Panorama

Schweres Zugunglück in HessenBergung der Opfer ist schwierig

13.04.2012, 06:36 Uhr
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Beim Zusammenstoß eines Regionalzugs mit einem Schienenbagger sterben in der Nacht in Hessen drei Menschen. 13 Zuginsassen kommen mit teils schweren Verletzungen ins Krankenhaus. Der tote Zugführer und ein Bauarbeiter können nur mit großem Aufwand geborgen werden.

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Einsatzkräfte waren mit mehr als 200 Mann vor Ort, um die Verletzten zu bergen. (Foto: dpa)

Mitten in der Nacht ist in der Nähe von Offenbach ein Zug mit einem Bagger zusammengeprallt. Drei Menschen kamen bei der Kollision ums Leben, 13 wurden verletzt, einige von ihnen schwer. Die Regionalbahn war auf der Strecke von Frankfurt nach Hanau bei Mühlheim gegen den Schienenbagger geprallt, beide Fahrzeuge sprangen aus dem Gleis. Außer dem Lokführer wurden auch zwei Bauarbeiter getötet. "Wir vermuten, dass alle drei sofort tot waren, bei dem Schlag, den es getan hat", sagte ein Sprecher der Bundespolizei.

Die Unfallursache ist weiter unklar. Auch die Geschwindigkeit des Zuges beim Aufprall steht noch nicht fest. "Das wird sich zeigen, wenn wir die technische Einrichtung des Zuges ausgewertet haben", sagte ein Bundespolizei-Sprecher am Unfallort. Die Behörde ermittelt. Auf der Strecke dürfen Züge rund 100 Stundenkilometer schnell fahren.

Sechs Menschen schwer verletzt

Zur Unglückszeit gegen 1 Uhr saßen etwa 35 Fahrgäste in dem Regionalzug der Deutschen Bahn. Sie wurden noch in der Nacht aus den insgesamt sechs Waggons gerettet. 200 Rettungskräfte und Feuerwehrleute waren im Einsatz. Ob es sich bei den 13 Verletzten ausschließlich um Reisende handelt, konnte die Polizei zunächst nicht sagen. Sechs Menschen wurden mit schwereren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht.

Bergung der Leichen extrem kompliziert

Der Ort des Zusammenstoßes ist mit Flatterband und einem Sichtschutz abgesperrt. Bagger und Steuerwagen waren mit starken Drahtseilen gesichert, um nicht umzukippen. Rettungskräfte waren auch Stunden nach der Karambolage noch damit beschäftigt, einen der Bauarbeiter und den Lokführer aus den Wrack zu schneiden. Der getötete Arbeiter war nach Angaben der Polizei zwischen Steuerwagen und Bagger eingeklemmt.

"Der Zwei-Wege-Bagger stand auf demselben Gleis wie der Regionalzug", teilte die Polizei mit. Zug und Schienenbagger wurden durch die Wucht des Aufpralls ineinandergeschoben. Der Zwei-Wege-Bagger heißt so, weil er auf Schienen und auf der Straße fahren kann.

Bahnstrecke weiter gesperrt

Die Bahnstrecke von Hanau nach Frankfurt, auf der auch viele Pendler unterwegs sind, ist auch Stunden nach dem Unfall noch gesperrt. Die Züge aus Fulda werden nach Angaben der Bahn von Hanau über Frankfurt-Ost umgeleitet.

Quelle: ntv.de, dpa