Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 7:22 RKI: Zahl der Corona-Todesfälle in Deutschland steigt auf 2107 +++

In Deutschland sind nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) bislang 2107 Menschen infolge einer Ansteckung mit dem Coronavirus gestorben. Das sind 246 mehr als am Vortag. Mittlerweile wurden 108.202 Infektionsfälle bestätigt. Wie viele Menschen binnen 24 Stunden wieder genesen sind, teilt das RKI zunächst nicht mit. Zuletzt hatte es gemeldet, dass 7561 Patienten wieder gesund seien.

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+++ 07:05 Ditib rät Risikogruppen zu Fastenverzicht im Ramadan +++
Angesichts der Coronavirus-Pandemie rät der Islam-Dachverband Ditib Risikogruppen im islamischen Fastenmonat Ramadan zur Zurückhaltung. Kranke zum Beispiel seien ohnehin vom Fasten befreit und sollten diese Möglichkeit auch nutzen, sagte Generalsekretär Abdurrahman Atasoy. "Dieses Jahr empfehlen wir zusätzlich auch jenen, die sich zwar gesund fühlen, aber als sogenannte Risikogruppe gelten und sich körperlich nicht fit genug empfinden, ebenfalls auf das Fasten zu verzichten. Die Gesundheit hat Vorrang." Der Ramadan beginnt am 24. April und endet einen Monat später mit dem Zuckerfest.

+++ 06:46 Polizeigewerkschaft: Corona-Verstöße erst einmal privat klären +++
Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) ruft dazu auf, Verstöße gegen die geltenden Ausgangsbeschränkungen erst einmal im Privaten anzusprechen. "In einem höflichen Miteinander kann man sich da schon verständigen, ohne dass man gleich die Polizei ruft", sagte der stellvertretende Bundesvorsitzende der GdP, Jörg Radek, der Deutschen Presse-Agentur. Die Polizei versuche bei den Kontrollen mit Fingerspitzengefühl und Verhältnismäßigkeit vorzugehen, dies solle auch für den Umgang von Privatpersonen untereinander gelten. "Wogegen wir uns auch verwehren müssen, ist mögliche Wichtigtuerei und vor allen Dingen auch Denunziantentum. Das birgt Zündstoff."

+++ 06:27 USA: Zweiter Tag in Folge mit 2000 Toten +++
In den USA sind den zweiten Tag in Folge fast 2000 Menschen nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Insgesamt belief sich die Zahl der Toten in dem Land auf 14.817, wie kurz nach Mitternacht aus den Daten der Universität Johns Hopkins hervorging. 24 Stunden zuvor hatte die Universität die Zahl der Toten noch mit 12.907 ausgewiesen. Den Angaben nach wurden bereits rund 430.000 Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 nachgewiesen. Weltweit sind nach Daten der Universität mittlerweile rund 1,5 Millionen Menschen mit dem Virus infiziert. Rund 88.500 Menschen starben demnach, weitere rund 330.000 erholten sich von einer Infektion mit dem Virus.

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+++ 06:12 Spahn: Erste Lockerungen nach Osterferien möglich +++
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hält erste Lockerungen der Restriktionen in der Corona-Krise nach den Osterferien für möglich. Bei den Infektionszahlen sei ein "positiver Trend" zu beobachten, der sich aber noch "verstetigen" müsse, sagte Spahn dem "Handelsblatt". Voraussetzung möglicher Schritte in Richtung Normalität sei, dass sich die Bevölkerung auch über die Osterfeiertage an die Alltagsbeschränkungen halte. Sollte die derzeitige positive Entwicklung bei den Infektionszahlen anhalten, werde die Bundesregierung mit den Regierungschefs der Bundesländer "über eine schrittweise Rückkehr zur Normalität nach den Osterferien reden können", sagte Spahn.

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+++ 05:33 Deutsche hamstern weniger +++
Die Vorratsregale und Tiefkühltruhen sind aufgefüllt, das Klopapier wird auf absehbare Zeit auch nicht mehr knapp: Die Deutschen sind nach Beobachtungen von Konsumforschern nicht mehr so hamsterfreudig. Die erste Panik nach dem Corona-Ausbruch habe sich gelegt. "Es gibt eine Gewöhnung an den Krisenmodus", sagt der Handelsexperte Robert Kecskes von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK). Angefangen hatten die Hamsterkäufe nach Beobachtung der GfK in der letzten Februarwoche. Die Nachfrage nach Hand-Desinfektionsmitteln stieg schlagartig um mehr als 500 Prozent. Bei Mehl, Reis, Nudeln, Seife und Toilettenpapier verdoppelten sich die Verkaufszahlen. Doch bereits seit Mitte März entspannt sich die Situation laut GfK schrittweise. Die Nachfrage beginne sich wieder einzupendeln - allerdings auf einem spürbar höheren Niveau als vor der Krise.

