ausmachten, sagte er in einer aufgezeichneten Rede, die in New York gezeigt wurde. "Hunderte Millionen Menschen in einkommensschwachen Ländern warten noch immer auf ihre erste Dosis und können nicht abschätzen, ob sie diese jemals erhalten werden."

+++ 01:32 Hausdurchsuchung wegen gefälschter Impfbücher +++
Bei einer Wohnungsdurchsuchung in Wipperfürth im Oberbergischen Kreis haben Beamte bei einem Paar zwei gefälschte Impfbücher entdeckt. Der 37-Jährige und seine 39 Jahre alte Lebensgefährtin hatten sich zuvor in einer Apotheke den digitalen Impfnachweis ausstellen lassen. Als die Daten noch einmal überprüft wurden, gab es Unstimmigkeiten: Das angegebene Impfzentrum hat das Paar nie immunisiert. Polizisten durchsuchten daraufhin die Wohnung und nahmen die Mobiltelefone sowie die Impfnachweise mit. Den Mann und die Frau erwartet ein Strafverfahren wegen Urkundenfälschung.

+++ 00:39 2G-Modell macht Friseuren die Arbeit leichter +++
Hessens Friseure ziehen rund eine Woche nach dem Start des 2G-Optionsmodells bei den Corona-Regeln ein positives Resümee. Die neue Möglichkeit sei eine "Arbeitserleichterung" und gebe "ein Stück Normalität" zurück, sagte Landesinnungsmeister Kay-Uwe Liebau. Für geimpfte oder genesene Besucher und Kunden gelten beim 2G-Modell in den teilnehmenden Einrichtungen - Restaurants, Cafés, Kinos oder Friseursalons - keine Maskenpflicht und keine Abstandsregeln.

+++ 23:43 Servus TV zeigt impfkritische Doku mit Schweiger +++
Der Dokumentarfilm über mögliche Risiken von Corona-Impfungen für Kinder, in dem auch Til Schweiger zu Wort kommt, und der deshalb im Vorfeld viel diskutiert wurde, ist erstmals im Fernsehen gezeigt worden. Der Salzburger Sender Servus TV, der zum Red-Bull-Konzern gehört, strahlte "Eine andere Freiheit" am Donnerstagabend in Österreich aus. Schweigers Tochter war nach einer Schweinegrippe-Impfung an Narkolepsie erkrankt. In der österreichischen Produktion treten fast ausschließlich Mediziner und Künstler auf, die Zweifel an der Sicherheit von Corona-Impfungen für Kinder äußern. Servus TV ist dafür bekannt, Kritikern von Corona-Maßnahmen und Impfungen größeren Raum zu geben als andere österreichische Sender. Der deutsche Ableger von Servus TV zeigt die Impf-Doku am Freitagabend.

+++ 23:09 Griechenland: Justiz soll Anzeigen von Corona-Leugnern ablehnen +++
Die Justiz in Griechenland will künftig bei Strafanzeigen von Impfgegnern und Corona-Leugnern keine Verfahren mehr einleiten, wenn sich die Beschwerden gegen die Einhaltung von Corona-Maßnahmen richten. Das teilte der Staatsanwalt des obersten griechischen Gerichtshofes, Vassilis Pliotas, in einem Rundschreiben an die Staatsanwälte im ganzen Land mit. Die Juristen sollen die Fälle sofort prüfen. Sie sollen die Anzeige aber als unzulässig ablehnen, wenn es dem Anzeigeerstatter offensichtlich darum geht, die vom Staat erlassenen Corona-Maßnahmen auszuhebeln. Vorausgegangen war eine Anzeigenwelle von Impfgegnern und Corona-Leugnern in den vergangenen Wochen, die sich vor allem gegen Lehrer und Ärzte richtete.

