Panorama

Sechs Tote in Florida Bush ruft Notstand aus

Durch den Tropensturm "Fay" sind im US-Bundesstaat Florida in den vergangenen Tagen mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. "Das ist ein mörderischer Sturm", sagte der Gouverneur von Florida, Charlie Crist, in Miami mit Blick auf die vorläufige Opferbilanz. Die meisten seien ertrunken oder durch Verkehrsunfälle ums Leben gekommen, berichtete CNN.

US-Präsident George W. Bush hatte wegen des Tropensturms "Fay" den Notstand im Bundesstaat Florida ausgerufen. Die Einwohner befürchten, dass mit den Fluten Alligatoren und Schlangen in die Wohngebiete eindringen. Der Sturm schwächte sich derweil auf Windgeschwindigkeiten von 70 Stundenkilometern ab, wie das Nationale Hurrikan-Zentrum mitteilte.

Truppen der Nationalgarde und zivile Hilfskräfte suchten mit Kanus, Luftbooten und Militärfahrzeugen nach Bewohnern, die ihre Häuser verlassen mussten. Das Rote Kreuz verteilte warme Mahlzeiten und Getränke an die Menschen in den überfluteten Gegenden. Insgesamt schätzen die Behörden die Schäden auf etwa 25 Millionen Dollar (17 Millionen Euro).

800 Häuser geräumt

Der Tropensturm "Fay", der bereits am Montag in Key West zum ersten Mal auf Land traf und dann immer weiter nordwestlich durch den Bundesstaat Florida zog, traf am Donnerstag zum dritten Mal auf die Küstenregion Floridas. Im Bezirk St. Lucie zwischen West Palm Beach und Melbourne mussten laut CNN nach den heftigen Regenfällen fast 800 Häuser in besonders niedrig liegenden Küstenabschnitten geräumt werden.

Im Süden von Haiti war zu Beginn der Woche nach heftigen Regenfällen durch den Tropensturm ein mit mehr als 70 Fahrgästen besetzter Lastwagen von den Wassermassen eines Flusses erfasst worden. Nur 25 Menschen überlebten das Unglück. Weitere sieben Menschen fielen durch Erdrutsche und Überschwemmungen dem Unwetter zum Opfer.

Quelle: n-tv.de