Panorama

Streit vor Kiew eskaliert Abgeordneter schießt Autofahrer ins Bein

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Der ukrainische Parlamentarier Sergej Paschinski ist schon mehrfach mit dem Gesetz in Konflikt geraten.

(Foto: imago/ZUMA Press)

Dass ukrainische Abgeordnete sehr temperamentvoll sein können, ist im Parlament bereits unter Beweis gestellt worden. Nun verliert ein Volksvertreter erneut die Nerven. Bei einem Streit zückt er auf offener Straße eine Waffe und streckt seinen Gegenüber nieder.

In der Ukraine hat ein Abgeordneter bei einem Streit im Straßenverkehr zur Waffe gegriffen und seinem Kontrahenten ins Bein geschossen. Wie ukrainische Medien berichteten, war der Parlamentarier Sergej Paschinski auf einer Straße außerhalb der Hauptstadt Kiew mit einem Autofahrer in Streit geraten. Wie dieser später bei Interviews im Krankenhausbett sagte, hatte er sein Auto abgestellt, um einen liegengebliebenen Bus anzuschieben. Er vergaß aber, seinen Warnblinker einzuschalten.

Darüber hätten sich Paschinski und seine Frau fürchterlich aufgeregt, als sie in ihrem Mercedes vorbeifuhren. Paschinskis Frau habe ihn zunächst durch das geöffnete Fahrerfenster beschimpft, berichtete er. Daraufhin habe er Paschinski aufgefordert, auszusteigen und "die Sache von Mann zu Mann zu klären". Bei dem folgenden Zweikampf zog er dem Politiker zunächst eine Flasche über den Kopf, woraufhin dieser ihn durch einen Schuss am Bein verletzte.

Paschinski gab an, in Notwehr gehandelt zu haben. Er habe seine Schusswaffe erst gezogen, als er mit der Flasche attackiert worden sei und habe zudem zuerst einen Warnschuss abgegeben, wurde der Politiker in ukrainischen Medien zitiert. Für die Waffe hat er nach eigenen Angaben einen Waffenschein.

Im ukrainischen Parlament ist Paschinski der Vorsitzende des Sicherheits- und Verteidigungsausschusses. Durch seine Immunität als Abgeordneter ist er vor Strafverfolgung geschützt. Medienberichten zufolge war er schon mehrfach mit dem Gesetz in Konflikt geraten.

Quelle: ntv.de, cri/AFP