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Orchester, Tatort, Dritte Da geht die GEZ-Gebühr hin

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Macht schöne Musik, kostet aber auch viel: ein Rundfunk-Orchester.

(Foto: picture alliance / dpa)

Meist 17,98 Euro kostet der öffentlich-rechtliche Rundfunk den Haushalt im Monat. Doch was genau passiert mit dem Geld? Und wieviel ist für welchen Posten vorgesehen? Ein neuer Verteilungsschlüssel bringt die Antwort.

Die ARD hat im Zuge einer sogenannten "Transparenzoffensive" aufgeschlüsselt, wofür die monatlichen 17,98 Euro GEZ-Gebühr ausgegeben werden. Demnach geht mit 8,49 Euro der größte Batzen von dem Betrag an die einzelnen Landesrundfunkanstalten der ARD (insgesamt 3,49 Milliarden) , gefolgt vom Anteil für das ZDF, der bei 4,37 Euro liegt (insgesamt 1,81 Milliarden) . Weitere 4,32 Euro wandern in den Topf für die ARD-Gemeinschaftsaufgaben wie Sport und die Filmproduktion (insgesamt 1,79 Milliarden). 0,46 Euro gehen an das Deutschlandradio (insgesamt 190 Millionen) und 0,34 Euro sind für den Betrieb der Landesmedienanstalten angesetzt (insgesamt 141 Millionen).

Rechnet man die Anteile auf bestimmte Kostenstellen um, ergeben sich teilweise erstaunliche Größen. Für die etlichen eigenen Orchester etwa gehen 170,15 Millionen Euro drauf. Unter anderem betreiben der MDR, der NDR, der HR und der WDR Sinfonieorchester. Der Posten heißt in der Aufstellung übrigens "Klangkörper". Die hohen Kosten für eigene Orchester stehen immer wieder in der Kritik. Gefordert  werden hier oft eine erhebliche Kostenreduktion und die Auflösung unrentabler Orchester.

Millionen in die Verwaltung

Für den Hörfunk gibt die ARD ebenfalls erhebliches Geld aus: 2,31 Euro bringt jeder Gebührenzahler monatlich dafür auf. Insgesamt ergeben sich Kosten von rund 959 Millionen Euro im Jahr. Für "Tatort" und "Polizeiruf" überweisen die Verantwortlichen 62,25 Millionen Euro. Pro Sendeminute eines Tatorts werden rund 15.500 Euro ausgegeben. Eine Folge kostet somit etwas unter 1,4 Millionen Euro. Das Netz der dritten Fernseh-Programme mit einer oft sehr niedrigen Einschaltquote wird mit insgesamt 1,3 Milliarden Euro gesponnen.

Das alles muss natürlich verwaltet werden. Allein bei der ARD liegen die Kosten dafür bei knapp 200 Millionen Euro. Ebenfalls 200 Millionen Euro landen in einer Kategorie, die "Sonstiges" heißt – was auch immer genau dahinter steckt. Die Kosten für den "Beitragsservice", über den die GEZ-Gebühr eingenommen wird, liegen bei rund 180 Millionen Euro.

Quelle: n-tv.de