Panorama

Zweifel an Studiendaten Astrazeneca droht neues Ungemach

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Die US-Experten wollen die Daten der Studie nun erneut überprüfen.

(Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild)

In den USA bescheinigen Studien dem Corona-Impfstoff von Astrazeneca eine hohe Wirksamkeit, auch das Risiko schwerer Nebenwirkungen sei niedrig. Am Tag nach Veröffentlichung der Ergebnisse äußern Experten Zweifel: Der Konzern hat möglicherweise veraltete Daten in die Untersuchung einfließen lassen.

Bei einer großangelegten US-Studie zur Wirksamkeit des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca sind nach Ansicht von US-Experten möglicherweise veraltete Daten zum Einsatz gekommen. Ein unabhängiges internes Kontrollgremium habe "seine Besorgnis darüber ausgedrückt", dass durch das Einbeziehen von "veralteten Informationen" ein "unvollständiges Bild der Wirksamkeit vermittelt" worden sein könnte, teilte das US-Institut für Allergien und Infektionskrankheiten (NIAID) mit.

Die am Montag von Astrazeneca veröffentlichte Studie hatte ergeben, dass das Vakzin auch bei älteren Menschen sehr wirksam ist und nicht zu einem erhöhten Thrombose-Risiko führt. Die Expertengruppe forderte den britisch-schwedischen Pharmakonzern nun auf, "mit dem Data and Safety Monitoring Board (DSMB) zusammenzuarbeiten, um die Wirksamkeitsdaten zu überprüfen und sicherzustellen, dass die genauesten, aktuellsten Wirksamkeitsdaten so schnell wie möglich veröffentlicht werden".

Astrazeneca kündigte an, dem Kontrollgremium "innerhalb von 48 Stunden" weitere Daten zu der Studie bereitzustellen. Die am Montag veröffentlichten Studienergebnisse fußen nach Angaben des Unternehmens auf klinischen Studien in den USA, die bis vor den 17. Februar zurückreichen. Demzufolge schützt die Impfung zu 79 Prozent vor einer Corona-Infektion mit Symptomen und zu hundert Prozent vor einem schweren Krankheitsverlauf, der einen Krankenhausaufenthalt erforderlich macht.

An der Studie nahmen den Angaben zufolge 32.449 Probanden teil, von denen zwei Drittel geimpft wurden. Rund 20 Prozent der Teilnehmer waren 65 Jahre oder älter und rund 60 Prozent hatten Vorerkrankungen wie Diabetes, die das Risiko eines schweren Verlaufs einer Covid-19-Erkrankung erhöhen. Ein erhöhtes Thrombose-Risiko wurde bei den 21.583 Probanden, die mindestens eine Impfdosis erhielten, nicht festgestellt.

Quelle: ntv.de, jhe/AFP

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