Panorama
Freitag, 08. Februar 2013

Pferd statt Rind: Briten beanstanden Lasagne

Der Skandal um Pferdefleisch in Produkten, die vorgeblich Rind enthalten, nimmt größere Ausmaße an. Jetzt soll auch eine Rindfleisch-Lasagne eines namhaften Herstellers betroffen sein. Besonders dreist: Hier ist bis zu 100 Prozent Pferd zwischen den Nudelplatten.

Gefährlich ist das Pferdefleisch vermutlich nicht.
Gefährlich ist das Pferdefleisch vermutlich nicht.(Foto: picture alliance / dpa)

Der Skandal um als Rind deklariertes Pferdefleisch in Großbritannien nimmt kein Ende: Nach neuen Untersuchungen enthielten als Rindfleisch-Lasagne gekennzeichnete Produkte eines großen Herstellers bis zu 100 Prozent Pferdefleisch - die Kunden wussten davon nichts. Das teilte die britische Lebensmittel-Aufsichtsbehörde FSA mit. Sie warnte davor, die Produkte zu essen. Zwar bestehe nach derzeitigem Stand keine Gesundheitsgefahr. Das Fleisch werde aber auf mögliche Überreste von Medikamenten geprüft.

Seit Tagen kommen auf der Insel neue Details ans Licht. Tausende Menschen haben ohne ihr Wissen Pferdefleisch gegessen. Es sei "sehr wahrscheinlich", dass hinter dem Skandal kriminelle Aktivitäten steckten, hieß es von der FSA. Die Behörde will nun Firmen verpflichten, ihre Rindfleisch-Produkte zu testen. Mehrere Supermärkte haben Produkte aus den Regalen genommen, die betroffen waren. Begonnen hatte der Fall Mitte Januar mit dem Fund von Pferdefleisch-Spuren bei irischen Herstellern.

Quelle: n-tv.de