Panorama

Größenwahnsinniger Rekordversuch BGE-Aktivisten stellen größte Frage der Welt

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Das Plakat mit der "größten Frage der Welt" wird in einer Halle im Dorf Rüti in Glarus hergestellt.

(Foto: youtube/BLICK)

WAS WÜRDEST DU ARBEITEN, WENN FÜR DEIN EINKOMMEN GESORGT WÄRE? Diese Frage wollen Aktivisten in der Schweiz kurz vor dem Volksentscheid zum Grundeinkommen stellen - auf einem riesigen Plakat, noch größer als ein Fußballfeld.

Am 5. Juni 2016 stimmt die Schweiz als erstes Land der Welt über die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens ab. Das bedingungslose Grundeinkommen bewegt große Begriffe – Arbeit, Macht, Freiheit – und stellt große Fragen. Macht ein Grundeinkommen faul? Wer arbeitet noch, wenn es die Möglichkeit zur freien Entfaltung gibt und man nicht mehr zum Arbeiten gezwungen wird?

Die Größe der Grundeinkommensfragen wollen die Initiatoren nun ins Bild setzen, mittels eines nach eigener Einschätzung ganz und gar größenwahnsinnigen Weltrekordversuchs. WAS WÜRDEST DU ARBEITEN, WENN FÜR DEIN EINKOMMEN GESORGT WÄRE? lautet die Frage, die in goldenen Lettern auf einem schwarzen Plakat, dass größer als ein Fußballfeld ist, alles überragen soll.

"Wenn die größte Frage der Welt kein eingetragener Weltrekord sein kann, dann werden wir sie auf das größte Plakat der Welt bringen", erklären die Initiatoren ihre Idee, die sie mittels Crowdfunding-Kampagne finanzieren. Derzeitiger Guinness-Weltrekordhalter ist ein rund 7000 Quadratmeter großes Plakat eines Irakischen Piloten. Das wollen die Grundeinkommen-Aktivisten toppen, indem sie eine 8000 Quadratmeter Plane für ihr Plakat benutzen. Das Gesamtgewicht wird eigenen Angaben zufolge ungefähr sieben Tonnen betragen, also so schwer wie eineinhalb Elefantenkühe.

Plakat soll viele Menschen erreichen

"Das Plakat zeigt die essentielle Frage des Grundeinkommens", sagt Hanes Sturzenegger, einer der Initiatoren der Aktion, dem Schweizer "Blick". "Denn erst mit dem bedingungslosen Grundeinkommen kann man sich unserer Ansicht nach überhaupt die Frage stellen, was man machen will. Und diese Frage wollten wir so vielen Menschen stellen wie möglich." Mitte Mai soll es soweit sein. Wenn alles klappt, wird die größte Frage der Welt auf dem Weltmeisterplakat präsentiert und das bedingungslose Grundeinkommen im Guinness-Buch der Rekorde eingetragen.

Der Ort stehe laut Sturzenegger zwar noch nicht fest, aber einen heißen Anwärter gibt es schon: Plaine de Plainpalais im Zentrum von Genf. "Hier findet ein Markt statt, und der Platz ist sehr belebt – genau so etwas wünschen wir uns, um die Frage zu stellen", so Sturzenegger. Damit wird es möglich sein, die Frage Buchstabe für Buchstabe abzulaufen.

Knapp 200.000 Euro sind bereits über das Crowdfunding zusammengekommen, die LKW-Plane längst bestellt. Ein Team aus zehn bis fünfzehn Künstlern arbeitet in einer Halle im Dorf Rüti in Glarus an der Fertigstellung. Nach dem Abbau des Plakats soll dieses aber keineswegs verschrottet, sondern zu "Fragetaschen" und "Weltrekord"-Rucksäcken weiterverarbeitet werden. Die Produkte sind für jeden erhältlich, der das Projekt unterstützt – per Crowdfunding über die Webplattform Startnext.

Quelle: ntv.de, dsi