Panorama

Mehrere Tote an "Höllentag" Buschfeuer wüten in West-Australien

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Sommerzeit ist Waldbrandzeit: Australien leidet regelmäßig unter schlimmen Buschbränden.

(Foto: picture-alliance/ dpa/dpaweb)

In Australien beginnt der Sommer - und damit auch die Zeit der Buschbrände. Im Bundesstaat Western Australia fallen mehrere Menschen den Flammen zum Opfer. Die Behörden sprechen von einem Inferno: Bisher sind die Brände kaum zu kontrollieren.

Bei Buschbränden in Australien sind mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. Wie ein Vertreter der Feuerwehr mitteilte, wurden in der Nacht in den betroffenen Gebieten um Esperance im Bundesstaat Western Australia insgesamt vier Menschen in zwei Fahrzeugen tot aufgefunden. Die zwei Männer und zwei Frauen seien ums Leben gekommen, als sie versuchten, vor den Flammen zu fliehen.

Unklar ist, ob die Autos verunglückten oder ob sie Feuer fingen. Bei einem der männlichen Opfer handelt es offenbar um einen Landwirt, der Nachbarn vor den Flammen warnen wollte. Die anderen Opfer sollen ausländische Rucksacktouristen sein, von offizieller Seite wurden die Angaben jedoch nicht bestätigt.

Das Feuer bewegte sich den Angaben zufolge in nordöstliche Richtung weiter und bedrohte mehrere Wohngebiete. "Es ist außer Kontrolle und unberechenbar, die Flammen sind bis zu zwei Meter hoch", warnte die Feuerwehr. Die Behörden warnten die Bewohner der Gegend vor einer unmittelbaren Gefahr für ihr Leben und ihre Häuser.

"Es war ein Höllentag"

Regierungschef Malcolm Turnbull sprach von "tragischen Ereignissen" und sagte den Betroffenen Unterstützung der Regierung zu. "Der Sommer kann in Australien bekanntlich eine sehr herausfordernde und gefährliche Zeit sein", sagte Turnbull. Buschbrände kommen während des australischen Sommers häufig vor. Am "Schwarzen Samstag" im Jahr 2009 zerstörte das schlimmste Buschfeuer der vergangenen Jahre tausende Häuser im Bundesstaat Victoria, 173 Menschen kamen ums Leben.

Die Regionalpräsidentin von Esperance, Victoria Brown, zeigte sich schockiert. "Es war ein Höllentag, es war katastrophal". Mehrere Feuer hätten sich zu einem "Inferno" vereinigt, sagte die Politikerin dem staatlichen Rundfunk. Der Chef der regionalen Feuerwehr und Rettungskräfte, Trevor Tasker, sprach im Sender ABC von "völliger Zerstörung" mancherorts. "Es ist herzzerreißend. Wo üppiges Getreide stehen sollte, ist nur noch schwarze Erde."

Quelle: ntv.de, jgu/AFP