+++ 22:15 Ansteckung im Schulbus: Ausbrüche an neun Schulen +++
An neun Schulen im hessischen Main-Kinzig-Kreis hat es eine auffällige Häufung an Corona-Infektionen gegeben. Insgesamt wurden bislang 82 Fälle bestätigt, wie ein Sprecher in Gelnhausen mitteilte. Der Kreis geht davon aus, dass sich ein Großteil der Kinder in der vergangenen Woche bei einer Fahrt im Schulbus angesteckt hat. Betroffen sind demnach vor allem Schüler der Bergwinkel-Grundschule in Schlüchtern. Der private Rundfunksender "Hit Radio FFH" hatte über den Corona-Ausbruch berichtet. An allen Schulen, die von der Buslinie angefahren werden, wurden eine Maskenpflicht und tägliche Schnelltests angeordnet.

+++ 21:42 RKI zählt fast 50.000 Impfdurchbrüche +++
Seit Beginn der Impfkampagne hat das Robert-Koch-Institut insgesamt 47.753 mutmaßliche Impfdurchbrüche identifiziert und die Fälle den verschiedenen Herstellern zugeordnet. Bei den absoluten Zahlen ist allerdings zu berücksichtigen, dass die Vakzine in unterschiedlicher Menge in Deutschland verimpft wurden. Bereits vergangene Woche hatte es Berichte gegeben, dass es bei dem Impfstoff von Johnson&Johnson auffällig häufig zu Impfdurchbrüchen komme. Falls sich das bestätigt, könnten für Empfänger dieses Vakzins Auffrischungsimpfungen ratsam sein.

+++ 21:05 Gegen den Trend: Inzidenzen der gefährdeten Gruppen sinken nicht +++
Während die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz inzwischen auf 63,1 gesunken ist, kletterte sie in der 37. Kalenderwoche bei den 0- bis 14-Jährigen auf fast 139. Laut dem jüngsten Wochenbericht des Robert-Koch-Instituts sind Kinder damit weiterhin die am stärksten betroffene Altersgruppe.

Zugleich zeigen die RKI-Daten, dass die Inzidenz in der Altersgruppe der über 80-Jährigen nicht zurückgeht - entgegen dem allgemeinen Trend bei den Fallzahlen. Auch in der Altersgruppe 65 bis 79 Jahre fällt der Rückgang nicht so deutlich aus wie bei den jüngeren Erwachsenen. Damit wirkt sich die derzeitige Entspannung bei den Fallzahlen nicht auf die besonders gefährdeten Personengruppen aus, die häufig schwere Krankheitsverläufe entwickelt.

+++ 20:35 Vier Bundesländer mit steigender Inzidenz +++
In vier von 16 Bundesländern steigt die Sieben-Tage-Inzidenz im Vergleich zum Vortag an: Mit einem Wert von 110,2 liegt Spitzenreiter Bremen weiterhin als einziges Bundesland über der 100er-Marke. Zuwächse verzeichnen auch Baden-Württemberg, Sachsen und Thüringen. In elf Ländern sinkt der Wert. Die geringste Ansteckungsquote pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen weist Mecklenburg-Vorpommern mit 27,4 auf, wo die Inzidenz im Vergleich zum Vortag stagniert.

+++ 20:05 Datenlage in Deutschland: Mehr als 10.000 neue Fälle +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 4.174.997 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 10.153 neue Fälle hinzu. Bei den Infektionen ist das ein Rückgang um 16,5 Prozent zum vergangenen Donnerstag, als 12.651 Fälle gemeldet worden waren.

Bei der Anzahl der übermittelten Todesfälle geht der Trend allerdings weiterhin in die andere Richtung: Im Lauf des Tages wurden bundesweit insgesamt 62 Todesfälle an die Länder übermittelt. Das entspricht auch dem aktuellen Wochenmittel und bedeutet einen deutlichen Anstieg: Am vergangenen Donnerstag hatten die Landesbehörden 25 neu erfasste Sterbefälle gezählt. Die Zahl der Corona-Toten seit Pandemiebeginn steigt damit auf 93.236. Als aktuell infiziert gelten rund 153.600 Personen.

Die Ansteckungsrate (Sieben-Tage-R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,91 angegeben (Vortag: 0,86). Damit liegt der Wert weiterhin unter 1 und das Infektionsgeschehen flaut ab. Laut DIVI-Register werden in Deutschland derzeit 1448 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 832 davon werden beatmet. Rund 3947 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.

Die früheren Entwicklungen lesen Sie hier.

Quelle: ntv.de, mau/ino/dpa/AFP/rts

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