Panorama

Mexikaner im Fußballfieber Drogendealer kann WM nicht widerstehen

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Die Tickets für das Spiel Brasiliens gegen Mexikos waren schnell ausverkauft.

(Foto: dpa)

Der Mexikaner Jose Diaz Barajas ist einer der meist gesuchten Drogendealer in den USA. Um sein Land bei der WM zu unterstützen, lässt er aber alle Vorsicht missen und reist zum Spiel nach Brasilien. Mit für ihn ungünstigen Folgen.

Gefängnis statt Stadion: Ein mexikanischer Drogenhändler ist auf seinem Weg zum WM-Spiel zwischen Brasilien und Mexiko in Rio de Janeiro abgefangen worden. Der in den USA gesuchte Jose Diaz Barajas wollte mit seiner Frau und zwei Söhnen zu dem Spiel nach Fortaleza fliegen und hatte WM-Tickets für die Partie gegen  den  Gastgeber dabei. Er war Polizeiangaben zufolge bereits am 11. Juni auf dem Landweg von Paraguay in Foz do Iguaçu nach Brasilien eingereist und dann mit einem Inlandsflug nach Rio geflogen.

Dort wurde er am internationalen Flughafen Galeão festgenommen. Barajas stand seit seiner Einreise unter Beobachtung: "Wir haben die Schritte dieses Mexikaners in Brasilien verfolgt", sagte so der Koordinator für internationale Polizei-Zusammenarbeit. An der Aktion waren brasilianische, mexikanische und US-amerikanische Behörden beteiligt.

Barajas gehörte zu den meist gesuchten Drogenhändlern in den USA. Er werde solange in Rio bleiben, bis über den Auslieferungsantrag der USA entschieden sei, betonte Dórea. Auch Mexiko hatte den Drogenhändler zur Fahndung ausgeschrieben. Er soll vor allem mit synthetischen Drogen gehandelt haben.

Für das jetzt überflüssige Fußballticket, würde Barajas aber sicher einige Abnehmer finden. Viele mexikanischen WM-Fans geben nämlich fast alles, um in letzter Minute doch noch irgendwie an ein Ticket für das Spiel zu kommen. "Tausche Reisepass mit US-Visum gegen Eintrittskarte", rief zum Beispiel Ivan Rodríguez aus Mexiko-Stadt den Passanten in Fortaleza wenige Stunden vor dem Spiel des WM-Gastgebers gegen sein Land zu. "Ich weiß nicht, was ich schon alles angeboten habe, um an ein Ticket zu kommen, ich schäme mich es zu sagen", sagte der 30-Jährige im Scherz einem Reporter der Zeitung "Folha de São Paulo".

Quelle: ntv.de, lou/dpa