Panorama

Uhrenbastler nimmt Stipendium an Ahmed zieht nach Katar

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Eine Reise mit seinem Vater führte ihn in den Sudan, nach Mekka und Katar.

(Foto: twitter.com/IstandWithAhmed)

Seit seiner skandalösen Verhaftung in der Schule bekommt Ahmed Mohamed Praktikumsangebote von Facebook, Twitter, und Google. Mehrere angesehene Universitäten bieten ihm Stipendien. Doch die Familie entscheidet sich für eine Ausbildung im Emirat Katar.

Der fälschlich als Bombenbauer verdächtigte US-Schüler Ahmed Mohamed zieht nach Katar um. Der 14-Jährige, der an seiner Schule in Texas wegen einer selbst gebastelten Uhr festgenommen worden war, habe dort ein Stipendium der katarischen Stiftung für Bildung, Wissenschaft und Gesellschaftsbildung für Schule und Studium bekommen, sagte sein Vater der Zeitung "Dallas Morning News". Die Familie werde deshalb in das Golfemirat ziehen.

Ahmed war Mitte September seine Bastelleidenschaft zum Verhängnis geworden. Der Jugendliche brachte eine selbst gebaute Uhr mit in die Schule, um einen Lehrer zu beeindrucken - der rief aber die Polizei. Ein Foto von Ahmed in Handschellen verbreitete sich rasend schnell im Internet, Mohameds Schule und der Polizei wurden Rassismus vorgeworfen. Sogar US-Präsident Barack Obama mischte sich ein. "Coole Uhr, Ahmed", schrieb Obama im Onlinedienst Twitter und lud den Sohn sudanesischer Einwanderer ins Weiße Haus ein.

Am Montagabend nahm Ahmed dort an einem Astronomie-Abend teil. Bei Twitter veröffentlichte er anschließend ein Foto von sich und Obama. "So glücklich, ich kann nicht glauben, dass ich den Präsidenten der Vereinigten Staaten getroffen habe", schrieb er dazu.

Twitter, Google und Facebook boten ihm ein Praktikum an

Ahmed war auch von den Vereinten Nationen, der US-Raumfahrtbehörde Nasa und dem Massachusetts Institute of Technology (MIT) eingeladen worden, die Internetkonzerne Twitter, Google und Facebook boten ihm ein Praktikum an. Er bekam auch von mehreren Schulen und Universitäten Angebote für Stipendien. Zusammen mit seinem Vater reiste Ahmed zudem in den Sudan, nach Mekka und Katar.

Nun hat sich Ahmed entschieden, ein Stipendium der Qatar Foundation anzunehmen. Katar sei "cool" gewesen, sagte Ahmed der "Dallas Morning News". "Die Lehrer waren großartig. Ich glaube, ich werde dort viel lernen und auch viel Spaß haben."

Quelle: ntv.de, jki/AFP/dpa