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Nicht nur Brasilien betroffen Auch in Indonesien brennt der Regenwald

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Indonesien hat 6000 Helfer in den Einsatz gegen schwere Waldbrände geschickt, die auf den Inseln Sumatra und Borneo wüten.

(Foto: picture alliance/dpa)

Um fruchtbares Land für Palmöl-Plantagen zu gewinnen, werden die Regenwälder Indonesiens massiv abgeholzt. Das hat fatale Folgen: Außer in Brasilien stehen nun auch in dem südostasiatischen Land Zehntausende Hektar Regenwald in Flammen.

Außer in Brasilien ereignen sich auch in Indonesien verheerende Waldbrände. In den ersten fünf Monaten dieses Jahres seien bereits rund 43.000 Hektar Regenwald betroffen gewesen, noch bevor die im Juni einsetzende Trockenzeit begonnen habe, berichtete der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) unter Berufung auf das indonesische Umwelt- und Forstministerium. Dies entspreche fast dem Doppelten der Fläche, die im gesamten besonders regenreichen Vorjahr betroffen gewesen sei.

Seit Anfang August spitze sich die Lage insbesondere auf dem indonesischen Teil Borneos und auf Sumatra weiter zu. 6000 Helfer sind damit beschäftigt, die schweren Brände zu löschen. Am 9. August seien rund 2000 Brandherde registriert worden. "Erst durch die Landnutzung, wie die Abholzung der Wälder und die Trockenlegung von Mooren, werden tropische Ökosysteme überhaupt feueranfällig", sagte Nabu-Regenwaldexperte Tom Kirschey.

Verbunden mit der kriminellen Energie von Brandstiftern, die eine Umwandlung der Waldflächen in Agrarflächen meist für den Anbau von Ölpalmen anstrebten, könne es dann leicht zu solchen Katastrophen kommen. Laut Kirschey hat Indonesien auf einer Fläche von 95 Millionen Hektar Wald - Regenwald oder zumindest nach dessen Zerstörung gewachsene Sekundärwälder. Palmölplantagen zählten nicht dazu. In Brasilien wüten derzeit die schwersten Waldbrände seit Jahren. In diesem Jahr wurden mehr als 79.000 Brände registriert.

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Quelle: n-tv.de, tro/dpa

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