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Abbruch aus ethischen Gründen Babys sterben bei Schwangerschaftsstudie

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Eine Schwangerschaft dauert durchschnittlich etwa 280 Tage oder 40 Wochen.

(Foto: imago images/Westend61)

Wegen drohenden Komplikationen wird bei langen Schwangerschaften oft der Geburtsvorgang eingeleitet. Doch auch das ist nicht ohne Risiken. Bei einer Studie in Schweden sterben bei dem Verfahren sechs Säuglinge.

Nach dem Tod mehrerer Babys ist eine schwedische Untersuchung über die Einleitung der Geburt bei langen Schwangerschaften vorzeitig abgebrochen worden. Sechs Babys, bei deren Müttern der Geburtsvorgang nach der 42. Schwangerschaftswoche eingeleitet wurde, starben vor oder unmittelbar nach der Geburt, wie aus der im Fachmagazin "British Medical Journal" veröffentlichten Forschungsarbeit hervorgeht.

Die Studie sei deshalb aus ethischen Gründen abgebrochen worden, sagte Ulla-Britt Wennerholm von der Universität Göteborg. Die Forschungsergebnisse müssten zwar mit Vorsicht interpretiert werden, erklärten die Wissenschaftler. Wegen der drohenden Komplikationen empfahlen sie schwedischen Kliniken jedoch, werdenden Müttern eine Einleitung der Wehen spätestens nach 41 Wochen anzubieten.

Im Rahmen der Swepis-Studie wurden von 2016 bis 2018 insgesamt 2760 gesunde schwangere Frauen untersucht, deren Schwangerschaft bereits 41 Wochen dauerte.

Quelle: n-tv.de, mba/dpa

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