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Die Bundeswehr soll familien- und frauenfreundlicher werden - diese Losung hat Verteidigungsministerin von der Leyen schon zu Beginn ihrer Amtszeit ausgeben.
Die Bundeswehr soll familien- und frauenfreundlicher werden - diese Losung hat Verteidigungsministerin von der Leyen schon zu Beginn ihrer Amtszeit ausgeben.(Foto: Bundeswehr / Jana Neumann)
Dienstag, 30. Mai 2017

Babybauch unterm Kampfanzug?: Bundeswehr testet Umstands-Uniform

Die Bundeswehr rüstet auf, allerdings nicht mit Panzern oder Flugzeugen - sondern mit Umstandsmode. Verteidigungsministerin von der Leyen lässt eine spezielle Uniform für schwangere Soldatinnen entwickeln.

Längst ist die Bundeswehr keine Männerdomäne mehr. Von den rund 180.000 Personen in der Truppe sind elf Prozent weiblich. Und rund zwei Prozent der insgesamt 20.000 deutschen Soldatinnen sind nach Angaben der Bundeswehr aktuell schwanger.

Deshalb testet die Bundeswehr zurzeit besondere Uniformen für schwangere Soldatinnen. Bisher müssen Soldatinnen in anderen Umständen Zivilkleidung tragen, sobald die herkömmliche Uniform nicht mehr über den Babybauch passt.

Es sei höchste Zeit, dass eine entsprechende Uniform eingeführt werde, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums. Solche Kleidung sei in anderen Armeen, etwa den Streitkräften der USA oder der Niederlande, bereits üblich.

An dem "Trageversuch" genannten Test nehmen 60 Soldatinnen teil. Sie sollen anschließend Passform und Tragekomfort der Umstandsvariante von Dienstanzügen und Feldbekleidung beurteilen.

In einem Jahr soll die fertigentwickelte Umstandsuniform flächendeckend eingeführt werden. Bereits im Dezember 2015 hatte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen entschieden, dass schwangere Soldatinnen eine spezielle Uniform erhalten sollen.

Quelle: n-tv.de

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