Panorama

37 Personen verletzt Chemie-Unfall an Realschule

Bei einem Chemie-Unfall sind an einer Realschule in Neumünster (Schleswig-Holstein) am Donnerstag bis zu 36 Kinder und ein Lehrer verletzt worden.

Ein Schüler hatte nach Augenzeugenberichten vor dem Chemie- und Biologieraum vor Beginn des Unterrichts ein präpariertes Tiergebiss aus einem Schrank holen wollen und hatte dabei ein Glas mit Formaldehyd umgerissen. Der Behälter zerbrach, giftige Dämpfe traten aus. 11 der 29 Achtklässler und ihr Lehrer wurden mit Atemwegreizungen und Übelkeit in ein Krankenhaus gebracht. Im Laufe des Tages stieg die Zahl der Verdachtsfälle auf 37 an. Die meisten von ihnen sollten die Klinik bis zum Abend verlassen. "Wir hoffen, dass es bei allen glimpflich verläuft", sagte ein Polizeisprecher.

Formaldehyd wird unter anderem zur Konservierung anatomischer und biologischer Präparate (als "Formalin", eine 35-prozentige wässrige Lösung) verwendet. Bei unsachgemäßer Anwendung kann die Chemikalie Allergien, Haut-, Atemwegs- und Augenreizungen auslösen. Formaldehyd wurde als Stoff mit begründetem Verdacht auf krebserzeugendes Potential eingestuft.

Quelle: ntv.de

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