Panorama

Notfall-Hilfe während Hitzewelle ADAC-Retter fliegen bis zur Erschöpfung

Ein Intensivtransport- und Rettungshubschrauber

Ein Intensivtransport- und Rettungshubschrauber "vom ADAC steht auf einem Hubschrauberlandeplatz. Foto: Fabian Sommer/Archivbild

(Foto: Fabian Sommer/dpa)

Die Rettungshubschrauber-Piloten des ADAC haben äußerst anstrengende Wochen hinter sich. Täglich rund 180 Mal mussten sie im Juli durchschnittlich ausrücken. Der Grund war in der Hälfte der Fälle fast immer derselbe.

Die extreme Hitze hat auch bei den Luftrettern des ADAC für Hochbetrieb gesorgt. Im Juli flog die ADAC Luftrettung bundesweit 5555 Einsätze, wie ein Sprecher in München mitteilte. Damit rückten die Rettungshubschrauber täglich rund 180 Mal Einsätzen aus. Das war durchschnittlich rund 20 Prozent häufiger als an anderen Tagen im Jahr mit rund 150 Einsätzen am Tag. Bei jedem zweiten Einsatz sei es um einen internistischen Notfall gegangen, etwa akute Herz-Kreislaufprobleme.

Die meisten Rettungseinsätze in diesem Jahr flogen die Helfer am 24. Juli. An diesem Tag mussten die Crews aus Pilot, Notarzt und Notfallsanitäter bundesweit 203 Mal ausrücken. Vom 24. bis 26. Juli war es laut Deutschem Wetterdienst extrem heiß, teils wurden über 40 Grad gemessen. Die Zahl der Luftrettungseinsätze lag in diesem Juli noch über der vom Vorjahr. Auch im extrem heißen Juli 2018 war die ADAC Luftrettung bereits überdurchschnittliche 5507 Mal ausgerückt.

Die ADAC-Station mit den meisten Einsätzen an einem Tag war im Juli Berlin: Der Hubschrauber "Christoph 31" brachte es am 4. Juli auf 13 Einsätze an einem Tag; er war von morgens 7 Uhr bis zum Sonnenuntergang pausenlos im Einsatz. 70 Prozent der Notfälle waren akute Herz-Kreislauferkrankungen. Insgesamt startete die ADAC-Luftrettung im vergangenen Jahr zu mehr als 54.300 Einsätzen. Sie verfügt über Rettungshubschrauber an 36 Stationen.

Quelle: n-tv.de, vpe/AFP

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