Panorama

Solar-Pionier aus China geehrt Alternative Nobelpreise verliehen

Weil er die Schwellenländer im Kampf gegen den Klimawandel unterstützt, bekommt der Solarunternehmer Huang Ming den alternativen Nobelpreis. Drei weitere Auszeichnungen gehen an die US-Hebamme May Gaskin, die Menschenrechtlerin Jaqueline Moudeina aus dem Tschad sowie die Bauernhilfsorganisation Grain.

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Huang Ming hat bereits einen Innovationspreis in Peking erhalten (Bild).

(Foto: dpa)

Der Alternative Nobelpreis geht dieses Jahr an die Menschenrechtsaktivistin Jacqueline Moudeina aus dem Tschad, die internationale Bauernhilfsorganisation Grain und die Hebamme Ina May Gaskin aus den USA. Die drei Preisträger teilen sich das Preisgeld in Höhe von 150.000 Euro, wie die in Schweden ansässige Right Livelihood Award Stiftung mitteilte. Einen nicht dotierten Ehrenpreis erhielt der 53-jährige Unternehmer Huang Miong aus China für seinen Beitrag zur Nutzbarmachung von Solarenergie und zur Überwindung des von Menschen verursachten Klimawandels, wie es in der Begründung heißt.

Die Auszeichnung für die 54-jährige Moudeina gilt ihrem "unermüdlichen Einsatz unter großem persönlichen Risiko, damit den Opfern von Tschads ehemaliger Diktatur Gerechtigkeit widerfährt und um die Achtung und das Bewusstsein für Menschenrechte in Afrika zu stärken".

Die Organisation Grain wird geehrt, "weil ihre weltweite Arbeit die Lebensgrundlage und Rechte bäuerlicher Gemeinschaften schützt und den massiven Aufkauf von Ackerland in Entwicklungsländern durch ausländische Finanzinvestoren entlarvt".

Die Würdigung der 71-jährigen Gaskin gilt einer Frau, die "Geburtsmethoden lehrt und verbreitet, die Frauen in den Mittelpunkt stellen und die körperliche wie geistige Gesundheit von Mutter und Kind fördern".

Mit dem seit 1980 vergebenen Alternativen Nobelpreis werden jährlich Projekte und Persönlichkeiten ausgezeichnet, die "praktische und beispielgebende Antworten" auf drängende gesellschaftliche Fragen geben. Die Preise werden am 5. Dezember im schwedischen Parlament überreicht.

Quelle: ntv.de, dpa