Panorama
Sonntag, 22. Mai 2011

Mehr als 300 Sorten in Deutschland: Brot soll Welterbe werden

Zum immateriellen Kulturerbe zählen derzeit mehr als 200 Traditionen und Volksbräuche – beispielsweise die französische Esskultur. Ginge es nach Verbraucherschutzministerin Aigner, dann würde sich deutsches Brot auch auf der Liste befinden.

(Foto: REUTERS)

Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner will die Vielfalt des deutschen Brots als Weltkulturerbe schützen lassen. "Brot aus Deutschland ist einmalig in seiner Vielfalt und Qualität. Die Leistungen der heimischen Bäcker sind weltweit anerkannt", sagte die CSU-Politikerin bei der Mitgliederversammlung des bayerischen Bäckerhandwerks in Kulmbach.

Rund 300 Brotsorten werden bundesweit von Bäckern angeboten. Als Ernährungsministerin unterstütze sie die Idee des deutschen Bäckerhandwerks für ein "Brotregister". Demnach soll gemeinsam mit der Unesco eine Dokumentation der regionalen Vielfalt von Brotsorten erstellt werden. Das langfristige Ziel sei der Schutz der einmaligen deutschen Brotvielfalt als immaterielles Kulturerbe.

Deutschland hat das Unesco-Übereinkommen zur Bewahrung des immateriellen Kulturerbes – anders als 132 andere Staaten - bislang allerdings nicht ratifiziert.

Zum immateriellen Kulturerbe zählen derzeit mehr als 200 Traditionen und Volksbräuche – beispielsweise die französische Esskultur, die Peking-Oper, der argentinische Tango und die Pfeifsprache El Silbo auf der Kanareninsel La Gomera.

Bilderserie

Quelle: n-tv.de