Panorama

Mexiko: Massenausbruch in Reynosa Blutiger Tag in Ciudad Juarez

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Alltägliches Bild in Mexiko: Tatort eines Mordes in Ciudad Juarez.

(Foto: dpa)

Die nordmexikanische Stadt Ciudad Juarez erlebt den blutigsten Tag im Drogenkrieg seit zwei Jahren. Von Drogenkartellen angeheuerte Killer töten 25 Menschen, die für rivalisierende Banden gearbeitet haben sollen. In der Grenzstadt Reynosa brechen derweil 85 Häftlinge aus - überwiegend Mitglieder von Drogenkartellen.

Im mexikanischen Drogenkrieg ist es wieder zu schweren Gewalttaten gekommen. In Ciudad Juarez an der Grenze zu den USA töteten Killer von Rauschgiftbanden 25 Menschen. Die Täter stürmten in mehrere Häuser und schossen auf Bewohner, die für rivalisierende Drogenbanden gearbeitet haben sollen, wie die Polizei mitteilte. Nach einem Zeitungsbericht kamen auch fünf Passanten ums Leben, als sich die Verbrecher in ihren Autos den Weg aus der Stadt gegenüber des texanischen El Paso freischossen. Der Polizei zufolge war es für die Stadt der blutigste Tag in dem Drogenkrieg seit zweieinhalb Jahren.

Wenige Stunden später konnten bei einem spektakulären Gefängnisausbruch in der Grenzstadt Reynosa 85 Häftlinge entkommen. Dabei soll es sich überwiegend um Mitglieder von Drogenkartellen gehandelt haben. Medienberichten zufolge kletterten die Ausbrecher einfach über den Gefängniszaun. Die Polizei habe 40 Wärter und andere Mitarbeiter des Gefängnisses festgenommen. Zwei Wärter würden vermisst. Erst im Juli stand eine andere Haftanstalt Region im Mittelpunkt eines Skandals. Mitarbeiter hatten es Häftlingen erlaubt, das Gefängnis für Racheaktionen zu verlassen.

Im mexikanischen Drogenkrieg sind in den vergangenen vier Jahren mehr als 28.000 Menschen ums Leben gekommen. Präsident Felipe Calderon hatte nach seinem Amtsantritt 2006 den Rauschgiftkartellen den Kampf angesagt und landesweit dafür Tausende Soldaten eingesetzt. Auch in den USA wachsen wegen der Gewalteskalation die Sorgen. Außenministerin Hillary Clinton sagte vor wenigen Tagen, Mexiko werde allmählich so ähnlich wie Kolumbien vor 20 Jahren, als Drogenbanden ganze Landesteile kontrollierten. Präsident Barack Obama wies diesen Vergleich allerdings zurück.

Quelle: ntv.de, rts