Panorama
Die Show geht weiter.
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Sonntag, 28. Februar 2010

Schwertwal-Unglück: Abschied von Tiertrainerin

Dawn Brancheau war eine erfahrene Orca-Trainerin. Trotzdem starb die erst 40-jährige Frau während einer Show. Offenbar hatte der Orca keine Lust, Kunststücke vorzuführen und zog die Trainerin in die Tiefe. Während die Shows weitergehen, nahmen Freunde Abschied von der Frau.

Hier ist Dawn Brancheau bei ihrer Arbeit zu sehen.
Hier ist Dawn Brancheau bei ihrer Arbeit zu sehen.

Vier Tage nach dem tödlichen Angriff eines Schwertwals auf eine Tiertrainerin haben Freunde und Verwandte Abschied von der Frau genommen. In Orlando in Florida, wo die 40- Jährige am Mittwoch starb, gedachten Familienmitglieder und auch Besucher Dawn Brancheau, die am Montag in ihrem Heimatort Chicago beigesetzt werden soll. Der sechs Tonnen schwere Orca-Bulle Tillikum hatte die Frau im Freizeitpark Seaworld an ihrem Pferdeschwanz gepackt und in die Tiefe des Beckens gezogen. Zunächst war unklar, ob Brancheau an ihren schweren Verletzungen gestorben oder ertrunken war.

Drei Tage nach dem Tod der Trainerin im Orca-Becken war die beliebte Show in Orlando fortgesetzt worden. Hunderte Zuschauer verfolgten die Vorführungen der schwarz-weißen Wale mit. Auch im kalifornischen San Diego und in San Antonio in Texas liefen die Vorführungen der gewaltigen Säuger am Wochenende wieder an. Allerdings gab es zumindest in Orlando eine erhebliche Änderung. So ist es laut Seaworld den Trainern verboten, zu den Walen ins Becken zu steigen und mit ihnen zusammen Kunststücke vorzuführen.

Ein Orca im Seaworld hatte die Trainerin am Zopf gepackt und unter Wasser gezogen.
Ein Orca im Seaworld hatte die Trainerin am Zopf gepackt und unter Wasser gezogen.

Nach Worten von Jim Atchison, Präsident von Seaworld Parks and Entertainment, soll selbst Tillikum wieder in der Show mitmachen. "Er war ein Mitglied unseres Teams und er wird es bleiben", hatte Atchison gesagt. Allerdings soll Tillikum erst dann wieder aktiv mit dabei sein, wenn eine Untersuchung Licht ins Dunkel des tödlichen Angriffs gebracht hat. Das Tier war vor der Attacke auf Brancheau bereits an zwei weiteren Todesfällen beteiligt. Atchison sagte zu den ersten beiden Fällen, diese seien "ganz anders verlaufen".

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Quelle: n-tv.de