Panorama

Hansekogge "Roland von Bremen" Bremer Wahrzeichen versinkt in der Weser

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Nur der Mast der gesunkenen Kogge ragt noch aus dem Wasser.

(Foto: dpa)

Am frühen Morgen sinkt die historische Kogge "Roland von Bremen" an der Bremer Schlachte. Die Eigentümer rätseln, wie das passieren konnte - und stehen dennoch erst einmal vor einem dringlicheren Problem.

Schock in den frühen Morgenstunden in Bremen: Eines der maritimen Wahrzeichen der Hansestadt, die nachgebaute Hansekogge "Roland von Bremen", ist in der Weser versunken. Es ragten nur noch der Mast und Teile der Decksaufbauten aus dem Wasser.

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Eine Ölsperre soll die Weser vor Verunreinigung schützen.

(Foto: dpa)

Das Segelschiff war nach Polizeiangaben in der Nacht voll Wasser gelaufen. Gegen 3.00 Uhr hatte demnach ein Zeuge den Schaden gemeldet. Die "Roland von Bremen" ist der Nachbau einer Kogge aus dem Jahr 1380, deren Reste 1962 bei Bauarbeiten in der Weser gefunden worden waren. Das Original steht im Deutschen Schifffahrtsmuseum in Bremerhaven.

Als die Feuerwehr am frühen Morgen eintraf, war den Angaben zufolge schon Wasser über das Deck geschwappt, so dass die  Einsatzkräfte nicht mehr an Bord gehen konnten. Die Ermittler der Wasserschutzpolizei gehen von einem technischen Defekt als Ursache für den Untergang aus. Nach Informationen des "Weser-Kurier" war das Schiff mit rund 500 Litern Diesel und 100 Litern Hydraulik-Öl voll betankt. Der Einsatzleiter der Feuerwehr bestätigte, dass "kleinere Mengen Öl" ausgetreten seien. Um eine Ausbreitung des verunreinigten Wassers zu vermeiden, sei deshalb bereits eine Ölsperre ausgelegt worden.

Die "Roland von Bremen" gehört der Reederei Hal över, die das Schiff für Veranstaltungen und Touristenfahrten einsetzt. "Alles war in einem ordentlichen Zustand", zeigte sich der leitende Mitarbeiter Harro Koebnick überrascht. Das Schiff werde regelmäßig kontrolliert. "Wir wissen nicht, was dazu geführt hat", sagte er über den Untergang.

Quelle: ntv.de, lou/dpa

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