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In sieben Kisten war das Kokain über Hamburg nach Berlin gelangt.
In sieben Kisten war das Kokain über Hamburg nach Berlin gelangt.(Foto: dpa)
Donnerstag, 16. Januar 2014

Schlechtes Wetter lässt Geschäft platzen: Aldi-Koks geriet auf Irrwege

Eine Überraschung ist es nicht: Der große Kokainfund sollte gar nicht beim Aldi-Discounter landen. Der Bestimmungsort der kriminellen Ladung war ein ganz anderer - allerdings machte das Wetter den Schmugglern einen Strich durch die Rechnung.

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Die Posse um das in Bananenkartons gefundene Kokain nimmt eine neue Wendung. Nach übereinstimmenden Medieninformationen sollten die 140 Kilogramm Kokain, die am 6. Januar in insgesamt fünf Aldi-Filialen in Berlin und Brandenburg gefunden wurden, eigentlich nach Großbritannien verschifft werden.

Ermittler des Landeskriminalamts rekonstruierten mittlerweile den Weg der Bananen. Demnach hatte das aus Kolumbien kommende Containerschiff "Maersk Niteroi" zunächst den Hafen im niederländischen Rotterdam zum Ziel. "Wegen schlechten Wetters kam er jedoch sechs Tage zu spät in Rotterdam an", sagte Polizeisprecher Stefan Redlich der "Berliner Zeitung".

Da der Bananen-Handel auf der Basis von Termingeschäften abläuft, die Frist aber verstrichen war, wollten die Abnehmer in den Niederlanden die für England bestimmten Bananen nicht mehr haben, schreibt die Zeitung weiter. Sie wurden daraufhin nach Hamburg gefahren, auf Paletten verladen und an den Fruchthof Beusselstraße in Berlin-Moabit verkauft. Dort lagerten die Früchte in einem Reiferaum, bevor sie am 6. Januar durch einen Großhändler an drei Lebensmitteldiscounter verkauft wurden. Sehr zum Ärger der Kokain-Händler, die entweder in Rotterdam oder in England auf die Ladung mit den Drogenpäckchen warteten.

Quelle: n-tv.de

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