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Google Maps zeigt den Shop "Edwards Snow Den" mitten im Weißen Haus.
Google Maps zeigt den Shop "Edwards Snow Den" mitten im Weißen Haus.(Foto: Screenshot GoogleMaps)
Dienstag, 14. April 2015

Hacker überlistet Google-Maps: Edward Snowden wohnt im Weißen Haus

Seit zwei Jahren lebt Edward Snowden in Russland. Sollte der ehemalige Geheimdienstmitarbeiter in die USA einreisen, würde ihn das Weiße Haus mit offenen Handschellen empfangen. Doch laut Google-Maps befindet er sich genau dort.

Edward Snowden – für manche ist er ein Held, für andere ein Verräter. Mit der US-Regierung steht der Whistleblower jedenfalls auf Kriegsfuß – oder nicht? Eigentlich droht dem ehemaligen Geheimdienstmitarbeiter eine sofortige Verhaftung, sollte er wieder in die USA einreisen. Doch laut einem Eintrag bei Google-Maps befindet sich Snowden genau dort. Sogar noch mehr: Mitten im Weißen Haus zeigte der Kartenservice den Eintrag "Edwards Snow Den" an.

Die amerikanische Internetseite "Marketingland" entdeckte den Fauxpas. Klickte man auf die Details des Shops, wurde dieser als Snowboard-Laden bezeichnet, der jeden Tag von 5 bis 23 Uhr geöffnet hat. Dabei handelte es sich um einen von Google verifizierten Eintrag.

Nutzer trickst Google Maps aus

Google selbst äußerte sich bereits in einer Stellungnahme bei "Marketingland" zu dem Vorfall. Demnach soll es einem Nutzer gelungen sein, das eigene Review-System auszutricksen. Somit konnte der bereits bestehende und verifizierte Eintrag an eine neue Stelle geschoben werden. Mittlerweile wurde der Eintrag wieder gelöscht.

Anhänger von Edward Snowden lassen sich immer wieder Aktionen einfallen, um an den Whistleblower zu erinnern. So stellten erst vergangene Woche Künstler heimlich eine Snowden-Büste in einem Park in New York auf. Sie platzierten die Statue einfach auf einem anderen Denkmal, kurze Zeit später hatten die Behörden die Büste verhüllt.

Auch für Aufsehen sorgte der britische Satiriker John Oliver, der in den USA als Comedian bekannt ist. Für seine TV-Show interviewte er Edward Snowden in Russland. Im Gespräch witzelten die beiden über die Speicherung von Nacktbildern durch die NSA.

Quelle: n-tv.de