Panorama

"Ich weiß schon, was ich mache" Drach-Anwalt geht in Revision

Reemtsma-Entführer Thomas Drach ist zu 15 Monaten Haft verurteilt worden, weil er seinen Bruder erpressen lassen wollte. Sein Anwalt rechnet damit, dass dieses Urteil keinen Bestand haben wird.

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Anwalt Helfried Roubicek gibt sich zuversichtlich.

(Foto: picture alliance / dpa)

Der Reemtsma-Entführer Thomas Drach ist nach seiner Verurteilung in Revision gegangen. Er habe für seinen Mandanten Rechtsmittel gegen das Urteil vom 8. November eingelegt, teilte Drachs Anwalt Helfried Roubicek mit. Drach war vom Hamburger Landgericht wegen versuchter Anstiftung zur räuberischen Erpressung zu einem Jahr und drei Monaten Haft verurteilt worden.

Das Gericht ging davon aus, dass Drach im Februar 2009 mit zwei Briefen aus der Haft heraus versucht hatte, einen Bekannten zur Erpressung seines jüngeren Bruders anzustiften. Drach selbst hatte die Vorwürfe im Prozess stets abgestritten, sein Verteidiger hatte auf Freispruch plädiert. Die Staatsanwaltschaft hatte zweieinhalb Jahre Haft und Sicherungsverwahrung gefordert.

"Die Erfolgsaussichten sind nicht klein. Ich weiß schon, was ich machen werde", sagte Drach-Anwalt Roubicek. Zunächst müsse aber die Urteilsbegründung des Gerichts abgewartet werde. Er rechne erst in ein paar Monaten mit der Entscheidung des Bundesgerichtshofs in dieser Sache. Roubicek wies darauf hin, dass bis zu einer rechtskräftigen Gerichtsentscheidung die Kernfrage der Schuld weiterhin offen bleibe.

Quelle: ntv.de, dpa