Panorama

Neun Schulkinder erstochen China richtet Messer-Angreifer hin

Der brutale Überfall auf Schulkinder sorgt über die Grenzen der Volksrepublik hinaus für Entsetzen: Im April ersticht ein Mann an einer Schule neun Kinder, zwölf weitere werden verletzt. Ein Gericht verurteilt den 29-Jährigen zum Tode.

In China ist ein verurteilter Mörder, der Ende April im ländlich geprägten Bezirk Mizhi mehrere Schulkinder mit einem Messer angegriffen und neun Minderjährige erstochen hatte, hingerichtet worden. Dies teilten die Behörden in der zentralchinesischen Provinz Shaanxi mit. Die Region mit der Provinzhauptstadt Xi'an liegt rund 900 Kilometer südwestlich von Peking.

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Der zum Tatzeitpunkt 28-jährige Täter hatte vor Gericht ausgesagt, er habe als Kind selbst die betroffene Schule besucht in Mizhi und sei dort von seinen Mitschülern gemobbt worden. Bei dem Angriff waren zwölf weitere Kinder verletzt worden.

Der Oberste Gerichtshof Chinas habe zuletzt das Todesurteil gegen den neunfachen Kindermörder bestätigt, berichteten Staatsmedien wie "People's Daily". Daraufhin sei die Todesstrafe am Morgen (Ortszeit) vollstreckt worden.

In China gibt es immer wieder tödliche Angriffe an Schulen. Vor zwei Jahren etwa hatte ein Mann ebenfalls in einer Schule mehrere Kinder mit einem Messer angegriffen und zehn von ihnen verletzt, anschließend nahm er sich das Leben.

2014 erstach ein Mann in einer Bildungseinrichtung, an der seiner Tochter die Aufnahme versagt worden war, drei Kinder und einen Lehrer. Ein Jahr zuvor tötete ein Angreifer vor einer Schule in Shanghai zwei Verwandte und elf andere Menschen, darunter sechs Kinder.

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Quelle: n-tv.de, psa/AFP