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44-jähriger Schütze festgenommen Ärztin wird in ihrer Praxis erschossen

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In diesem Gebäude befindet sich die Gemeinschaftspraxis, in der sich das blutige Schauspiel ereignete. Die Augenzeugen werden von Notfallseelsorgern betreut.

(Foto: picture alliance / dpa)

Ein Mann erscheint in einer Saarbrücker Gemeinschaftspraxis für Neurologie und Psychiatrie. Plötzlich zieht er eine Waffe, erschießt die 52-jährige Ärztin und flüchtet. Kurze Zeit später wird er festgenommen. Der Mann ist selbst einmal dort Patient gewesen.

Eine 52 Jahre alte Ärztin ist in Saarbrücken in einer Gemeinschaftspraxis für Neurologie und Psychiatrie erschossen worden. Der mutmaßliche Schütze konnte nach kurzer Flucht zu Fuß gefasst werden, teilte das Landespolizeipräsidium Saarland mit. Der Mann sei in der Vergangenheit Patient in der Praxis gewesen und gelte als psychisch auffällig. Beamte hätten den 44-Jährigen in Tatortnähe gestellt und festgenommen.

Die Tatwaffe, eine Pistole mit Kaliber 9 Millimeter, sei in einem Mülleimer gefunden und sichergestellt worden. Der Schütze habe sie zuvor dort entsorgt. Den ersten Ermittlungen zufolge hatte der Mann die Praxis am späten Vormittag betreten. Zu diesem Zeitpunkt hielten sich dort etwa zehn weitere Mitarbeiter und Patienten auf. Am Empfangstresen habe der Täter auf die Ärztin geschossen. Anschließend sei er zu Fuß geflüchtet. Die 52-Jährige starb noch in der Praxis an den schweren Schussverletzungen.

Notfallseelsorger für die Zeugen

Notfallseelsorger kümmerten sich um die Augenzeugen der Bluttat, die körperlich unverletzt geblieben waren. Die Praxis teilten sich nach eigenen Angaben im Internet drei Fachärzte. Sie ist auf Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie spezialisiert. Der 44-jährige Tatverdächtige stammt nach Angaben der Polizei aus der Gemeinde Quierschied, etwa 13 Kilometer nördlich der saarländischen Landeshauptstadt. Sein Motiv liegt bislang noch völlig im Dunkeln. Zu weiteren Details des Angriffs könnten keine Angaben gemacht werden, teilte die Polizei mit.

Das Ärztehaus, in dem sich der tödliche Angriff ereignete, befindet sich im Saarbrücker Stadtteil Dudweiler, der knapp 20.000 Einwohner hat. Die Polizei sperrte den Zugang zu dem Gebäude mit rot-weißem Band ab, Beamte der Spurensicherung waren auch noch Stunden nach der Tat im Einsatz.

Quelle: n-tv.de, spt/dpa

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