Panorama

Für 12.500 Euro neu ausgestopft Anakonda Albert ist wieder frisch

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So klein startete Albert vor sehr langer Zeit auch.

(Foto: REUTERS)

Ein Geschenk aus dem 19. Jahrhundert bewegt die Gemüter der Briten. Albert kam vor langer Zeit aus Guyana. Nun ist er brüchig geworden und das muss für viel Geld repariert werden.

In Zeiten, da britische Steuerzahler den Gürtel enger schnallen müssen und die Regierung Ausgabenkürzungen verkündet, erregt eine skurrile Investition des britischen Außenministeriums Aufsehen: Für 10.000 Pfund (rund 12.500 Euro) hat das Foreign Office eine riesige ausgestopfte Anakonda neu präparieren lassen.

Die sechs Meter lange Riesenschlange befindet sich seit mindestens 120 Jahren im Besitz des Ministeriums und soll im 19. Jahrhundert britischen Kolonialbeamten im heutigen Guyana zum Geschenk gemacht worden sein. Seit Jahrzehnten hing das unter den Spitznamen Albert bekannte Reptil in der Ministeriumsbibliothek. Beim Parteitag der Konservativen hatte Außenminister William Hague kürzlich verraten, dass das Tier neu ausgestopft werde.

Ein politischer Blog enthüllte nun, dass die Neupräparation 10.000 Pfund gekostet habe. Ein Ministeriumssprecher verteidigte den Schritt: Da Albert ein Geschenk gewesen sei, werde er als Vermögen der Regierung betrachtet, das instand gehalten werden müsse. Da Albert seit mindestens 40 bis 50 Jahren nicht mehr neu ausgestopft worden sei, sei eine Neupräparation unumgänglich gewesen. Spezialisten des Londoner Naturkundemuseums hätten das Tier in fünfwöchiger Arbeit wieder hergerichtet.

Quelle: ntv.de, AFP

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