Panorama

Ein Kind tot, ein zweites vermisst Bootsunglück in Leipzig

Wenige Stunden nach einem Bootsunfall mit fünf Kindern in Leipzig ist ein Junge im Krankenhaus gestorben, ein weiterer wird noch vermisst.

"Das Kind konnte nach seiner Bergung wiederbelebt und in ein Krankenhaus gebracht werden, ist nun aber an seinen schweren Verletzungen gestorben", sagte ein Polizeisprecher am Abend. Zunächst hieß es, die vier bisher geretteten Kinder seien außer Lebensgefahr.

Die Kinder aus Sachsen-Anhalt waren am Nachmittag auf dem Elsterkanal mit ihrem Ruderboot ein Wehr heruntergestürzt und gekentert. Drei Mädchen überlebten das Unglück. Die Suche nach einem 12-jährigen Jungen lief am Abend noch.

Das Unglück geschah gegen 14.20 Uhr, als das Boot – ein Vierer mit Steuermann – auf dem Weg zum Start flussaufwärts unterwegs war. Nach einer Einmündung sei das Ruderboot rückwärts an die etwa vier Meter hohe Staustufe, das sogenannte Palmengartenwehr, getrieben und dann abgestürzt. Laut Polizei paddelte ein junger Mann an die Unfallstelle und half bei der Rettung. Er zog eines der Mädchen heraus. Es habe auch viele Schaulustige gegeben, die nicht eingegriffen hätten, hieß es. "Man muss fairerweise sagen, dass sie nicht viele Möglichkeiten hatten. Der Wasserstrudel ist an der Stelle extrem", sagte der Sprecher.

Quelle: ntv.de

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