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Flugzeugteile im Meer entdeckt Chile sieht keine Hoffnung auf Überlebende

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Die chilenische Luftwaffe hat im Meer Wrackteile entdeckt.

(Foto: picture alliance/dpa)

Auf Weg in die Antarkis bricht der Funkkontakt zu einer chilenischen Militärmaschine ab. Später finden Rettungskräfte Wrackteile im Meer. Mittlerweile haben die Behörden die Hoffnung aufgegeben, einen der 38 Insassen lebend zu bergen.

Nach dem Verschwinden einer chilenischen Militärmaschine mit 38 Menschen an Bord hat die Luftwaffe den Absturz der Maschine bestätigt und keine Hoffnung mehr auf Überlebende geäußert. Es sei "praktisch unmöglich, dass es Überlebende dieses Flugzeugunglücks gibt", sagte Luftwaffenchef Arturo Merino im südchilenischen Punta Arenas.

Die Maschine des Typs Hercules C-130 war am Montag auf dem Weg in die Antarktis verschollen. Der letzte Funkkontakt bestand, als sich das Flugzeug auf der Höhe der extrem stürmischen Drake-Meeresstraße zwischen Kap Hoorn und der Antarktis befand. Es sei kein Notruf empfangen worden, erklärte ein Luftwaffen-Sprecher.

Rund 30 Kilometer südlich der Stelle, an der zuletzt Funkkontakt mit dem Flugzeug bestanden hatte, seien im Meer unter anderem ein Ersatzrad, Teile der Innenverkleidung, ein Teil des Tanksystems sowie ein Schuh und ein Rucksack gefunden worden, teilten die Streitkräfte mit. An Bord der Maschine waren 17 Besatzungsmitglieder und 21 Passagiere.

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Die von Lockheed Martin gebaute C-130 aus dem Jahr 1978 war 2012 von dem US-Marinekorps an die chilenische Luftwaffe verkauft worden. Die Maschine transportierte Personal, das Wartungsarbeiten an der schwimmenden Pipeline des chilenischen Antarktisstützpunktes verrichten sollte. An Bord befanden sich neben Luftwaffenpersonal drei Heeresoffiziere, unter ihnen ein General, und drei Zivilpersonen.

Der chilenische Stützpunkt Presidente Frei auf der King-George-Insel des antarktischen Süd-Shetland-Archipels wurde 2014 eingeweiht und kann bis zu 150 Menschen beherbergen. Die Basis empfängt im südlichen Sommer auch Touristen.

Quelle: ntv.de, jpe/dpa/AFP