Panorama

Wikileaks-Gründer im Schutz Ecuadors Assange schwänzt Polizei-Termin

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Demonstranten forden die Freilassung von Julian Assange.

(Foto: AP)

Julian Assange bleibt weiterhin in der Botschaft Ecuadors und entzieht sich damit dem Zugriff der britschen Polizeibehörden. Zu einem Termin bei Scotland Yard erschien der nicht. Er wolle warten, bis über seinen Asylantrag in Ecuador entschieden sei, sagt seine Anwältin.

Wikileaks-Gründer Julian Assange hat seinen Besuch bei der Polizei in London geschwänzt und will bis auf weiteres in der Botschaft Ecuadors bleiben. "Dies sollte nicht als Zeichen von mangelndem Respekt gesehen werden", erklärte seine Anwältin Susan Benn. Assange fühle sich in Großbritannien nicht sicher vor einer Auslieferung in die USA.

"Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die USA den Prozess zur Auslieferung Julians beginnen werden", sagte Benn. Dafür habe man "glaubhafte Berichte". Unter anderem wolle man dem Gründer der Internet-Enthüllungsplattform, in der unter anderem zahllose Geheimdepeschen des diplomatischen Dienstes der USA veröffentlicht wurden, dort "Verschwörung zur Spionage" vorwerfen. Deshalb werde Assange "im Schutz der Botschaft" bleiben, bis über seinen Antrag auf politisches Asyl in Ecuador entschieden sei. Wann sie damit rechne, sagte Benn nicht.

Assange hatte freiwillig bei der Polizei in London vorstellig werden sollen. Der Schritt sei in einem Auslieferungsverfahren nicht ungewöhnlich, hatte es von Scotland Yard geheißen.

Der 40 Jahre alte Australier soll nach Schweden ausgeliefert werden, um dort wegen Sexualdelikten verhört zu werden. Nach einem mehr als einem Jahr dauernden Prozess hatte das höchste britische Gericht vor wenigen Wochen endgültig entschieden, er müsse nach Schweden. Daraufhin war Assange in London in die Botschaft des südamerikanischen Landes geflüchtet.

Quelle: ntv.de, dpa

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