+++ 04:53 DGB fordert höheres Kurzarbeitergeld +++
Vor den heutigen Beratungen des "Corona-Kabinetts" hat der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) eine deutliche Aufstockung des gesetzlichen Kurzarbeitergeldes gefordert. Die bisher geltenden Sätze von 60 und 67 Prozent des entgangenen Nettoeinkommens, die bei Verdienstausfall wegen Kurzarbeit von der Bundesagentur für Arbeit (BA) gezahlt werden, sollten befristet für drei Monate auf 80 und 87 Prozent angehoben werden, sagte DGB-Chef Reiner Hoffmann. Die Befristung solle für die Monate Mai, Juni und Juli gelten.

+++ 03:56 Kondome könnten knapp werden +++
Die Corona-Krise könnte zu einem deutlichen Mangel an Kondomen führen. Der weltweit führende Hersteller Karex aus Malaysia musste wegen der Einschränkungen der wirtschaftlichen Aktivitäten in dem südostasiatischen Land im Zuge der Krise seine Produktion deutlich herunterfahren. Zwischen Mitte März und Mitte April werde die Firma 200 Millionen weniger Präservative produzieren als normalerweise, sagte Firmenchef Goh Miah Kiat. Von Karex stammt jedes fünfte Kondom weltweit. In Malaysia gelten seit vergangenem Monat strikte Ausgangsbeschränkungen.

+++ 03:12 U2 spenden 10 Millionen Euro +++
Die irische Rockband U2 hat für den Kampf gegen das Coronavirus zehn Millionen Euro gespendet. Ein Teil der damit finanzierten medizinischen Ausrüstung sei bereits am Flughafen von Dublin eingetroffen, berichtete das irische Fernsehen RTE. An der Aktion zur Beschaffung medizinischer Hilfe beteiligten sich auch eine Reihe von Firmen. Die Band um ihren Frontman Bono setzt sich seit Jahren für eine Reihe von sozialen und politischen Projekten ein. In Irland sind bisher knapp 6000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Bisher gab es nach offiziellen Angaben vom Mittwochabend 235 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus.

+++ 02:40 Conte: "Italien ist in entscheidender Phase" +++
Der italienische Ministerpräsident Giuseppe Conte hat die Hoffnung geäußert, dass sich die Lage seines Landes in der Corona-Krise weiter verbessern wird. "Die Kurven für Italien verbessern sich. Die Zahl der Geheilten steigt stark an", sagte Conte der Internetsendung "Bild live". Sein Land befinde sich derzeit in einer "entscheidenden Phase". Conte sagte: "Ich hoffe wir kommen jetzt wieder aus der Krise." In Italien waren am Mittwoch neue ermutigende Zahlen zum Coronavirus veröffentlicht worden. Sowohl die Zahlen er Verstorbenen als auch die der Patienten auf Intensivstationen sind rückläufig. Insgesamt sind in Italien 17.699 Menschen an Covid-19 gestorben.

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+++ 02:02 UN schicken Flugzeug mit Hilfgütern nach Venezuela +++
Ein Flugzeug hat 90 Tonnen Lebensmittel und medizinische Güter der Vereinten Nationen nach Venezuela gebracht. Die Ladung enthielt unter anderem 28.000 Kits für Ärzte und Pfleger, Sauerstoffkonzentratoren, Kinderbetten und Hygienesets, teilte das UN-Amt für humanitäre Angelegenheiten OCHA mit. Die Produkte wurden demnach von Spendern aus der internationalen Gemeinschaft und verschiedenen Agenturen der Vereinten Nationen finanziert. Venezuela steckt seit Jahren in einer politischen, wirtschaftlichen und sozialen Krise. Das Gesundheitssystem des südamerikanischen Landes lag bereits vor der Covid-19-Pandemie darnieder.

+++ 01:04 Deutschland fördert Maskenhersteller mit 40 Millionen Euro +++
Die Bundesregierung will deutsche Hersteller von medizinischen Schutzmasken mit 40 Millionen Euro fördern. Das geht aus einem Regierungsdokument hervor, berichtet unter anderem die "Süddeutsche Zeitung". Bis die deutsche Industrie dazu in der Lage ist, dürfte es aber noch dauern. Ein Engpass ist die Herstellung von sogenanntem "Meltblown"-Vliesstoff, der in der Maske als Filter dient. Der Aufbau eines entsprechenden Maschinenparks dauere drei bis vier Monate, heißt es in dem Regierungsdokument. Deutschland werde deshalb voraussichtlich bei Schutzmasken guter Qualität noch länger von Lieferungen aus China abhängig sein.

+++ 00:26 Erste Totesfälle in Brasiliens Favelas +++
Erstmals sind Bewohner der Favelas von Rio de Janeiro im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Es handle sich dabei um zwei Menschen aus der Rocinha, einem der größten Armenviertel Rios und Brasiliens. In Rios insgesamt 763 Favelas mit zwei Millionen Bewohnern in kleinen, oftmals unverputzten Häusern macht man sich wegen der Ausbreitung der Corona-Krise besondere Sorgen. Es gibt kein Wasser, um sich die Hände zu waschen und die Verhältnisse sind beengt. Meist teilen sich mindestens fünf Menschen eine Unterkunft. 

