Panorama

Schlepperboote beschossen 34 Flüchtlinge ertrunken

Vor der Küste Jemens sind erneut mindestens 34 Flüchtlinge aus Somalia und Äthiopien ertrunken. Menschenhändler hätten die Flüchtlinge gezwungen, ins Meer zu springen, nachdem zwei ihrer Boote nahe der Küstenstadt Bir Ali von jemenitischen Soldaten unter Beschuss genommen worden seien. Das teilte das Flüchtlingshilfswerk UNHCR in Genf mit. Der genaue Hergang sei allerdings noch unklar.

Insgesamt waren drei Boote mit 365 Flüchtlingen aus Äthiopien und Somalia an Bord in den Zwischenfall verwickelt, der sich bereits am Freitag ereignet habe. Die Schmuggler stammten zumeist aus Somalia.

Allein in diesem Jahr sind dem UNHCR zufolge mehr als 5600 Flüchtlinge an der Küste Jemens angelandet. Mindestens 200 Menschen kamen ums Leben. Die meisten der Flüchtlinge sind Somalis, die den Bürgerkrieg und die Anarchie in ihrer Heimat hinter sich lassen wollen.

Im vergangenen Jahr sollen mindestens 26.000 Flüchtlinge die Meerenge zwischen Somalia und Jemen überquert haben.

Quelle: ntv.de

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