Panorama

Halleluja! Ex-Fußball-Profi ist jetzt Priester

Philip Mulryne war einst Profi bei Manchester United und spielte neben Superstars wie David Beckham. Nachdem er seine Fußball-Schuhe an den Nagel gehängt hat, schlägt er nun einen ungewöhnlichen Weg ein - als Gottesdiener.

Was macht man eigentlich, wenn man mit Anfang 30 seine Karriere als Profi-Fußballer an den Nagel hängt? Viele bleiben dem Fußball irgendwie erhalten - werden Trainer, Funktionäre oder Kommentatoren wie Mehmet Scholl zum Beispiel. Oder man wendet sich Gott zu, wie Philip Mulryne.

In den 90er Jahren war der Nordire bei einem der besten und teuersten Fußballvereine der Welt unter Vertrag. Einen Stammplatz konnte sich Mulryne bei Manchester United allerdings nie erspielen. Zu groß war die Konkurrenz für den Mittelfeldspieler in der Mannschaft von Alex Ferguson - er musste sich unter Weltklassespielern wie David Beckham, Ryan Giggs und Paul Scholes behaupten.

Vor acht Jahren beendete Mulryne seine aktive Fußball-Laufbahn und setzte sich noch einmal auf die Schulbank, studierte Philosophie und Theologie und schlägt nun einen ungewöhnlichen zweiten Karriereweg ein. Er wird Gottesdiener in der katholischen Kirche. Wie der Dominikanerorden in Irland auf seiner Webseite mitteilte, wurde er in der St. Saviour Kirche in Nord-Dublin von Erzbischof Augustine Di Noia zum Priester geweiht. "Das ist jetzt ein neues Kapitel in meinem Leben", sagte der 39-Jährige der britischen BBC. Bei seiner Priesterweihe musste Mulryne, der in seiner aktiven Zeit bis zu 680.000 Euro pro Jahr verdiente, ein Armutsgelübde ablegen.

Mit gerade einmal 14 Jahren war Mulryne zu Manchester United gekommen und spielte von 1996 bis 1999 mit Weltstars wie Beckham, Giggs und Eric Cantona zusammen, kam allerdings nur selten zum Einsatz. Danach wechselte er zu Norwich City, wo er in sechs Jahren 161 Ligaspiele für die Kanarienvögel machte. Für die nordirische Nationalmannschaft war Mulryne 27 Mal auf dem Rasen und erzielte drei Treffer.

2005 versuchte es Mulryne noch einmal bei Cardiff City, Leyton Orient und Kings Lynn - doch mit mäßigem Erfolg. Vier Jahre später hängte er seine Fußball-Schuhe schließlich an den Nagel.

Quelle: ntv.de, dsi