Panorama

"Erschreckende Zahlen" Deutschland ist zu dick

dick.jpg

Essstörungen zählen laut Bundesregierung zu den am meisten unterschätzten Krankheiten. Vor allem bei Kindern und Jugendlichen ist die Situation alarmierend.

(Foto: picture alliance / dpa)

Viele Deutsche sind laut Bundesregierung zu dick, vor allem die Altersgruppe der 25- bis 29-Jährigen ist betroffen: Fast die Hälfte der Männer und rund 40 Prozent der Frauen in diesem Alter gelten als stark übergewichtig. Alarmierend ist aber auch der hohe Anteil an Essstörungen bei Kindern und Jugendlichen.

Mehr als die Hälfte der Menschen in Deutschland ist einem Zeitungsbericht zufolge zu dick. Rund 67 Prozent der Männer und 53 Prozent der Frauen sind derzeit übergewichtig oder adipös, also krankhaft fettleibig, wie die "Saarbrücker Zeitung" unter Berufung auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion berichtete.

Besonders betroffen sei die jüngere Generation: Den Angaben zufolge gilt die Altersgruppe der 25- bis 29-Jährigen als besonders dick. Rund 47 Prozent der jungen Männer und fast 40 Prozent der jungen Frauen seien stark übergewichtig. Ein niedriger Sozialstatus befördere das Dicksein, hieß es in der Antwort der Bundesregierung weiter.

Viele Mädchen halten sich für zu dick

Alarmierend sei der hohe Anteil an Essstörungen bei Kindern und Jugendlichen. Demnach weisen bereits 21,9 Prozent der 11- bis 17-Jährigen Symptome von Übergewicht oder Magersucht auf, bei den Mädchen sind es 28,9 Prozent und bei den Jungen 15,2 Prozent. Knapp die Hälfte der Mädchen fühle sich zu dick, obwohl sie normalgewichtig seien. "Bei den Jungen sind es nur 22 Prozent", zitiert die Zeitung die Regierung.

Essstörungen zählten zu den "am meisten unterschätzten Krankheiten". Dafür seien auch die Medien mitverantwortlich, die ein entsprechendes Schönheitsideal propagierten.

Die Zahlen seien "erschreckend", sagte die frauenpolitische Sprecherin der Linken, Yvonne Ploetz, der Zeitung.

Quelle: ntv.de, dpa