Panorama

Gerücht um Nikolaus-Verbot Empörung in Wien

Ein angebliches Verbot von Nikolausfeiern in Wiener Kindergärten hat in Österreich für Aufruhr gesorgt. Die Wiener Vizebürgermeisterin Grete Laska versicherte jedoch, der Nikolaus sei am 6. Dezember weiter willkommen. "Es gab nie ein Verbot für den Nikolaus in Wiens Kindergärten", sagte sie. Die Meldung in österreichischen Medien, dass der Nikolaus verbannt werden solle, hatte landesweit Proteste von Anhängern der uralten Tradition ausgelöst.

Es werde in Wien darauf geachtet, dass die Kinder der Figur des Nikolaus ohne Angst begegnen könnten, hieß es in Laskas Büro. Deshalb werde auf Fremde als Nikolaus-Darsteller verzichtet. Stattdessen sollten die Kinder selbst, die Kindergärtnerinnen oder Eltern in die Rolle des Nikolaus schlüpfen. "Es geht uns um einen Nikolaus, der nicht droht und die Kinder nicht fragt, ob sie auch brav waren", sagte eine Sprecherin Laskas.

In österreichischen Medien wurde vermutet, dass das kolportierte Nikolaus-Verbot mit den muslimischen Kindern in den Wiener Kindergärten in Zusammenhang stehe. Die Sprecherin Laskas wies dies zurück. Das Gerücht komme aus dem Umfeld der rechtspopulistischen Freiheitlichen Partei (FPÖ). "Die muslimischen Kinder feiern im Kindergarten alle Feiern mit - da hat es noch keine Beschwerden gegeben", sagte sie.

Der heilige Nikolaus geht in der christlichen Tradition auf den Bischof von Myra aus der ersten Hälfte des 4. Jahrhunderts zurück. Kindern bringt er Süßigkeiten oder kleine Geschenke. Dargestellt wird er im Bischofsgewand mit langem weißen Bart und Bischofsmütze.

Quelle: n-tv.de