Panorama

Niederlande melden viele Fälle Afrika-Reisende kehren infiziert zurück

In Europa wächst die Sorge, dass sich die neue Corona-Variante auch hier schnell ausbreitet. Niederländische Behörden testen rund 600 in Maschinen aus Südafrika gelandete Passagiere. Mehr als jeder Zehnte ist infiziert - wie viele davon mit der Omikron-Variante, ist noch nicht klar.

Von rund 600 aus Südafrika in Amsterdam gelandete Passagieren ist mehr als jeder Zehnte mit dem Coronavirus infiziert. Die Tests seien bei der Ankunft am Flughafen Schiphol in Amsterdam vorgenommen worden, teilte die niederländische Gesundheitsbehörde GGD mit. Die Passagiere kamen demnach mit zwei Flügen aus Südafrika an. Neben 61 positiven Ergebnissen habe es 531 negative Coronatests gegeben.

Die niederländischen Behörden erklärten, die in Amsterdam positiv Getesteten würden in einem Quarantänehotel nahe des Flughafens untergebracht. Es werde nun untersucht, ob sie sich mit der neuen Virusvariante angesteckt haben, die in Südafrika entdeckt wurde und unter der wissenschaftlichen Bezeichnung B.1.1.529 firmiert.

Nach Angaben südafrikanischer Wissenschaftler könnte die Variante wegen der ungewöhnlich vielen Mutationen noch ansteckender als die derzeit grassierende Delta-Variante sein und die Impfstoffe weniger wirksam machen.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stufte die nach dem griechischen Buchstaben Omikron benannte Variante inzwischen als "besorgniserregend" ein. Die EU-Krankheitsbekämpfungsbehörde ECDC hält das Risiko einer Ausbreitung in der EU für "hoch bis sehr hoch".

Die in Amsterdam positiv getesteten Personen, die in zwei Maschinen in Kapstadt und Johannesburg gestartet waren, würden nun in einem bewachten Isolationshotel untergebracht, hieß es vom Gesundheitsamt. Wer ein negatives Testergebnis erhalte, dürfe den Flughafen verlassen, müsse aber fünf Tage lang in häusliche Quarantäne und sich nach fünf Tagen erneut testen lassen. Reisende mit einem positiven Testergebnis würden mindestens sieben Tage in dem Hotel bleiben, wenn sie Beschwerden hätten, und fünf Tage, wenn sie keine Beschwerden hätten.

Erster Fall in Belgien

Wie andere Länder auch, hatten die Niederlande wegen des Aufkommens der neuen Virusvariante ein Landeverbot für Flüge aus dem südlichen Afrika verhängt. Dieses galt ab Freitag, 12 Uhr. Passagiere, die aus der Region noch unterwegs waren, mussten sich nach Ankunft auf dem Amsterdamer Flughafen Schiphol testen lassen und anschließend in Quarantäne begeben.

Auch Deutschland und andere EU-Länder wie Dänemark und Italien hatten Reisebeschränkungen verhängt. Die Weltgesundheitsorganisation hatte die Variante B.1.1529 als "besorgniserregend" eingestuft. Experten befürchten, dass die vielen Mutationen der Variante dazu führen, dass sich der Erreger schneller ausbreitet oder die Impfstoffe ihre Schutzwirkung verlieren. Am Freitag wurde ein erster Fall in Belgien gemeldet.

Quelle: ntv.de, chl/dpa/AFP

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