Panorama

Drogenbanden "rekrutieren" Personal 60 Flüchtlinge verschleppt

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Jährlich versuchen tausende Immigranten, auf Güterzügen die mexikanisch-amerikanische Grenze zu überqueren.

(Foto: REUTERS)

Eine bewaffnete Bande lauert an der mexikanischen Grenze einem Güterzug auf, mit dem 250 Flüchtlinge in die USA einreisen wollen. Mindestens 60 von ihnen werden von den Kriminellen gekidnappt, ihr genaues Schicksal ist unklar. Den Migranten droht eine Zwangskarriere als Drogenkuriere.

In Mexiko haben Bewaffnete mindestens 60 Flüchtlinge in ihre Gewalt gebracht, die auf einem Güterzug auf dem Weg in die USA waren. Das sagte der Priester Alejandro Solalinde, der eine Unterkunft für Flüchtlinge im mexikanischen Bundesstaat Oaxaca leitet. Der Zug, auf dem insgesamt 250 illegale Einwanderer unterwegs waren, wurde demnach im Südosten des Landes von einem dutzend Bewaffneten angegriffen. Sie hätten "mindestens 60 bis 80 Leute, wenn nicht mehr" gekidnappt, darunter auch Kinder, sagte Solalinde. Die Behörden in Oaxaca und Veracruz äußerten sich zunächst nicht zu dem Fall.

Der Zug hatte die Stadt Ixtepec in Oaxaca nach Angaben des Priesters in Richtung Veracruz verlassen und war nach vier Stunden von den Angreifern gestoppt worden, die die Gleise mit drei Lastwagen blockierten.

Im August 2010 waren im mexikanischen Bundesstaat Tamaulipas nördlich von Veracruz die Leichen von 72 illegalen Einwanderern aus mittel- und südamerikanischen Ländern gefunden worden. Sie hatten sich nach Angaben der Behörden geweigert, für die in der Region aktive Drogenbande "Los Zetas" zu arbeiten und waren daraufhin von den Drogenhändlern erschossen worden.

Quelle: n-tv.de, AFP

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