Panorama

Gelöschter Brand gefährlich Boden in Brandenburg ist noch 500 Grad heiß

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Rund 250 Feuerwehrleute bekämpfen im Brandenburger Brandgebiet die Glutnester.

(Foto: dpa)

Der Großbrand in der Gohrischeide kann von Einsatzkräften weitgehend gelöscht werden. Die Gefahr sei aber noch nicht beseitigt, warnt Brandenburgs Innenminister Stübgen. Im Boden würden die Temperaturen weiterhin über 500 Grad betragen. Dort könnten rasch neue Lauffeuer entstehen.

Brandenburgs Innenminister Michael Stübgen warnt, dass der große Waldbrand an der brandenburgisch-sächsischen erneut aufflammen könnte. Es gebe zwar keinen offenen Brand mehr, sagte der CDU-Politiker nach einem Besuch bei der Technischen Einsatzleitung in Neuburxdorf im Elbe-Elster-Kreis. "Aber im Boden ist noch Hitze über 500 Grad und mehr, weil hier die Humusschicht noch glimmt und glüht", erläuterte der Minister. "Und daher ist die Gefahr noch nicht beseitigt."

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Das Feuer hatte sich zwischenzeitlich auf 800 Hektar ausgebreitet.

(Foto: dpa)

Rund 250 Feuerwehrleute seien nach Angaben der Rettungsleitstelle Lausitz bei der Bekämpfung von Glutnestern im Brandenburger Brandgebiet im Einsatz. Es gelte, das Zeitfenster bis zu den für Sonntag erwarteten höheren Temperaturen zu nutzen, um möglichst viele Gefahrenstellen zu beseitigen, sagte Norman Barth von der Landesfeuerwehrschule. "Da hinten qualmt es noch - das kann morgen schon wieder offene Flammen und Funkenflug bedeuten", erläuterte er. Dies könne schnell wieder zu Lauffeuern führen. "Es ist nicht auszuschließen, dass es morgen noch brenzlig wird."

Feuerwehr kann Brandort in Sachsen nicht erreichen

Auf der sächsischen Seite besteht nach Einschätzung der Feuerwehr derzeit keine Gefahr mehr für Ortschaften und Menschen. Vollständig gelöscht war das Feuer dort zwar noch nicht, wie Einsatzleiter Matthias Heydel von der Feuerwehr Zeithain sagte. Es seien noch 75 Kräfte im Einsatz.

"Wir haben im Kernbereich in der Gohrischheide noch einen Brand, der sich gemächlich ausbreitet", berichtete Heydel. Dort kämen die Einsatzkräfte allerdings überhaupt nicht heran. Der Brandort liege mitten im Naturschutzgebiet, sei zugewachsen und auf Wegen nicht zu erreichen. Das Feuer werde per Drohne überwacht und solle an einer Brandschneise von den Löschkräften empfangen werden. Bei günstigen Windverhältnissen bestehe zudem die Chance, dass sich dieses Feuer einfach totlaufe.

Der Großbrand war am Donnerstag in der Gohrischheide in Sachsen ausgebrochen und hatte sich am Freitag in Richtung des brandenburgischen Mühlberg (Elbe-Elster) ausgeweitet. Mehr als 800 Hektar standen zeitweise in Flammen. Eine zwischenzeitliche Evakuierung der Ortslagen Kröbeln und Kosilenzien der Stadt Bad Liebenwerda wurde am Freitagabend wieder aufgehoben.

Quelle: ntv.de, mbu/dpa

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