Panorama

3000 Tote im DrogenkriegCiudad Juárez bricht traurigen Rekord

16.12.2010, 11:10 Uhr

Innerhalb von zwei Jahren hat sich die Zahl der Opfer im Drogenkrieg im mexikanischen Ciudad Juárez fast verdoppelt. Allein in der Grenzstadt hat der blutige Krieg um Einfluss und Geld seit Anfang des Jahres bereits 3000 Menschen das Leben gekostet. Damit setzt Ciudad Juarez eine traurige Rekordmarke.

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Ein Polizist markiert einen Tatort. (Foto: AP)

Mehr als 3000 Menschen sind seit Jahresbeginn in der mexikanischen Grenzstadt Ciudad Juárez im Drogenkrieg ums Leben gekommen. Im Kampf gegen den Drogenschmuggel in die USA und zwischen den rivalisierenden Drogenbanden kamen in der 1,3-Millionen-Einwohner-Stadt an der Grenze zum US-Bundesstaat Texas nach Angaben der Staatsanwaltschaft 3010 Menschen, darunter 140 Polizisten, ums Leben. Das ist die bislang höchste Opferzahl innerhalb eines Jahres.

Ciudad Juárez gilt als Drehkreuz für den Kokainhandel. Die Zahl der Menschen, die bei Kämpfen rivalisierender Drogenkartelle und zwischen Drogenhändlern und Sicherheitskräften getötet wurden, ist in den vergangenen Jahren rasant angestiegen. 2008 starben in Ciudad Juárez laut Staatsanwaltschaft 1656 Menschen, 2009 waren es 2754.

Seit Mexikos Präsident Felipe Calderón bei seinem Amtsantritt Ende 2006 den mächtigen Drogenbanden den Kampf angesagt hatte, starben bei der mit Unterstützung der Armee geführten Offensive landesweit mehr als 28.000 Menschen. Da die Regierung die Zahl jedoch seit einigen Monaten nicht aktualisiert hat, wird die Opferzahl deutlich höher geschätzt. Lokalen Medienberichten zufolge liegt sie bei etwa 30.000.

Quelle: AFP