Panorama

Selbstjustiz auf dem Parkplatz Angehörige töten mutmaßlichen Vergewaltiger

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Der Tatort auf dem Parkplatz ist noch abgesperrt.

(Foto: dpa)

Eine junge Frau wird vergewaltigt, der mutmaßliche Täter totgeschlagen. Verabredeten sich Familie und Freunde des Opfers wirklich, um den Täter zu lynchen?

Verwandte und Bekannte eines Vergewaltigungsopfers haben den mutmaßlichen Täter auf einem Pendlerparkplatz im Schwarzwald umgebracht. Die Polizei nahm vier Tatverdächtige fest. Unter den Festgenommenen sind zwei Angehörige und zwei Bekannte der Frau.

Französische Rettungskräfte hatten am Mittwochabend noch versucht, den 27-Jährigen wiederzubeleben. Der Mann starb aber noch am Ort der Attacke in Neuenburg. "Auf den Tatverdächtigen wurde mit massiver körperlicher Gewalt eingewirkt", sagte eine Polizeisprecherin.

Der Getötete stand im Verdacht, vor einer Woche eine junge Frau in Mühlheim vergewaltigt zu haben. Die beiden hätten sich gekannt, sagte eine Polizeisprecherin. Die Staatsanwaltschaft erließ deshalb Haftbefehl. Doch der Täter war seitdem auf der Flucht.

Geplante Tat?

Am frühen Mittwochabend traf der mutmaßliche Vergewaltiger auf einem Pendlerparkplatz in Neuenburg nahe einem Grenzübergang nach Frankreich auf Freunde und Angehörige des Vergewaltigungs-Opfers. Ob das Treffen geplant oder zufällig war, ist noch unklar. Bislang ist auch noch nicht klar, was auf dem Parkplatz genau passierte. In den Vernehmungen soll zunächst geklärt werden, wer direkt an der Prügelattacke beteiligt war.

Um das Geschehen auf dem Pendlerparkplatz zu klären, wollen die Ermittler auch Spuren auswerten. Zudem bitten sie Zeugen, sich bei der Polizei zu melden.

Quelle: ntv.de, sba/dpa

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