Panorama

Drogenkartell im Visier Bewaffnete verschleppen Gruppe in Mexiko

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Proteste gegen die vor zwei Jahren verschleppten 43 Studenten - auch hinter dieser Entführung soll das Drogenkartell Guerreros Unidos stecken.

(Foto: AP)

Vor rund zwei Jahren verschwinden in Mexiko 43 Studenten - die Spur führt zu dem Drogenkartell Guerreros Unidos. Jetzt steht die Bande im Verdacht, eine Gruppe von mindestens zwölf Menschen entführt zu haben. Darunter sollen auch Kinder sein.

Im Süden von Mexiko haben Bewaffnete mindestens zwölf Menschen verschleppt, darunter auch zwei Kinder. Wie ein Sprecher der Sicherheitsbehörden im Staat Guerrero unter Berufung auf Augenzeugen mitteilte, wurde das Fahrzeug, mit dem die entführte Gruppe transportiert wurde, ausgebrannt auf einer Straße zwischen den Ortschaften San Jerónimo und San Cristóbal entdeckt. Angehörige der Verschleppten bekamen demnach Anrufe mit Forderungen nach Lösegeldzahlungen.

Dem Sicherheitsvertreter Roberto Alvarez zufolge entführten rund 30 Bewaffnete "eine Gruppe von 12 bis 14 Menschen". Möglicherweise sei die kriminelle Bande Los Tequileros dafür verantwortlich. Die Gruppe soll wiederum mit dem Drogenkartell Guerreros Unidos in Verbindung stehen, das in der Region aktiv ist und dort einen Großteil der Opiumproduktion und des Heroinschmuggels kontrolliert.

Die Entführung ereignete sich in der als Tierra Caliente bekannten Region, einer verarmten, ländlichen Gegend. Dort gebe es mittlerweile ein Phänomen an Massenverschleppungen durch kriminelle Banden, die dies zum Geschäft gemacht hätten, sagte Alvarez.

Vor rund zwei Jahren wurden in Mexiko 43 Studenten entführt. Bei den Ermittlungen konnte eine Verbindung zum Drogenkartell Guerreros Unidos festgestellt werden, mehrere Bandenmitglieder wurden verhaftet. Bis heute ist der Fall nicht vollständig aufgeklärt.

Quelle: n-tv.de, vck/AFP

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