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Malaysia kann es nicht Australien leitet jetzt die Flugzeug-Suche

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Australien ist für Such- und Rettungsaktionen im Indischen Ozean zuständig.

(Foto: AP)

Die Behörden Malaysias haben sich bei der Suche nach dem seit neun Tagen verschwundenen Flugzeug nicht gerade professionell angestellt - finden vor allem die Chinesen. Unter australischer Führung wird die Maschine nun sogar in Kasachstan gesucht.

In einem scharfen Kommentar der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua, den die Zeitungen verbreiten, wird ein Mangel an zeitgemäßen Informationen und Vergeudung der massiven Suchbemühungen nach dem vermissten Flug MH370 beklagt. "Angesichts der heutigen Technologie riecht der Zeitverzug entweder nach Vernachlässigung von Pflichten oder einem Zögern, Informationen umfassend und rechtzeitig zu teilen. Das wäre unerträglich", heißt es darin.

Malaysia trage unvermeidlich Verantwortung, aber auch andere Beteiligte wie der Flugzeugbauer Boeing, die Triebwerkshersteller Rolls Royce und die "Geheimdienst-Supermacht USA" hätten "bessere Arbeit leisten sollen". Unter den 239 Insassen an Bord der am 8. März auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking verschollenen Maschine waren 154 Chinesen. Dass die neuen Erkenntnisse nur mit "schmerzhafter" Verspätung veröffentlicht worden seien, habe Gerüchte aufkommen lassen, was die Nerven der wartenden Familien wiederholt aufgerieben habe, beklagt die Staatsagentur.

Suche bis nach Pakistan und Kasachstan

Die Boeing war am 8. März auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking. Sie verschwand eine Stunde nach dem Start vom Radar der zivilen Luftfahrtbehörde und ist seitdem spurlos verschwunden. Die malaysische Polizei ermittelt wegen Entführung, Sabotage und Terroranschlägen. Sie geht davon aus, dass jemand an Bord absichtlich die Kommunikationssysteme abstellte. Das Flugzeug flog nach den Ermittlungen noch stundenlang weiter.

Australien koordiniert auf Bitten Malaysias nun die Suche nach dem verschwundenen Malaysia Airlines-Flugzeug im Indischen Ozean. Die Ermittler haben zwei Flugkorridore skizziert, in denen die Maschine nach Abschalten der beiden Kommunikationssysteme an Bord womöglich flog: von Malaysia aus entweder in Richtung Nordwesten über Indien und Pakistan bis nach Kasachstan, oder Richtung Südwesten - über Indonesien westlich an Australien vorbei in den Indischen Ozean. Australien ist für Such- und Rettungsaktionen im Indischen Ozean über tausende Kilometer zuständig. Das Gebiet erstreckt sich über die halbe Strecke bis nach Südafrika.

Malaysias Regierungschef Najib Razak habe ihn um Hilfe gebeten, sagte Australiens Premierminister Tony Abbott: "Ich habe zugestimmt und zusätzliche maritime Resourcen angeboten, was er dankbar akzeptiert hat." Nach seinen Angaben gibt es bislang keine Anzeichen, dass die Maschine australischen Luftraum durchflog.

Quelle: n-tv.de, nsc/dpa

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