Panorama

Experten sollen Zustand begutachten "Flaminia" ist zurück

33546265.jpg

Bei der Havaria der "MSC Flaminia" starb Mitte Juli ein Seemann.

(Foto: picture alliance / dpa)

Mitte Julia havariert der deutsche Containerfrachter "MSC Flaminia". Seitdem treibt das halb ausgebrannte Schiff auf dem Atlantik. Jetzt befindet sich der Frachter wieder in deutschen Gewässern. Experten wollen nun den Zustand von Schiff und Fracht untersuchen.

Nach einer zweimonatigen Irrfahrt hat das durch einen Brand schwer beschädigte Containerschiff "MSC Flaminia" deutsche Gewässer erreicht. Das Schiff werde von dem Mehrzweckschiff Neuwerk, zwei Bundespolizeischiffen und einem Seenotkreuzer begleitet.

Das mit Gefahrgut beladene Containerschiff wurde am Morgen weiter in Richtung Helgoland geschleppt, wie das Havariekommando in Cuxhaven berichtete. Westlich der Insel soll es für kurze Zeit stoppen, Experten wollen die Ladung der "Flaminia" genauer untersuchen. Ein 17-köpfiges Expertenteam werde den Frachter so bald wie möglich betreten, um den Zustand von Schiff und Ladung zu ermitteln. Dies könne nur bei Tageslicht geschehen.

Wann die "MSC Flaminia" in den Jade-Weser-Port bei Wilhelmshaven in Niedersachsen einlaufen könne, sei von den Erkenntnissen des Expertenteams abhängig, teilte das Havariekommando weiter mit. Auch das Anlegen in dem Hafen dürfe nur bei Tageslicht erfolgen.

An Bord des mit mehr als 2800 Containern beladenen Schiffs war am 14. Juli auf dem Atlantik ein Feuer ausgebrochen, Teile der Ladung explodierten. Ein Seemann starb, ein Crewmitglied wird seitdem vermisst, drei weitere wurden verletzt. Die Feuer in den riesigen Laderäumen des 289 Meter langen Frachters wüteten tagelang unkontrolliert, letzte Brandnester wurden kürzlich gelöscht.

Atlantik-Anrainerstaaten wie Großbritannien und Frankreich hatten dem Schiff keinen Notliegeplatz zur Verfügung gestellt. Nach wochenlangen Verhandlungen erklärte sich Deutschland als verantwortlicher Flaggenstaat daher bereit, den Frachter in seine Gewässer schleppen und die Ladung dort bergen zu lassen.

Quelle: n-tv.de

Mehr zum Thema