Panorama

Geringe Erhöhung des Rundfunkbeitrags ARD und ZDF könnten leicht werbefrei sein

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19,23 Euro und dafür keine Werbung? Wäre kein Problem, sagt die KEF.

(Foto: picture alliance / dpa)

ARD und ZDF könnten gänzlich auf Werbung verzichten, wenn man den Rundfunkbeitrag erhöht. Ein neuer Bericht der Finanzkommission der beiden Sender zeigt, um wie viel der Beitrag steigen müsste. Es ist überraschend wenig.

Werbung ist vielen Fernsehzuschauern ein Dorn im Auge. Daher freuen sich viele, dass bei ARD und ZDF nur bis 20 Uhr Spots geschaltet werden. Dass vorher das Programm regelmäßig unterbrochen wird, nehmen die meisten hin. Nun gut, mag manch einer denken, die müssen ja auch Geld verdienen. Sonst stiege der Rundfunkbeitrag wohl ins Unermessliche. Oder?

Nein. Zumindest ist das die Aussage einer neuen Studie. Demnach müsste der Rundfunkbeitrag nur um 1,25 Euro steigen, um das Programm gänzlich werbefrei zu machen. Auch das umstrittene Sponsoring könnte dann wegfallen, das oft an Schleichwerbung grenzt – etwa, wenn bei "Wetten dass ..?" ein Kandidat in einem Auto mit gut sichtbarem Markenemblem in den Saal gefahren wird oder ein Joghurthersteller die Show "präsentiert".

Sponsoring macht 15 Cent aus

Die Finanzkommission KEF hat in einem Sonderbericht für die Länder auch erklärt, wie sie diesen Betrag errechnet hat. Differenziert nach Werbung und Sponsoring entfallen demnach anteilig auf Werbung 1,10 Euro und auf Sponsoring 0,15 Euro.

Diese Berechnung stützt sich auf die Werbeerträge in der Periode 2009 bis 2012, wie die KEF in Mainz mitteilte. Für den Zeitraum 2013 bis 2016 summiere sich der zusätzliche Betrag, der für eine Kompensation nötig wäre, auf 1,26 Euro. Ein teilweiser Wegfall von Werbung schlüge mit bis zu 80 Cent pro Monat zu Buche.

Seit 1. Januar 2013 beträgt der Rundfunkbeitrag pauschal pro Wohnung 17,98 Euro. Seitdem gehört das getrennte Anmelden von Radios und Fernsehern und der Kontrollbesuch von der Gebühreneinzugszentrale (GEZ) der Vergangenheit an.   

Quelle: ntv.de, vpe/dpa

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