Panorama

Die Ehe ist von gestern Deutsche leben immer wilder

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(Foto: picture alliance / dpa)

Die traditionelle Familie stirbt in der deutschen Gesellschaft langsam aus. Immer mehr Menschen in der Bundesrepublik leben in sogenannten wilden Ehen. Das zeigt eine Studie des Statistischen Bundesamtes. Auch die Zahl der Alleinerziehenden nimmt weiter zu.

Die aus verheirateten Eltern, die gemeinsam Kinder großziehen, ist offenbar von gestern. Das lässt zumindest die jüngste Studie des Statistischen Bundesamtes zu Familienformen in Deutschland erahnen. Im Osten wandelt sich die Gesellschaft danach besonders schnell.

Vor 15 Jahren lebten in Ostdeutschland noch 72 Prozent der Eltern von minderjährigen Kindern als Ehepaare zusammen. Im vergangenen Jahr waren es nur noch 54. Im Westen war der Anteil traditioneller Familien zwar deutlich höher, doch auch dort nahm er drastisch ab: von 84 Prozent vor 15 Jahren auf 75 Prozent im Jahr 2011.

Osten ist dem Westen 15 Jahre voraus

Grundlage der Studie des Statistischen Bundesamtes ist der Mikrozensus, die größte jährliche Haushaltsbefragung in Deutschland und Europa.

Danach nahm auch die Zahl der Alleinerziehenden deutlich zu. Vor 15 Jahren erzogen nur 18 Prozent der Ostdeutschen ihre Kinder ohne Lebenspartner. Im vergangenen Jahr waren es schon 26 Prozent. Im Westen stieg der Anteil der Alleinerziehenden von 13 auf 18 Prozent.

Der Osten ist dem Westen bei dieser Entwicklung offenbar rund 15 Jahre voraus.

Quelle: ntv.de, ieh

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