Panorama

Haftstrafe wegen Totschlags 34-Jähriger bringt Rentnerin nach Sex um

Erst grillen sie gemeinsam, dann haben sie Sex. Doch anschließend überkommt den 34-Jährigen die Wut und er erschlägt seine 69-jährige Bekanntschaft. Für den Richter steht fest: Der Mann handelte mit "absolutem Vernichtungswillen".

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Der 34-jährige Angeklagte vor dem Landgericht Gera.

(Foto: picture alliance / dpa)

Ein 34-Jähriger ist im thüringischen Schleiz nach dem Sex mit einer Rentnerin ausgerastet und hat die Frau anschließend in einer Gewaltorgie erschlagen. Zehn Monate nach der Tat verurteilt ihn das Landgericht Gera wegen Totschlags zu neun Jahren Haft.

Der Grund für den Wutausbruch blieb im Prozess unklar. Richter Peter Granderath vermutete einen Anfall von Ekel, als sich der Mann seiner zahnlosen und inkontinenten Sexualpartnerin in deren vermüllter Wohnung bewusst geworden sei. "Die Frau war ein Messie im Endstadium und es muss an diesem heißen Sommertag bestialisch in der Wohnung gestunken haben", sagte er.

Nach Überzeugung des Gerichts hatten die beiden am Abend gegrillt und danach Sex in der Wohnung der 69-Jährigen. Dort habe der Mann ihr dann plötzlich eine Bierflasche auf dem Kopf zerschlagen und mit einem Toaster auf sie eingeprügelt. Dabei sei er mit "absolutem Vernichtungswillen" vorgegangenen und habe den Kopf der Frau "vollständig zertrümmert", schilderte Granderath in der Urteilsbegründung.

Der Mann hatte die Tat im Prozess bestritten, sein Verteidiger hatte Freispruch beantragt. Die Staatsanwaltschaft hatte sich dagegen für Totschlag im besonders schweren Fall und lebenslange Haft ausgesprochen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Quelle: ntv.de, cri/dpa

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