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Nach Angriff mit Armbrust Ärzte retten Baby von ermordeter Frau

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Der Tatort liegt in einer ruhigen Wohngegend.

(Foto: imago/ZUMA Press)

In London wird eine Schwangere in ihrem Haus angegriffen. Das Leben der Frau können die Ärzte nicht retten. Doch sie kämpfen um das Baby in ihrem Bauch.

Sana Mohammed ist achten Monat schwanger, als sie in ihrem Londoner Haus von einem Pfeil getötet wird. Das Geschoss trifft sie aus einer Armbrust, als sie am Morgen Geschirr spült. Die Familie ist gerade aufgestanden.

Für die Mutter kommt jede Hilfe zu spät, doch die Ärzte entschließen sich zu einem Notkaiserschnitt, um das ungeborene Kind zu retten. Nachbarn berichteten der britischen "Sun", sie hätten das Baby nur Minuten nach dem Vorfall schreien hören. Der kleine Junge wird nun im Krankenhaus betreut, der Pfeil hatte ihn nur um wenige Zentimeter verfehlt.

Direkt am Tatort wurde der Ex-Mann des Opfers festgenommen. Der Vater des Babys, Imtiaz Mohammed,  ist der jetzige Ehemann von Sana Mohammed. Das Paar war seit sieben Jahren verheiratet. Der Ehemann hatte den Täter zuvor im Gartenschuppen der Familie entdeckt, wo der sich mit der geladenen Armbrust versteckt hatte.    

Mohammed berichtete dem britischen "Standard", er habe einen Karton in den Schuppen gebracht und sei dort auf den Täter getroffen. "Er starrte mich an, er wollte schießen, also rannte ich ins Haus. Meine Frau machte den Abwasch, ich schrie" lauf, lauf". Der 42-Jährige mutmaßt, dass er wahrscheinlich das Opfer sein sollte. "Es hätte mich treffen sollen. Die Kinder waren alle da, es war furchtbar." Der Ex-Mann ist der Vater der drei älteren Kinder.

Der neugeborene Junge erhielt den Namen Ibrahim. Sein Vater berichtete, um das Leben des Kindes zu retten, hätten die Ärzte operiert, während der Pfeil noch im Körper der Mutter steckte. Die Polizei bestätigte lediglich, dass sich Täter und Opfer kannten und verwies auf die laufenden Ermittlungen.

Quelle: n-tv.de, sba

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