+++ 23:51 Berliner Gericht bestätigt Gottesdienstverbot +++
Der Kirchgang zu Ostern muss ausfallen, das hat nun auch das Oberverwaltungsgericht (OVG) Berlin-Brandenburg bestätigt. Das Gericht lehnte den Eilantrag eines religiösen Vereins ab, der gegen das Verbot öffentlicher Gottesdienste in der Corona-Krise vorgehen wollte. Nach Auffassung des 11. Senats am OVG führt die aktuelle Regelung nicht zu einer unverhältnismäßigen Einschränkung der im Grundgesetz verbrieften Religionsfreiheit. In Berlin ist der Besuch von Kirchen, Moscheen, Synagogen und Häusern anderer Glaubens- und Weltanschauungsgemeinschaften zurzeit nur zur individuellen stillen Einkehr erlaubt.
+++ 23:29 Schweiz verlängert Anti-Corona-Maßnahmen bis Ende April +++
Die Schweiz verlängert die Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus um eine Woche bis zum 26. April. Danach sollen sie aber vorsichtig und schrittweise gelockert werden, hat die Regierung beschlossen. Über die Etappen der Lockerung soll nächste Woche entschieden werden. Die Schweiz ist vergleichsweise schwer von der Pandemie betroffen. Mitte März hatte die Regierung deshalb fast alle Geschäfte sowie Restaurants, Märkte, Museen und Freizeitbetriebe geschlossen. Private und öffentliche Veranstaltungen wurden verboten.

+++ 22:59 Italien will Wirtschaft mit neuen Schutzregeln hochfahren +++
Italien bereitet sich auf die Rückkehr des öffentlichen Lebens vor. Im Kampf mit dem Coronavirus will die Regierung erst Unternehmen vorsichtig wieder öffnen, dann könnten Lockerungen für die Menschen folgen, wie italienische Medien berichten. Parallel sollen demnach neue Schutzregeln erlassen werden. Strikte Schichtregeln für Fabriken und Büros sowie Maskenpflichten seien in der Diskussion, heißt es. "Wir können nicht riskieren, dass die Kurve der Epidemie wieder ansteigt, weil wir es uns nicht leisten können, von vorne zu beginnen", zitiert die Zeitung "Corriere della Sera" Ministerpräsident Giuseppe Conte.

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+++ 22:27 Sorge vor Arznei-Engpass: EU lockert Kartellregeln +++
Die EU-Kommission fürchtet in der Corona-Krise zunehmende Engpässe bei wichtigen Arzneimitteln. Deshalb lockert die Behörde vorübergehend die Kartellregeln zur Deckung des Bedarfs. Es gelte, die Versorgung der Krankenhäuser mit Arzneimitteln für Coronavirus-Patienten zu sichern, sagt Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager. Nun dürfen sich die Hersteller stärker abstimmen, als es üblicherweise zulässig wäre - zum Beispiel bei der Umstellung der Produktion, der Lagerhaltung, im Vertrieb.

Die EU will auf diese Weise auch verhindern, dass sich Firmen auf einzelne Medikamente konzentrieren, während es an anderen Arzneimitteln fehlt. Aus Sorge vor Engpässen bei wichtigen Medikamenten hatte Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides die Pharmaindustrie bereits aufgefordert, die Produktion hochzufahren.

+++ 21:52 Türkische Ärzte zweifeln Regierungszahlen an +++
In der Türkei sind offiziellen Angaben zufolge in den vergangenen 24 Stunden weitere 87 Menschen an einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Damit stieg die Gesamtzahl der Toten auf 812, teilte Gesundheitsminister Fahrettin Koca am Abend mit. Zudem seien weitere 4117 Menschen positiv getestet worden. Die Gesamtzahl der Infizierten liege damit bei 38.226.

Die türkische Ärztevereinigung TTB zweifelt allerdings die Zahl der offiziell erfassten Todesfälle an. In einer Stellungnahme heißt es, es sei "auffallend", dass die Zahl der Covid-19-Fälle ansteige, die Grafik der Todesfälle aber nicht entsprechend verlaufe. Der Zentralrat der Türkischen Ärztevereinigung habe auch festgestellt, dass das Ministerium bei der Meldung der Tode nicht die von der WHO empfohlenen "Codes" benutze, hieß es in der Stellungnahme weiter.

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+++ 21:26 Frankreich verlängert Ausgangsbeschränkungen +++
Frankreich will in der Corona-Krise die strikten Ausgangsbeschränkungen über den 15. April hinaus verlängern. Staatschef Emmanuel Macron werde sich am Montagabend an die Bürger wenden, erklärte das Präsidialamt. Die französischen Ausgangsbeschränkungen gelten seit Mitte März. Die Menschen sind seitdem angehalten, nur mit triftigen Gründen vor die Haustür zu gehen. Dafür müssen sie einen Passierschein bei sich tragen. Die Polizei kontrolliert die Umsetzung der Maßnahmen streng. Bis wann die Verlängerung andauern soll, wurde noch nicht mitgeteilt.

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Hinweis: Die wichtigsten Entwicklungen des Vortages zur aktuellen Lage rund um die weltweite Coronavirus-Pandemie können Sie hier nachlesen.

Quelle: ntv.de, ino/dpa/AFP/rts