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Attacke in der Hohen Tatra Braunbär greift Holzfäller an

Ein zwischen Polen und der Slowakei pendelnder Braunbär greift einen Holzfäller an und verletzt ihn schwer. Jetzt soll der Bär abgeschossen werden. Würde er seinen Häschern allerdings in Polen ins Netz gehen, würde er lediglich eingefangen und mit einem Sensor versehen.

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Der Braunbär ist eines der größten Raubtiere Europas.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Ein Braunbär hat in der slowakischen Hohen Tatra einen Holzfäller schwer verletzt. Das Tier soll nun abgeschossen werden, berichteten slowakische Medien. Zu dem Zusammenstoß zwischen Mensch und Tier war es nahe dem Dorf Tatranska Javorina gekommen. Der 39-Jährige hatte den Berichten nach vergeblich versucht, wegzulaufen. Der Bär fügte ihm schwere Biss- und Kratzverletzungen an Hals, Nacken sowie Armen und Beinen zu.

Die Gemeindeverwaltung von Tatranska Javorina beantragte nach dem Vorfall bei der staatlichen Forstverwaltung den Abschuss des Bären. Es handle sich vermutlich um ein zwischen Polen und der Slowakei pendelndes Tier, das schon früher in beiden Ländern Menschen angegriffen habe. Da der Bär ungewöhnlich aggressiv sei, stelle er eine Gefahr für die Menschen dar, erklärte der Bürgermeister von Tatranska Javorina, Dusan Lacko, den Medien.

Asyl in Polen möglich

Für den Bären wäre es günstiger, sich in Polen "erwischen" zu lassen - dort erwartet ihn ein milderes Schicksal: Er soll nur eingefangen und unter Betäubung mit einem Sensor versehen werden, der seine Wanderungen exakt verfolgen ließe. So wollen Naturschützer sein Verhalten studieren und rechtzeitig Warnungen ausgeben können, wenn er Ortschaften nahe kommt.

In der Slowakei gibt es mehrere Hundert freilebende Bären. Sie gehen Menschen normalerweise aus dem Weg. Es kommt aber immer wieder zu Zusammenstößen, bei denen Menschen verletzt werden.

Quelle: n-tv.de, AFP

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